21.09.2025 17:31

Regionalliga Frauen


„Kopfsache“ - Bei 96 fehlt wieder der Mut

Lity: „Die Spielerinnen können es. Sie müssen es sich aber auch in dieser Liga mit allem Mut erkämpfen"
Marit Lazerus SV Hastenbeck Fussball Regionalliga Frauen
Marit Lazerus und die Hastenbeckerinnen mussten sich in Hannover geschlagen geben.

Hannover 96 – SV Hastenbeck 3:1 (1:0).

In einem Spiel mit zwei unterschiedlichen Hälften hat der SV Hastenbeck am Ende eine 1:3-Niederlage gegen Hannover 96 hinnehmen müssen. Trotz einer mutigen zweiten Hälfte reichte es nicht, um die Partie noch zu drehen.

Die erste Halbzeit gehörte klar den „Roten“. „Man hat schon wieder zwei Gesichter von uns gesehen", erklärte SV-Trainerin Bianca Lity. „Es lag nicht an der Technik, am Tempo oder der Physis, wir waren einfach nicht mutig genug." Dadurch habe Hannover sein dominantes Spiel aufziehen können – und Hastenbeck sei „hintergelaufen“. Die Führung für Hannover fiel in der 24. Minute, als Tara Theobald nach einer Hereingabe traf. Lity ärgerte sich über den Hergang: „Da haben wir der Spielerin Geleitschutz gegeben und sie konnte unbedrängt flanken.“
Nach der Pause wirkte der SVH wie ausgewechselt. „Wir haben mutig Fußball gespielt", so Lity. „Wir sind hinten angedribbelt und haben die Tiefe gesucht." Fast wäre der Ausgleich direkt nach Wiederanpfiff gefallen, doch Laura Rischmüller schloss überhastet ab „Da hätte sie an der Torhüterin vorbeigehen können“, bewertete Hastenbecks Trainerin die Szene. Der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich gelang in der 67. Minute: Elisa Meier sah, dass 96-Schlussfrau Leah Bungeroth weit vor ihrem Tor stand und beförderte den Ball sehenswert und noch abgefälscht über sie hinweg ins Netz.

Doch statt das Spiel zu drehen, musste Hastenbeck weitere Gegentore hinnehmen. In der 74. Minute fiel das 2:1 für Hannover 96, als der Schuss von Leonie Dombrowa aus 18 Metern oben im Netz einschlug. Sieben Minuten später sorgte Dombrowa für die Entscheidung: Nach einer flachen Hereingabe prallte der Ball beim Abwehrversuch von Torhüterin Nicotra zu Dombrowa und diese staubte zum 3:1-Endstand ab.

„Lernen, lernen, lernen", resümierte Lity. „Die Spielerinnen können es. Sie müssen es sich aber auch in dieser Liga mit allem Mut erkämpfen. Es ist aktuell eine Kopfsache." Mit einem Sieg und drei Niederlagen sind die Hastenbeckerinnen aktuell auf dem zehnten Platz – und damit direkt vor den Abstiegsplätzen.
SV Hastenbeck: Nicotra, Schäpsmeier, Lorenz, Barthel, Vorpahl (82. Fiedler), Meier, Rischmüller, Langemann, Lazerus, Keller (56. Strahmann), Dickhut.
Tore: 1:0 Tara Theobald (24.), 1:1 Elisa Meier (67.), 2:1 Leonie Drombrowa (74.), 3:1 Leonie Dombrowa (87.).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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