Am kommenden Pfingstsonntag blickt der heimische Fußballkreis gespannt nach Salzhemmendorf: Auf der Anlage von Blau-Weiß Salzhemmendorf wird das diesjährige Endspiel um den Kreispokal ausgetragen. Der neutrale Gastgeber fährt für dieses Event groß auf. Wie BW-Spartenleiter Nico Granzow im Vorfeld mitteilt, ist für den passenden Rahmen bestens gesorgt: Neben einem optimal vorbereiteten A-Rasen wartet auf die Zuschauer eine After-Show-Party mit Musik und einem Bierwagen. Der Verkaufsdienst für Speis und Trank ist bis um 2 Uhr nachts gesichert.
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steht der amtierende Titelverteidiger im großen Finale. Im vergangenen Jahr sicherten sich die „Grönjer“ in einem dramatischen „Finale daheim“ durch einen 4:3-Erfolg gegen den MTSV Aerzen den begehrten Pokal. Der Weg in dieses Endspiel führte für Nettelrede ausgerechnet über den Finalgastgeber Salzhemmendorf: Im Halbfinale schlug der TSV den Kreisliga-Tabellenführer durchaus überraschend mit 2:1. Während das junge wie talentierte Team in der Kreisliga-Tabelle ins Mittelfeld abgerutscht ist, hat der neue Trainer Daniel Burk spätestens mit dem Halbfinalsieg bewiesen, dass er die Mannschaft pünktlich zum Showdown auf den Punkt einstellen kann.
zog unterdessen durch einen glücklichen 2:1-Erfolg gegen den SSV Königsförde ins Finale ein. Die Rot-Weißen blicken auf eine sehr lange Durststrecke zurück, spielen dafür aber in der laufenden Kreisliga-Saison eine hervorragende Rolle und buhlen auf Platz 2 intensiv um die Meisterschaft bzw. die Aufstiegsrelegation. Nach jahrelanger, nachhaltiger Jugendarbeit verfügt der Turnerbund über einen Kader, nach dessen Akteuren sich die Vereine in der Region – auch höherklassig – die Finger lecken.
„Ganz Nettelrede ist wieder im Pokalmodus“
„Der Schalter ist an, ganz Nettelrede ist wieder im Pokalmodus. Man spürt es in der Kabine und im Training – auf dieses Spiel hat die Mannschaft die ganze Saison gewartet. Trotz aller Vorfreude sind wir dennoch hochkonzentriert und gewarnt. Wir müssen alle gemeinsam ans absolute Maximum, um einem richtig guten Gegner ein richtig heißes Duell zu liefern. Die positive Finalerfahrung aus letztem Jahr kann und wird uns dabei helfen!“
„Nach mehr als 30 Jahren“
„Seit 1994 steht der Turnerbund endlich einmal wieder im Kreispokalfinale! Was zuletzt der 'Goldenen Generation' der Schrader-Brüder und deren Gesellen gelungen ist, haben nun nach mehr als 30 Jahren die jungen Wilden von der Hamel bewerkstelligt.
Anfang des Jahres hatten sich Team und Trainer zusammengesetzt und ihre Ziele für die Rückrunde abgesteckt. Heraus kamen bis heute 10 Siege und 1 Unentschieden und 41:5 Tore aus 11 Pflichtspielen! Natürlich erfüllt uns diese Bilanz mit Stolz. Stolz über die Ergebnisse, aber auch Genugtuung dafür, dass diese überwiegend mit Eigengewächsen und freiwillig Hinzugekommenen erzielt werden konnten. Ohne jegliche Geldzuwendungen, fragwürdige 'Konzepte' oder falsche Versprechungen. Aber außer Respekt bei den Gegnern haben wir ehrlicherweise Stand heute trotz der Mega-Serie in 2026 noch nichts Zählbares gewonnen.
Am Sonntag treffen wir nun auf einen Gegner, der uns alles abverlangen wird. Am zurückliegenden Sonntag unter Ligabedingungen hat Pokalverteidiger Grönje einige wichtige Akteure geschont. Im Finale werden sie uns mit Sicherheit das Leben schwer machen mit allem, was sie haben.
Personell sind wir voraussichtlich ganz gut bestückt. Unter der Woche gab es allerdings noch Fragezeichen hinter unseren beiden Defensivstützen Jan Ole Kix und Silas Bödecker. Definitiv verzichten müssen wir leider auf Christian Ernst, der im Urlaub weilt. Die Lücke unseres engagierten Chefcoaches versuchen an der Seite von 'Bürgermeister' Tim Bödecker und ich zu schließen. Zudem fehlen Levi Witkop und Till Jürgens, die ihren Pfingsturlaub nicht verschieben konnten.
Wie schon in den letzten Wochen wird es nach Verkündung der Startaufstellung bei uns leider einige lange Gesichter geben müssen. Hier müssen unsere Jungs Stärke und Charakter zeigen. Da wir glücklicherweise in dieser außergewöhnlichen Mannschaft aber fast nur über Charakterspieler verfügen, kriegen wir auch das gemeinsam irgendwie hin.
Am Rande: Natürlich hoffen wir am Sonntag wieder auf zahlreiche Unterstützung aus 'Hille', um der starken Fankolonie des TSV Paroli bieten zu können. Wir hoffen dabei, dass nicht allzuviele Rot-Weiße im Pfingsturlaub weilen werden.
Ein Appell für die Zukunft: Vielleicht gelingt es ja künftig dem Kreisfußballverband, das Finale kategorisch ins Weserberglandstadion zu verlegen. Dann wäre der Event-Charakter und Kultstatus des Kreispokalfinales sicherlich perfekt.“
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