13.05.2026 13:40

Kreispokal - Halbfinale


Mit Fotostrecke | Dank Elfer-Held Sustrate: Nettelredes Titelverteidigungs-Traum lebt!

Drama in der Schlussminute / Barthel & Imhoff drehen Partie innerhalb von sechs Minuten
TSV Nettelrede Kreispokal Halbfinale Jubel
Beim TSV Nettelrede war die Freude nach dem Abpfiff riesig.

BW Salzhemmendorf – TSV Nettelrede 1:2 (1:0).

Der Traum von der Titelverteidigung lebt weiter! In einem gegen Ende dramatischen Kreispokal-Halbfinale setzte sich der TSV Nettelrede mit 2:1 gegen den amtierenden Kreisliga-Spitzenreiter BW Salzhemmendorf durch. Vor über 300 Zuschauern auf dem Rasenplatz des SV Eintracht Afferde drehten die „Grönjer“ einen Pausenrückstand und sicherten sich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und einen gehaltenen Elfmeter in der Schlussminute das Ticket für das Finale.

Salzhemmendorf dominiert den ersten Durchgang
In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer eine zunächst chancenarme Begegnung, in der Salzhemmendorf jedoch spielerisch den Ton angab. Mit deutlich mehr Ballbesitz drückten die Blau-Weißen der Partie ihren Stempel auf, während Nettelrede sich primär auf das Kontern verlegte. „Grundsätzlich sind wir in der ersten Halbzeit gut reingekommen, gerade die erste halbe Stunde war total spielbestimmend“, resümierte Salzhemmendorfs Trainer Chris Wintel die Anfangsphase.  TSV-Trainer Daniel Burk musste zunächst viel reagieren: „Ich musste am Anfang noch viel korrigieren, weil es für die Mannschaft ungewohnt war, so dem Gegner das Spiel zu überlassen“, erklärte er in Bezug auf die taktische Ausrichtung gegen den Kreisliga-Spitzenreiter.
Bereits nach vier Minuten musste Nettelrede-Keeper René Sustrate einen Abschluss von Timo Renziehausen zur Ecke lenken. Nettelrede kam in Halbzeit eins nur selten gefährlich vor das gegnerische Gehäuse, etwa durch einen Kopfball von Finn Langenstein. Die Führung für die „Solter“ fiel in der 35. Minute: Nach einer Hereingabe von Renziehausen stand Eric Kunze goldrichtig und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Laut Wintel war dieser Vorsprung zu diesem Zeitpunkt „völlig verdient“.

Nettelredes Kraftakt nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Die Intensität nahm spürbar zu und Nettelrede fand über den Kampf besser ins Spiel. Zwar musste TSV-Keeper Sustrate bei einem Freistoßversuch von Tim Geffert seine Pranken ausfahren, doch der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten: Luca Barthel traf in der 54. Minute mit einem Schuss aus 22 Metern zum 1:1.

Nur sechs Minuten später war das Spiel komplett gedreht. Eine Flanke von Langenstein fand Jonah Hirtz, dessen Kopfballvorlage Mirco Imhoff zum 2:1 verwertete (60.). „In der zweiten Halbzeit hatten wir heute einfach mehr Willen als Salzhemmendorf und das hat das Spiel am Ende entschieden“, argumentierte Burk. Kurios wurde es nur wenige Minuten nach dem Führungstreffer der „Grönjer“: im Nettelreder Strafraum ging ein Salzhemmendorfer zu Boden. Schiedsrichter Jan Hendrik Dreyer entschied zunächst auf Elfmeter, revidierte seine Entscheidung allerdings nach Kommunikation mit seinem Assistenten.

Dramatik pur in der Schlussminute
Die Schlussphase entwickelte sich dann zu einem regelrechten Krimi. Salzhemmendorf rannte an, schaffte es aber nur selten, sich durch die Defensive des TSV zu kombinieren, während Nettelrede Konterchancen zur Vorentscheidung ungenutzt ließ. In der 90. Minute dann der Höhepunkt: Nach einem Zusammenprall im Strafraum zwischen Salzhemmendorfs Tim Geffert und Nettelrede-Keeper René Sustrate entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Salzhemmendorf. Malte Fitzner trat an, doch Sustrate parierte den Schuss unter dem lautstarken Jubel der Nettelreder Anhänger. Quasi mit dem Schlusspfiff fiel dann doch noch beinahe der Ausgleichstreffer. Nach einer Salzhemmendorfer Ecke kam ein Akteur der Ostkreisler aus kurzer Distanz und im Fallen an die Kugel, beförderte sich allerdings in den Afferder Nachthimmel. Somit blieb´s beim knappen Vorsprung der „Grönjer“.

Für Chris Wintel war das Ende kaum in Worte zu fassen: „An Drama ist es nicht zu überbieten, wenn man den verschossenen Elfmeter in der 90. Minute sieht und dann auch noch die große Chance nach der Ecke kurz vor Schluss.“ Er fügte hinzu, dass die zwei schnellen Gegentore der Mannschaft „das Genick gebrochen“ hätten. Daniel Burk hingegen zeigte sich stolz auf sein Kollektiv: „Jemanden einzeln herauszuheben wäre aufgrund der Leistung von allen unheimlich unfair. Ich bin sehr froh, dass die Jungs das als geschlossenes Team so stark gemacht haben.“ Auf wen der TSV dann am 24. Mai in Salzhemmendorf trifft, entscheidet sich am Mittwochabend zwischen dem SSV Königsförde und dem TB Hilligsfeld.
BW Salzhemmendorf: Meyer, Zahl, Hasse, Kunze, Fitzner, Renziehausen, Kraja, Szepst, Geffert, Nagel, Werra – Kallenbach, Kaiser, Friedemann, Schwetje, Holte, Schrader, El Yazidi, Liemant.
TSV Nettelrede: Sustrate, Kohl, Ketterer, Julien Hirtz, Imhoff, Barthel, Jonah Hirtz, Grabarits, Langenstein, Aunitz, Hachfeld – Porcarelli, Rak, Böckmann, Pischel, Kreutzer, Kleyboldt, Haußer, Ketelhake, Siekmann, Vogt..
Schiedsrichter: Jan Hendrik Dreyer, Max Völksen, Vincenzo Caliendo.
Zuschauer: rund 350.
Tore: 1:0 Eric Kunze (35.), 1:1 Luca Barthel (54.), 1:2 Mirco Imhoff (60.).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
Telefon: 05155-2819 320 / 0176-8220 6485
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