04.08.2022 14:22

Kreispokal - Gruppenphase A-D - Spieltag 2


Verkehrte Welt in Löwensen: Spitzenreiter empfängt Schlusslicht Emmerthal

Alle Vorberichte zu den Gruppen A bis D - die Gruppen E bis H folgen am Freitag

Die TSG-Trainer Daniel Wohlleben (li.) und Dr. Ben Schwerdtfeger (Mitte) stehen mit ihrer Mannschaft in Löwensen unter Zugzwang.

Vorverlegt: Gruppe G

SG Hastenbeck/Emmerthal - SV Azadi Hameln (Donnerstag, 19 Uhr).

Während die SGHE ihren Auftakt bei der SG Hameln 74 mit 0:2 verlor, führt Azadi Hameln dank des 3:1-Erfolgs gegen Großenwieden aktuell die Tabelle an. „Wir wollen an diesen Sieg anknüpfen. Die Gruppenphase hat für mich Testspielcharakter und wir nutzen diese Spiele, um einiges auszuprobieren und Spielern die Chance zu geben, sich zu zeigen. Durch die vielen Urlauber, Verletzungen und Neuzugänge müssen wir uns noch finden. Deshalb rotieren wir aktuell viel, um für den Punktspielstart die optimale Startelf zu finden. Für uns kompensiert die Gruppenphase die zu kurze Vorbereitungszeit, da wir aufgrund des späten Kreispokalsiegs nur eine sehr kurze Vorbereitungsphase hatten. Gegen die SGHE wünsche ich mir einen Sieg, jedoch wissen wir, dass weder der Gegner noch die Hitze zu unterschätzen sind.“

Gruppe A

TuS SW Löwensen – TSG Emmerthal (Freitag, 19 Uhr).

Die Tabelle der Gruppe A steht Kopf: Löwensen (3. Kreisklasse) ist nach dem 5:2 gegen Reher Spitzenreiter, während Emmerthal (Kreisliga) nach dem 0:3 gegen Thal/Holzhausen Gruppenletzter ist. Am Freitagabend kommt es nun zum direkten Duell. „Es wäre natürlich geil, wenn uns noch eine Überraschung gelingt. Das wird jedoch sehr schwierig, immerhin hat Emmerthal in der letzten Saison in der Kreisliga oben mitgespielt. Gegen Reher haben Motivation und Kampfgeist gestimmt, das hat mich positiv überrascht. Wenn wir an diese Leistung anknüpfen, ist mit ein bisschen Glück vielleicht was möglich“, erklärt TuS-Trainer Mahmoud Barakat. Die TSG ist hingegen auf Wiedergutmachung aus, muss aber weiterhin auf einige Akteure verzichten. „Wir haben die Pistole auf der Brust. Wir wollten im Pokal nach dem frühen Ausscheiden in der letzten Saison mal wieder weit kommen, das wird nach dem 0:3 gegen Thal natürlich schwieriger. Gegen Löwensen sind wir in der Pflicht und wollen drei Punkte holen. Wir sind nach dem Löwenser Sieg gegen Reher aber gewarnt“, unterstreicht TSG-Trainer Daniel Wohlleben,

TSV Germania Reher – SG Thal/Holzhausen (Samstag, 15 Uhr).

Bei Reher bleibt die personelle Lage nach dem 2:5 in Löwensen angespannt. „Die aktuelle Situation ist nicht einfach. Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir gegen Thal gewinnen. Theoretisch haben wir dank aushelfenden A-Jugendlichen eine gute Truppe beisammen. Weh tut uns jedoch der Bänderriss von André Zerr, für ihn ist die Hinrunde wohl beendet. Thal ist als Kreisliga-Absteiger mit allen Wassern gewaschen. Ich sehe sie gut gerüstet.“ Die neugegründete Spielgemeinschaft muss ebenfalls auf einige Akteure verzichten: Kevin Söllas Einsatz ist aufgrund einer Verletzung fraglich, darüber hinaus befinden sich Pierre Colberg, Dipesh Kc und Stefan Schürmann im Urlaub. „Zwar treffen wir auf einen künftigen Ligakonkurrenten, aber aufgrund der personellen Engpässe bei den meisten Mannschaften ist keine Standortbestimmung möglich. Wir werden noch den einen oder anderen aus der Zweiten nachnominieren. Hoffentlich nutzen die Jungs ihre Chance, sich für die erste Mannschaft zu empfehlen.“

Gruppe B

TSV Lüntorf – TSV Grohnde (Sonntag, 15 Uhr).

In Lüntorf kommt es zum vermeintlich gegensätzlichen Nachbarschaftsduell – beide Mannschaften trennen drei Spielklassen. „Trotzdem werden wir das Spiel nicht kampflos herschenken. Grohnde ist als Kreisligist natürlich sehr stark und hat dies bereits mit dem Sieg beim Gemeindepokal unterstrichen. Es wird kein einfaches Spiel, aber wir freuen uns drauf“, weiß Lüntorfs Trainer Olaf Kühl um die Rollenverteilung. Sein Gegenüber Christopher Thomas muss auf viele Urlauber verzichten, will der Favoritenrolle aber gerecht werden. „In Lüntorf zu spielen ist unangenehm, das wissen wir aus der Vergangenheit. Wir müssen die nötige Geduld haben. Ich gehe davon aus, dass Lüntorf tief stehen wird, da dürfen wir nicht in Aktionismus verfallen. Wenn wir Gegner und Ball ins Laufen bekommen, bin ich guter Dinge.“

SG Hajen/Latferde – TSV Groß Berkel (Sonntag, 15 Uhr).

Die SG Hajen/Latferde bekommt es parallel mit dem 1. Kreisklasse-Aufsteiger aus Groß Berkel zu tun. „Dass wir als Kreisligist auf dem Papier Favorit sind, ist klar. Dieser Rolle wollen wir gerecht werden. Momentan wird unsere personelle Lage leider von Urlauben und Verletzungen geprägt. Trotzdem müssen wir den Anspruch haben, das Spiel trotzdem für uns entscheiden. Wir wollen in die nächste Runde einziehen“, unterstreicht Hajens Übungsleiter Werner Brennecke. Die Groß Berkeler bewiesen mit dem 6:1 gegen Lüntorf bereits eine gute Form – ob es auch für den Vizemeister der Kreisliga reicht, bleibt hingegen abzuwarten. „Hajen/Latferde ist der klare Favorit und gerade der kleine Platz in Hajen ist noch ein weiterer Faktor. Wir wollen es ihnen aber so schwierig wie möglich machen, ein bisschen kicken können wir ja auch. Ein Punktgewinn wäre bereits als Erfolg zu werten. Zudem freue ich mich auf viele bekannte Gesichte aus meinen vier Jahren beim FC Latferde“, so TSV-Trainer Thomas Pernath.

Gruppe C

TSV Eintracht Nienstedt – SG Eimbeckhausen/Hamelspringe (Freitag, 19 Uhr).

In Nienstedt kommt es am Freitagabend zu einem Lokalderby, das es seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hat. „Dass wir mal gegen Eimbeckhausen gespielt haben, ist bestimmt schon knapp 15 Jahre her. Wir sind als drei Klassen tiefer spielende Mannschaft natürlich der Außenseiter, aber das sehen wir als Vorteil. Wir können ohne Druck spielen. Wenn wir einen guten und die SG einen schlechten Tag erwischt, ist vielleicht was möglich. Bei der 2:3-Niederlage gegen Beber-Rohrsen haben wir bereits eine gute Leistung gezeigt. Darauf wollen wir aufbauen“, verdeutlicht Nienstedts Trainer Torsten Reimann.

TSV Nettelrede – SV Germania Beber-Rohrsen (Samstag, 16 Uhr).

Der TSV Nettelrede bezwang am Mittwoch die SG Eimbeckhausen im Lokalduell mit 2:1. Am Samstag wollen dir „Grönjer“ um Spielertrainer Dominik Trotz nachlegen. „Auf dem Papier sind die Vorzeichen klar. Wir spielen zwei Ligen höher und wollen dem gerecht werden. Wichtig ist, dass wir das positive Gefühl aus der Vorbereitung jetzt aufrecht erhalten und uns noch mehr Selbstvertrauen erarbeiten. In den drei Jahren Bezirksliga haben die Jungs nicht viele Erfolgserlebnisse erfahren dürfen. Die Freue am Fußball und den Spaß am Siegen holen wir uns aktuell zurück. Deshalb wollen wir auch gegen Beber drei Punkte holen – trotz eines von Urlaub und Verletzungen dezimierten Kaders“, betont Trotz. Die Beber-Rohrser sind aktueller Spitzenreiter der Gruppe C - jedoch stehen die beiden Spiele gegen die Kreisligisten noch aus. „Natürlich wäre es schön, wenn wir die Position halten. Das wird angesichts der anstehenden Spiele aber schwierig. Diese Lokalderbys haben natürlich immer einen besonderen Charakter, da legt jeder noch eine Schippe drauf. Nettelrede können wir aufgrund der vielen Veränderungen im Kader kaum einschätzen. Fest steht aber, dass sie auf jeden Fall sehr stark sein werden", erklärt Beber-Sprecher Lennerd Kühn.

Gruppe D

TSV Brünnighausen – MTV Lauenstein (Sonntag, 15 Uhr).

In Brünnighausen gastiert am Sonntag der zwei Klassen höher spielende Kreisligist aus Lauenstein. MTV-Trainer Stefan Gluba hat dementsprechend klare Vorstellungen: „Wir fahren nach Brünnighausen, um zu gewinnen. Wenn wir weiter kommen wollen, müssen wir als Kreisligist gegen Brünnighausen und TuSpo Bad Münder gewinnen. Dazu dürfen wir aber keinen dieser Gegner auf die leichte Schulter nehmen. Sonst kann es am Ende noch unangenehme Überraschungen geben.“

WTW Wallensen – TuSpo Bad Münder (Sonntag, 15 Uhr).

Die Wallenser freuen sich hingegen auf ihr erstes Heimspiel der neuen Saison. Gegner ist die TuSpo Bad Münder – auch hier trennen beide Kontrahenten zwei Spielklassen. „Wir wollen unserer Favoritenrolle gerecht werden. Zwar sind auch wir mitten in der Urlaubszeit, aber unser erstes Heimspiel wollen wir unbedingt gewinnen und in die nächste Runde einziehen“, erklärt WTW-Spartenleiter Dominik Heintz.
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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