05.08.2026 22:00
Kreispokal
Im Pokal läuft's plötzlich: Azadi kickt Tündern raus!
Abdi: „Tündern hätte hier auf das ganze Spiel gesehen sicherlich auch gewinnen können, aber wir haben heute einfach überragend verteidigt"

David Wischnewski (li.) erzielte das 2:0 für Azadi.
SV Azadi Hameln – BW Tündern II 2:1 (1:0)
Kreisliga-Absteiger SV Azadi Hameln hat im Kreispokal für eine Überraschung gesorgt und den Kreisligisten BW Tündern II mit 2:1 aus dem Wettbewerb befördert. Nach dem verpatzten Saisonauftakt – einer deutlichen 0:5-Klatsche gegen den TSV Nettelrede II – feierte die Mannschaft damit den ersten Pflichtspielsieg der neuen Spielzeit.
Dabei zeigten die Gäste aus Tündern im ersten Durchgang die reifere Spielanlage. „Tündern hat ein wirklich gutes Spiel gemacht und vor allem in der ersten Halbzeit einen gepflegten Ball gespielt“, zollte Azadi-Sprecher Rassan Abdi dem Gegner Respekt. Die Hausherren hielten jedoch mit viel Leidenschaft dagegen, standen in der Defensive kompakt und ließen im eigenen Sechzehner kaum etwas zu. In einer bis dahin ausgeglichenen Partie schlug der SV Azadi in der 21. Minute eiskalt zu: Jonathan Czwikla nahm das Leder gekonnt an, bewahrte die Übersicht und steckte perfekt auf Justin Wolny durch, der vor dem Gehäuse die Nerven behielt und zur 1:0-Führung einschob. In der Folge riss Tündern das Geschehen mehr und mehr an sich, fand aber vor dem Pausenpfiff kaum Lücken im Hamelner Abwehrbollwerk.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Tündern drängte auf den Ausgleich, doch Azadi warf in den Zweikämpfen alles rein und erarbeitete sich über schnelle Umschaltmomente immer wieder Entlastung. Einen dieser Konter nutzten die Platzherren in der 77. Minute zur Vorentscheidung: David Wischnewski überlief seinen Gegenspieler, behielt frei vor dem Keeper die Ruhe und vollendete zum vielumjubelten 2:0.
In einer umkämpften Schlussphase warf Tündern noch einmal alles nach vorne. Mehr als der 1:2-Anschlusstreffer durch Grischa Kowalski in der Nachspielzeit (90.+2) sprang für die „Schwalben“ jedoch nicht mehr heraus, sodass Azadi den knappen Vorsprung mit Mann und Maus über die Zeit rettete.
„Tündern hätte hier auf das ganze Spiel gesehen sicherlich auch gewinnen können, aber wir haben heute einfach überragend verteidigt. Jeder Einzelne hat sich in alles reingeworfen. Am Ende ist es aufgrund dieser überragenden kämpferischen Teamleistung ein nicht unverdientes Weiterkommen“, bilanzierte ein glücklicher Abdi nach dem Pokalerfolg, der von Schiedsrichter Roman Steinbarth und seinem Gespann umsichtig geleitet wurde.
Tore: 1:0 Justin Wolny (21.), 2:0 David Wischnewski (77.), 2:1 Grischa Kowalski (90.+2).
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