27.08.2026 21:24

Kreispokal


Kreisligisten marschieren in die nächste Runde - TSG siegt 14:0

Berkeler Derby ebenfalls deutliche Angelegenheit / Preussen setzt sich nach Rückstand in Beber durch
Ashkan Karimi FC Preussen Hameln Fussball Kreisliga
Ashkan Karimi und die Hamelner Preussen setzten sich im Nordkreis durch.

SV Germania Beber-Rohrsen – FC Preussen Hameln 1:3 (1:0).

Der FC Preussen Hameln ist nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang mit einem 3:1-Auswärtserfolg in die nächste Pokalrunde eingezogen. Der Außenseiter verlangte dem Favoriten jedoch alles ab. „Beber-Rohrsen war wie erwartet der unangenehme Gegner. Sie haben das wirklich ordentlich gemacht, eng gestanden und uns wenig Räume gelassen“, zollte Preußen-Trainer Özkan Ünsal dem Kontrahenten Respekt. Die Hausherren lauerten konsequent auf Umschaltmomente und schlugen in der 39. Minute eiskalt zu: Nach einem Ballverlust der Preussen im Mittelfeld schaltete Beber-Rohrsen blitzschnell um und Jannis Hänel schloss den Konter zur 1:0-Führung für die Nordkreisler ab. „Das fiel in einer Phase, in der wir selbst Probleme mit dem Zugriff hatten. Daher war das Gegentor nicht verwunderlich“, räumte Ünsal ein.

Deutliche Worte in der Kabine tragen Früchte
In der Halbzeitpause wurde es in der Hamelner Kabine deutlich. „Da gab es in der Kabine schon einiges zu hören, weil wir bis dahin wenig von dem umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten“, berichtete der Coach. Die Ansprache verfehlte ihre Wirkung nicht: Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste spürbar das Tempo und drückten auf den Ausgleich. In der 60. Minute belohnte Aldin Dedeic die Bemühungen, als er eine scharfe, abgefälschte Flanke im Nachsetzen per Kopf zum 1:1 über die Linie drückte. Nur neun Minuten später drehten die Preussen die Partie komplett: Yannick Wagner bediente Almunther Alahmad mit einem Traumpass, der den Ball gekonnt herunterpflückte und zum 2:1 vollendete (69.).

Den Schlusspunkt setzte erneut Dedeic, der nach einem Steckpass frei vor dem Torhüter kühlen Kopf bewahrte und zum 3:1-Endstand einschob (77.). Ünsal zog nach dem Abpfiff ein positives Fazit: „Aufgrund der zweiten Halbzeit sind wir verdient weitergekommen. Man muss Beber-Rohrsen aber Respekt zollen, sie haben das gut gemacht. Es ist nicht selbstverständlich, das Spiel hier zu drehen.“ Ein Sonderlob des Trainers verdiente sich zudem Yannick Wagner für seine starke Leistung.
Tore: 1:0 Jannis Hänel (39.), 1:1 Aldin Dedeic (60.), 1:2 Almunther Alahmad (69.), 1:3 Dedeic (77.).

TSV Groß Berkel – TSV Klein Berkel 2:6 (2:5).

Im Berkeler Pokalderby setzte sich der TSV Klein Berkel am Ende standesgemäß mit 6:2 beim TSV Groß Berkel durch. Die zwei Klassen tiefer spielenden Hausherren steckten einen frühen Rückschlag durch Dastin Gilke (7.), der nach einem Ballverlust im Spielaufbau zur 0:1-Gästeführung vollendete, zunächst gut weg. Nach einem langen Ball glich Selam Murad per abgefälschtem Schuss zum 1:1 aus (19.), ehe die Heimelf in Person von Toni Scheffer die Partie nur drei Minuten später mit einem sehenswerten 25 Meter-Freistoß sogar in ein 2:1 drehte (22.).

Platzverweise auf beiden Seiten
Klein Berkel antwortete jedoch postwendend: Nach einem Diagonalball glich der Favorit zum 2:2 aus (27.) und nutzte in der Folge die Fehler der Gastgeber eiskalt aus. Bis zur Pause schraubten die Gäste das Ergebnis nach einem Eckball sowie weiteren Treffern noch auf 5:2 in die Höhe (37., 41., 43.). „Wir haben in der ersten Halbzeit tief und gut gestanden, sodass Klein Berkel in der ersten halben Stunde nicht allzu viel eingefallen ist. Bis dahin konnten wir sie echt gut ärgern“, blickte Groß Berkels Sprecher Maik Hagemann zurück. „Mit zunehmender Dauer wurden die Beine durch die viele Verteidigungsarbeit aber schwerer. In der ersten Halbzeit haben wir leider Geschenke verteilt, dadurch war der Rückstand zur Pause so hoch.“

Nach dem Seitenwechsel flachte die Partie in den Strafräumen etwas ab, dafür rückte der Schiedsrichter in den Mittelpunkt. In der 49. Spielminute sah ein Akteur von Groß Berkel die Gelb-Rote Karte. Die Überzahl hielt jedoch nicht lange an: Nach einem Ellbogenschlag ins Gesicht eines Groß Berkelers flog auch ein Spieler von Klein Berkel mit glatt Rot vom Feld. In Zehn-gegen-Zehn setzte der Favorit den Schlusspunkt: Nach einem feinen Pass in die Schnittstelle markierte Alban Ramushi den 2:6-Endstand (65.). Hagemann zog trotz des Pokal-Aus ein positives Fazit: „Klein Berkel hat das in der zweiten Halbzeit routiniert ausgespielt. Da hat man dann auch gemerkt, dass sie das Spiel an sich gerissen haben. Aber auch wir haben in der ersten halben Stunde eine gute Leistung gezeigt. Leider haben wir Klein Berkel dann durch individuelle Fehler davonziehen lassen.“
Tore: 0:1 Dastin Gilke (7.), 1:1 Selam Murad (19.), 2:1 Toni Scheffer (22.), 2:2 Alpay Kaymak (27.), 2:3 Dastin Gilke (37.), 2:4 Kai-Olaf Beyer (41.), 2:5 Oleh Kpoylov (43.), 2:6 Alban Ramushi (65.).
Besonderes: Gelb-Rote Karte für Groß Berkel (49.), Rote Karte für Klein Berkel nach Ellbogenschlag.


SC Börry – TSG Emmerthal 0:14 (0:8).

Das Gemeindederby im Kreispokal verkam für den zwei Klassen tiefer spielenden Außenseiter SC Börry zu einem unschönen Abend: Das 2. Kreisklasse-Team unterlag dem Kreisligisten TSG Emmerthal auf eigenem Platz mit 0:14. Dabei erwischte die Heimelf zunächst einen ordentlichen Auftakt, ehe das Unheil seinen Lauf nahm. „Anfangs waren wir eigentlich gut drin und dann kassieren wir aus dem Nichts das 0:1 – der geht im Normalfall gar nicht rein“, blickte Börrys Trainer Manuel Feyer zurück.

Keine Fragen offen
Die Chance auf die postwendende Antwort blieb ungenutzt: „Wir hatten dann die super Chance zum 1:1 und dachten schon, wir sind im Spiel. Der ging aber nicht rein und postwendend fingen wir das 0:2. Danach haben wir komplett den Faden verloren – keine Zweikämpfe, keine Sprache. Wenn du als Team aus der 2. Kreisklasse so gegen einen Kreisligisten spielst, kommt genau sowas zustande. Emmerthal hatte heute sichtlich Spaß und hat das eiskalt ausgespielt.“ Bereits zur Pause schraubten die Gäste das Ergebnis auf 0:8 in die Höhe.

Auch nach dem Seitenwechsel kannten die Gäste kein Erbarmen und legten sechs weitere Treffer zum 0:14-Endstand nach. Bei der Heimelf saß der Frust nach dem Pokal-Aus tief. Feyer fand nach dem Abpfiff deutliche Worte: „Wir haben uns eigentlich ein knappes Spiel erhofft. Seit dem 12:0-Sieg gegen Coppenbrügge ist bei uns komischerweise ein Bruch drin, der sich jetzt so auswirkt. Wir können uns als Mannschaft bei unseren Zuschauern nur entschuldigen.“ Erfreulich für Emmerthal: Neuzugang Abbas Issa traf bei seinem Debüt und Can Yilmaz schnürte seinen ersten Viererpack im Herrenbereich.
Tore: 0:1 Henry Bormann, 0:2 Can Yilmaz, 0:3 Diego Montalvo, 0:4 Mathis Leuthier, 0:5 Yilmaz, 0:6 Yilmaz, 0:7 Henry Bormann, 0:8 Tim Berlitz, 0:9 Justin Schröter, 0:10 Yilmaz, 0:11 Arne Rosemann, 0:12 Kevin Vogt, 0:13 Abbas Issa, 0:14 Bormann.
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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