09.06.2019 19:18

Kreispokal - Finale


„Heute ist Abriss“ - Bisperode holt Kreispokal – Revanche für 2013!

Pokal wird zum dritten Mal in Folge im Elfmeterschießen entscheiden / Bartels hält, Balk trifft
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    TSV Bisperode Kreispokalsieger 2019
    Der TSV Bisperode ist Kreispokalsieger 2019.

    TSG Emmerthal – TSV Bisperode 4:5 nach Elfmeterschießen (1:1/0:0).

    Der Kreispokal ist im Jahr 2019 von blauen und gelben Farben umhüllt – Bisperode ist Pokalsieger 2019! Mittlerweile hat es Tradition, dass der Pokal durch das ungeliebte Elfmeterschießen entschieden wird. 2017 siegte Preussen Hameln nach „Shooutout" gegen Afferde, 2018 Hajen gegen Hemeringen und jetzt Bisperode. In einem echten „Thriller" setzte sich das Team von Spielertrainer Rik Balk in diesem Jahr durch. Und es war Balk höchstpersönlich, der den Matchball versenkte und den TSV in Ekstase schoss. Anschließend kannte der Jubel keine Grenzen mehr, Abas Jaber, Robin Bartels & Co. feierten ausgelassen mit ihren Fans. Zuvor ließ Torhüter Bartels das Wettschießen zugunsten der Bisperoder kippen. Nachdem Emmerthals Gökhan Akdogan seinen Schuss rechts neben den Winkel setzte und TSG-Schlussmann Niels Conrad den Schuss von Manuel Ungermann parierte, war es Klasse-Keeper Bartels, der den Schuss von Florian Beims – im 2013 im Finale gegen Bisperode noch der Held im Elfmeterschießen – parierte. Beims visierte die Mitte an, Bartels blieb lange stehen. „Ich wollte eigentlich nach rechts springen, habe dann gesehen, dass er in die Mitte schießt und den Ball irgendwie noch mit dem Fuß gehalten“, kommentierte Bartels die Szene und kündigte an: „Heute ist Abriss.“

    TSG ohne Garbsch-Brüder & Vorrat – Krikunenko verletzt sich schwer

    Packender Zweikampf zwischen Bisperodes Ismael Demir und Emmerthals Florian Beim
    Packender Zweikampf zwischen Bisperodes Ismael Demir und Emmerthals Florian Beims.
    Kein Wunder: In den vorherigen 90 Minuten wartete auf seine Vorderleute ein kräftezehrendes, hart umkämpftes und emotional geführtes Duell. Bereits in der 5. Minute hatte Tony Deck die Führung auf dem Fuß, jedoch trudelte sein Lupfer nur Zentimeter am langen Eck vorbei. Anschließend verletzte sich Bisperodes Leitwolf Daniel Krikunenko schwer – doch das tat der Überlegenheit des TSV kein Abbruch. Die Blau-Gelben bestimmten das Geschehen und drängten auf das Tor der TSG, die ersatzgeschwächt in die Partie gehen musste. Yannick und Luca Garbsch fielen wegen einer Goldenen Hochzeit aus, Andrej Vorrat musste aufgrund einer Leistenverletzung passen.

    Bindseil & Conrad verhindern Rückstand in Durchgang eins

    Jubeltraube TSV Bisperode nach Pokalsieg
    TSV-Spielertrainer Rik Balk in der Jubeltraube nach dem entscheidenden Elfmeter.
    In der 25. Minute klärte Emmerthals Hannes Bindseil kurz vor der Linie, eine Minute später jubelte Bisperode bereits, als Benedict Dreier einen Freistoß ins lange Eck drosch. Allerdings entschied Schiedsrichter Luis Zimmermann auf Abseits, da Ismail Demir dem chancenlosen Keeper Conrad die Sicht versperrte. Kurz vor dem Pausenpfiff kam Jan Utenwiehe aus relativ spitzem Winkel frei zum Schuss, seine stramme Direktabnahme wurde jedoch stark von Conrad entschärft. Nach der Pause kamen die Bisperoder entschlossener aus der Kabine.

    1:0 durch Schonschek und Rote Karte für Emmerthal

    Emmerthal bejubelt den Ausgleich durch Tony Deck
    Emmerthal bejubelt den Ausgleich durch Tony Deck.
    In der 48. Minute dribbelte sich Daniel Ivicic in den Strafraum, sodass Jan Schonschek aus fünf Metern zum Schuss kam – diesmal war Conrad chancenlos, Bisperode führte 1:0. In der 57. Minute kam es noch dicker  für Emmerthal, als Jean-Pierre Albe ein Frustfoul unterlief. Schiedsrichter Zimmermann zog die Rote Karte, die Grün-Weißen mussten über eine halbe Stunde in Unterzahl agieren. Zwar sah Bisperode in dieser Phase wie der sichere Sieger aus, doch Emmerthal stemmte sich mit zehn Mann gegen die drohende Niederlage. „Wir haben in Überzahl das Fußballspielen eingestellt“, meinte Teammanager Thilo Becker.

    Emmerthal ist Unterzahl nicht anzumerken

    Bisperodes Keeper Robin Bartels mit dem Pokal
    Bisperodes Keeper Robin Bartels mit dem kaputten Pokal.
    Zehn Minuten vor Schluss kannte der Jubel kurzzeitig keine Grenzen mehr. Florian Beims schlug über rechts eine Flanke, Tony Deck warf sich in den Ball und traf per Flugkopfball zum 1:1. Kurz zuvor war die Aufregung bereits groß, als Ismail Demir ein vermeintliches Handspiel im Bisperoder Sechzehner unterlief – der Pfiff blieb aus. Anschließend war keine Mannschaft mehr in der Lage, entscheidende Akzente zu setzen, sodass es ins Elfmeterschießen ging. TSG-Trainer Stephan Meyer und Bisperodes Becker waren sich einig: „Da spielt das Glück eine große Rolle.“

    „Wir sind die Jungs vom TSV und hol'n uns nur Pokale!“

    Das dürfte dem TSV jedoch herzlich egal sein, immerhin siegte Emmerthal gegen Bisperode im Finale 2013 ebenfalls durch Elfmeterschießen. Becker resümierte: „Emmerthal hat in Unterzahl toll gekämpft und sich den Ausgleich verdient. Respekt an die TSG, auch für den Halbfinalsieg gegen Hagen. Wir freuen uns natürlich riesig, dass wir uns den Pokal geholt haben.“ Meyer war zwar niedergeschlagen, aber dennoch stolz: „Die Jungs haben sich den Allerwertesten aufgerissen. Dass mit 'Kaschi' und Gökhan ausgerechnet unsere beiden besten Schützen verschießen, spricht auch dafür, dass die Anspannung extrem groß war. Leider mussten wir die schwerwiegenden Ausfälle von Yannick, Luca und Andrej verkraften, haben es dafür aber überragend gemacht. Glückwunsch an Bisperode, der Sieg ist nach dem Spielverlauf verdient.“ Nach der verpassten Bezirksliga-Relegation hat Bisperode doch noch einen versöhnlichen Saisonabschluss gefunden. Der treffende Abschlussgesang des TSV: „Scheiß auf die Meisterschaft, scheiß auf die Schale – wir sind die Jungs vom TSV und hol'n uns nur Pokale!“ Na dann, Prost.
    TSG Emmerthal: Conraad, Albe, Brakhage (65. Altuntas), Magaschütz, Akdogan, Scheel, Özbek, Matzeit, Beims, Deck, Bindseil (58. Sparmann, 90. Ossenkopp).
    TSV Bisperode: Bartels, Ungermann, Jaber, Demir, Utenwiehe, Krikunenko (6. Wetzstein), Ivicic (65. Dudumann), Dreier, Balk, Stenke, Voss (46. Schonschek). 
    Schiedsrichter: Luis Zimmermann.
    Assistenten: Justus Winzker, Laurenz Elias Lamers.
    Zuschauer: Rund 500.
    Tore: 0:1 Jan Schonschek (48.), 1:1 Tony Deck (80.).
    Besonderes: Rote Karte für Emmerthals Jean-Pierre Albe (57.).
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