20.08.2025 23:02
Kreispokal - 2. Runde
Erstes Pflichtspiel der Geschichte - Gebeuteltes Azadi geht gegen Aerzen unter
Der zweite Pokal-Abend der Woche im Überblick

Arlind Avdiu traf dreimal gegen Azadi Hameln.
Von Niko Zielonka
TSV Brünnighausen – TuSpo Bad Münder 2:6 (0:4).
Für den TSV Brünnighausen gab es gegen den unterklassigen TuSpo Bad Münder nichts zu holen. Die Gäste dominierten die Partie von Anfang an und führten bereits zur Pause mit 4:0. Brünnighausen-Sprecher Robert Kügler ordnete das Spiel wie folgt ein: „Im Prinzip geht das Ergebnis so in Ordnung. Bad Münder war wirklich sehr stark und hat sich immer wieder gut durchs Mittelfeld kombiniert. Nur hinten waren sie teilweise etwas anfällig. Für uns war es heute das erste Spiel. Wir hatten keine Testspiele, und unser Ligaspiel ist ausgefallen. Deshalb haben wir das heute als Testspiel gesehen.“
Fünf Minuten nach Wiederanpfiff gab es dann einen Strafstoß für die Hausherren, den Dennis Johanning jedoch nicht im Tor unterbringen konnte. Vier Minuten später zeigte Leonid Aliu, wie es geht, und verwandelte einen Strafstoß zum 5:0. „Auch wenn Bad Münder mehr Tore geschossen hat, hatten wir heute das schönste“, resümierte Kügler. Nach einem Freistoßpfiff durch Schiedsrichter Rene Mügge nutzte Fabian Mehrtens eine Unaufmerksamkeit des Torhüters und lupfte den Ball über die Mauer ins Tor. „Am Ende geht das Ergebnis, wie gesagt, in Ordnung. Bad Münder war besser, und wir haben es selten hinbekommen, ihre Defensivfehler auszunutzen. Ein Sonderlob möchte ich an Maximilian Reis richten“, schloss Kügler seinen Bericht.
Tore: 0:1 Hakan Atangüc (15.), 0:2 Marcel Pannewitz (17.), 0:3 Pannewitz (30.), 0:4 Philip Dunkley (44.), 0:5 Leonid Aliu (56., Strafstoß), 1:5 Fabian Mehrtens (60.), 2:5 Marvin Siebert (65.), 2:6 Dunkley (79.).
SV Lachem-Haverbeck – VfB Hemeringen 0:2 (0:2).
Im Spiel zwischen Lachem-Haverbeck und dem VfB Hemeringen war der große Klassenunterschied keinesfalls zu spüren. Laut Lachem-Sprecher Egcon Popoci war das Spiel sehr ausgeglichen, und Lachem hätte mit etwas mehr Glück sogar gewinnen können: „Das war heute ein absolutes Spiel auf Augenhöhe. Wir waren keinesfalls das schwächere Team. Wir hatten nicht nur mehr, sondern auch die besseren Möglichkeiten. Es sollte einfach nicht sein heute. Wir hätten heute, glaube ich, auch 100 Minuten spielen können, und es wäre keiner reingegangen.“
Lachem fing direkt gut an und spielte sich immer wieder beste Möglichkeiten heraus. Mal scheiterte man am Pfosten, und mal war der herausragende Bastian Kuska zur Stelle. Und so schoss Hemeringen das erste Tor der Partie. Baris Demirkaya brachte die Gäste in der 16. Minute in Führung, und Fabian Keil erhöhte wenig später auf 2:0. Sogar einen Elfmeter gab es für die Heimmannschaft, nachdem Popoci selbst im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Dieser wurde allerdings ebenfalls vergeben. „In der zweiten Hälfte hat Hemeringen sich etwas zurückgezogen. Wir konnten das Spiel so bestimmen und spielten uns weiterhin hochkarätige Möglichkeiten heraus. Es sollte heute einfach nicht sein“, resümierte Popoci.
Am Ende steht ein 0:2 im ersten Pflichtspiel der Saison. Trotzdem sieht Popoci die positive Seite: „Ich sehe das positiv. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und fokussieren uns jetzt voll auf die Liga. Trotzdem natürlich einen großen Glückwunsch an Hemeringen, die das klasse gemacht haben und in meinen Augen Aufstiegsfavorit Nummer 1 sind.“
Am Ende hatte Popoci noch viel Lob übrig: „Zum Einen muss ich die Leistung von Schiedsrichter Thomas Hanus hervorheben. Er hat das wirklich sehr gut gemacht. Zum Anderen hat Mesut Aydin auf links eine beeindruckende Partie hingelegt. Und zu guter Letzt hat Mirko Majcan mit seinen 56 Jahren eine unglaubliche Leistung abgerufen.“
Tore: 0:1 Baris Demirkaya (16.), 0:2 Fabian Keil (31.).
FC Kosova Hameln – TSV Klein Berkel/Wangelist 0:2 (0:1).
Für den neugegründeten FC Kosova Hameln ging es direkt im ersten Pflichtspiel gegen eine zwei Klassen höher spielende Mannschaft. Trotzdem verkaufte sich Leotrim Berishas Mannschaft keinesfalls unter Wert: „Bei schönem Fußballwetter haben wir hier heute ein wirklich schönes Spiel gesehen, bei dem für uns durchaus etwas mehr drin gewesen wäre. Wir haben gut angefangen und dann leider vor der Pause noch das 0:1 kassiert. Ansonsten hat man den Klassenunterschied heute nicht gemerkt.“
Das 0:1 fiel sehenswert per Freistoß aus circa 20 Metern. Mirko Pierske versenkte das Leder im Netz. Nach der Pause ging das Spiel ähnlich weiter. Kosova musste weiter aufmachen, und Klein Berkel nutzte dies clever aus. In der 74. Minute war dann Matthias Günzel nach einem gehaltenen Schuss per Abstauber zur Stelle. „Zuvor lag aus meiner Sicht eine Abseitssituation vor. Diese erkannte der Schiedsrichter allerdings leider nicht. Zudem wurde uns in der ersten Halbzeit ein Tor aberkannt wegen Abseits. Ich möchte dem Schiedsrichter hier gar keinen Vorwurf machen – das ist sehr schwierig zu sehen, wenn man allein entscheidet. Trotzdem bin ich insgesamt zufrieden mit meiner Mannschaft. Ich freue mich sehr, dass alles geklappt hat mit der Vereinsgründung. Zudem möchten wir Klein Berkel erneut unser herzliches Beileid aussprechen“, erklärte Berisha, der seine Elf heute mit Trauerbinden auf das Spielfeld schickte.
Tore: 0:1 Mirko Pierske (40.), 0:2 Matthias Günzel (74.).
SV Azadi Hameln – MTSV Aerzen 1:6 (0:4).
Der SV Azadi Hameln musste sich im Heimspiel dem Favoriten MTSV Aerzen deutlich mit 1:6 geschlagen geben. Bereits zur Pause war die Partie entschieden. „Wir wussten, dass Aerzen als Favorit kommt und wir kurzfristige Ausfälle haben. Wir haben das aufgeboten, was da war – mehr ging nicht“, erklärte Azadi-Sprecher Yalcin Uzun nach der Begegnung. Von Beginn an dominierte der MTSV das Geschehen: „Aerzen hat eine richtig starke erste Halbzeit gespielt, gut den Ball laufen lassen und konsequent zu Ende gespielt. Die Abschlüsse waren überragend, alle Tore schön herausgespielt. Beim 0:1 war es ein abgefälschter Weitschuss, und wir konnten überhaupt keinen Stich setzen.“ Während die Gäste ihre Chancen eiskalt nutzten, zeigte sich Azadi vor allem in der Körpersprache und der nötigen Laufbereitschaft zu passiv. „Die erste Halbzeit war bodenlos von uns. Aerzen hat das clever gemacht, wir sind dann mit 0:4 in die Kabine“, so Uzun.
Mit Wiederanpfiff zeigte Azadi ein anderes Gesicht. „Für uns hat es wieder bei 0:0 angefangen. Wir haben eine andere Mentalität an den Tag gelegt, Druck gemacht und Fußball gespielt“, beschrieb Uzun. Der Lohn war ein verwandelter Elfmeter zum 1:4. Doch nur wenig später gab es die Schlüsselszene: Nach einer Ecke zum 1:5 wurde der Azadi-Torwart geschubst. „Alle sagen, es war ein klares Foul. Danach war die Luft raus. In der Phase, wo wir eigentlich gut mitgemacht haben, hat uns das komplett den Stecker gezogen.“
Im Anschluss plätscherte die Partie dahin, Aerzen erhöhte noch auf 1:6 und spielte die Begegnung souverän herunter. „Am Ende bin ich ein bisschen sprachlos, die Art und Weise war nicht gut. Aerzen hatte fast ihren besten Kader, bei uns haben viele gefehlt, und unsere Einstellung hat nicht gepasst“, resümierte Uzun. Trotz der deutlichen Niederlage bleibt der Blick nach vorn: „Wir müssen das abhaken und im nächsten Spiel eine andere Körpersprache zeigen.“
Tore: 0:1 Patrick Hoppe (14.), 0:2 Arlind Avdiu (18.), 0:3 Avdiu (24.), 0:4 Hoppe (40.), 1:4 Afrim Sejdijaj (53., Strafstoß), 1:5 Timo Guckel (55.), 1:6 Avdiu (61.).
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