07.09.2025 16:02
Regionalliga Frauen
Der Sparkassen-Sportpark bebt: Heimspielpremiere wird zum Freudenfest!
Hastenbeck feiert Doppeltorschützin Elisa Meier beim Heimsieg gegen St. Pauli

Hastenbecks Frauen feierten den Heimsieg gebührend. Foto: Luisa Schadeck.
SV Hastenbeck – FC St. Pauli 2:1 (1:0).
Was für eine Heimpremiere vom SV Hastenbeck! Bei der ersten, richtigen Einweihung des neu getauften Sparkassen-Sportparks feierten die Schwarz-Weißen gleich die ersten drei Punkte in der Regionalliga – und das auch noch gegen einen der „Big Five“-Gegner. Die rund 350 Zuschauer kamen am frühen Nachmittag voll auf ihre Kosten. „Es war ein richtig geiles Fußballspiel vor einer richtig geilen Kulisse. Wir haben lange darauf hingefiebert und das war heute nochmal ein großer Schritt für den Frauenfußball in der Region“, war Hastenbecks Manager Hendrik Lity völlig aus dem Häuschen.
Gegen die Kiezkickerinnen vom FC St. Pauli, seit Jahren Dauergast in der Regionalliga, setzten die Gastgeberinnen erst einmal auf defensive Stabilität. „Wir wussten nicht wirklich, was uns erwartet. Wir waren defensiv konzentriert und abwartend. St. Pauli hatte in dieser Phase schon Feldüberlegenheit“, gestand Lity. In dieser Phase musste SVH-Hüterin Sara Hicotra einmal ihr ganzes Können unter Beweis stellen. Einmal klingelte es sogar im Kasten, doch der Treffer fand aufgrund einer Abseitsstellung keine Anerkennung.
„Nach 25 Minuten haben wir uns dann mehr zugetraut und sind offensiver geworden. In dieser Phase waren wir echt am Drücker“, fuhr Lity fort. Die ersten Versuche landeten noch neben dem Kasten der Hamburgerinnen oder in den Händen von FC-Keeperin Tara Zimmermann. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es dann aber so weit. Nach einem Pressingmoment im Mittelfeld setzte Linksverteidigerin Mirka Barthel die startende Elisa Meier wunderbar in Szene, die vor dem Tor eiskalt blieb und ins lange Eck vollstreckte. Das erste Regionalliga-Tor der Gastgeberinnen bedeutete gleichzeitig auch die Pausenführung.
„Nach dem Seitenwechsel hat sich St. Pauli nach allen Kräften gewehrt. Wir hatten anfangs Schwierigkeiten, uns zu wehren“, sah der Manager die Partie wieder kippen. Die Norddeutschen drückten auf den Ausgleich. Zehn Minuten vor dem regulären Ende war es dann so weit: nach einem Standard entstand ein kleines Durcheinander im Hastenbecker Strafraum. Am Ende beförderte Linda Preuß die Kugel über die Linie. Doch wer dachte, die Partie würde jetzt gänzlich kippen, sah sich getäuscht. Fast im direkten Gegenzug setzte der SVH zum Konter an. Wieder wurde Elisa Meier auf die Reise geschickt, die frei vor Zimmermann frech zum Heber ansetzte und die Kugel unter lautstarken Jubekrufen der Zuschauer versenkte. „Danach hat St. Pauli mit Mann und Maus gedrückt, doch wir haben bis auf einen Schuss, der über das Tor ging, alles wegverteidigt“, war Lity stolz. Im Gegenteil: auf der Gegenseite vergab Alessya Ruhnow die Entscheidung gleich doppelt.
Doch am Ende war´s egal, der SV Hastenbeck brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. „In Summe war der Sieg für mich sogar ein Stück weit verdient, weil wir die etwas zwingenderen Chancen hatten – auch wenn ein 2:2 sicherlich auch gerecht gewesen wäre. Wir haben als Team geschlossen verteidigt und hatten vielleicht auch das nötige Quäntchen Glück“, war Lity rundum zufrieden. Neben Doppelpackerin Meier hob der manager außerdem Innenverteidigerin Leonie Pohl aus einer insgesamt starken Defensivleistung hervor.
SV Hastenbeck: Nicotra, Schäpsmeier, Barthel, Ruhnow, Vorpahl, Meier, Pohl, Rischmüller, Lazerus, Keller, Dickhut – Kreter, Hensel, Dubiel, Strahmann, Lorenz, Langemann, Hiob, Awuah.
Tore: 1:0 Elisa Meier (45. +3), 1:1 Linda Preuss (81.), 2:1 E. Meier (81.).
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