06.06.2019 15:19

Kreispokal - Finale


Neuauflage von 2013: Wer stemmt dieses Mal den Pokal in die Höhe?

Meyer: „Kopf und Einstellung werden über Sieg entscheiden“ / Grams: „Wir haben die Erfahrung“

Das Duell zwischen Bisperodes Spielertrainer Rik Balk (re.) und Emmerthals Luca Garbsch dürfte es auch am Sonntag geben.

TSG Emmerthal – TSV Bisperode (Sonntag, 15 Uhr/Flegessen).

Es ist angerichtet: Am Pfingstsonntag wird auf dem Sportplatz in Flegessen der Kreispokalsieger 2019 ermittelt. Im Endspiel stehen sich die beiden Kreisligisten aus Emmerthal und Bisperode gegenüber. In der Liga behielten die Grün-Weißen vor heimischem Publikum deutlich mit 4:0 die Oberhand. Die Partie im Pappelstadion in Bisperode endete 2:2-Unentschieden. Am Sonntag kommt es zur Neuauflage des Endspiels von 2013. Damals stemmte die TSG nach einem spannenden Endspiel den Pokal in Höhe. Erst nach Elfmeterschießen bejubelten die Emmerthaler den Pokalsieg. Und im „Shootout“ scheint sich die Meyer-Elf sehr wohlzufühlen. Im Halbfinale wurde am Tag vor Himmelfahrt der große Favorit Germania Hagen aus dem Pokal gekegelt. Bisperode hatte beim 5:2-Sieg gegen „Underdog“ Fischbeck keine großen Probleme.

Das Sagen die Beteiligten vor dem Finale



Emmerthals Trainer Stephan Meyer (li.) fiebert seinem ersten Endspiel entgegen.

Stephan Meyer (Trainer TSG Emmerthal)
„Ein Pokalendspiel schafft man als Spieler nicht so oft in seiner Fußballkarriere. Bei so einer Partie wollen möglichst alle teilnehmen. Alle wollen das Flair und die Stimmung aufsaugen. Für mich als Coach ist es in der langen Trainertätigkeit mein erstes Endspiel. Ich habe eine gute Quote, denn ich habe noch nie verloren. Sicherlich kennen wir die Stärken von Bisperode. Sie können sich auf solche entscheidenden Spiele immer super fokussieren. Das sieht man ja immer beim Supercup in der Halle. In solchen Partien bringen sie immer Leistungen, die man so nicht erwartet. Auch am Sonntag wird sich der TSV nur auf diese Begegnung fokussieren. Kopf und Einstellung werden über Pokalsieg entscheiden. Im Halbfinale gegen Hagen waren wir in der klaren Außenseiterrolle. Viel mehr Glück konnten wir eigentlich nicht haben. Ich hoffe, dass unser Glück damit nicht aufgebraucht ist. Beide Teams werden alles in die Waagschale werfen, um den Pokalsieg zu holen. Bisperode hat einige außergewöhnliche Spieler in den Reihen. Wir glänzen dagegen durch das Team. Wir haben versucht den Umbruch einzuleiten. Das ist uns sehr gut gelungen. Für uns ist der zweite Platz schon ein Erfolg.“

Jan Grams TSV Bisperode Kopfbild
Bisperodes Sprecher Jan Grams erwartet einen knappen Spielausgang.

Jan Grams (Sprecher TSV Bisperode)
Die Spiele gegen Emmerthal sind ja mittlerweile so etwas wie ein Kreisliga-Klassiker. Wir haben aufgrund der 0:4-Niederlage vom Hinspiel noch eine Rechnung offen. Beide Teams sind nicht gerade dafür bekannt, dass sie sich mögen. Da wird auch am Sonntag wieder eine gewisse Anspannung vorhanden sein. Man muss Emmerthal aber Respekt zollen, dass sie das schwierige Halbfinallos mit Germania Hagen gemeistert haben. Das war schon stark. Wir haben die Erfahrung und wollen unbedingt den Pokalsieg holen. Zudem wollen wir die letzte Niederlage gegen Emmerthal vergessen machen. Wir wollen unseren heimischen Fans und Daniel Ivicic, der seine Fußball-Schuhe weitestgehend an den Nagel hängen wird, mit dem Pokalsieg in die Sommerpause verabschieden. Daniel wird den Fokus mehr auf seine Trainertätigkeit richten. Wir freuen uns super auf das Spiel. Ich erwarte einen starken und hochmotivierten Gegner. Es wird ein knapper Spielausgang werden. Beide Teams werden mit Sicherheit alles reinschmeißen.“

Der Faktencheck:


Wo wird gespielt?
Anstoß ist um 15 Uhr auf dem Sportplatz in Flegessen.

Wer pfeift das Spiel?
Luis-Johann Zimmermann

Wer sind die Assistenten?
Justus-Thilo Winzker und Laurenz Elias Lamers.

Der Weg ins Finale
TSG Emmerthal: 1. Runde Freilos, 2. Runde: 3:1 gegen FC Preussen Hameln, 3. Runde: Beber-Rohrsen nicht angetreten, Viertelfinale: 4:0 gegen Latferde, Halbfinale: 5:3 (0:0) nach Elfmeterschießen gegen Germania Hagen.
TSV Bisperode: 1. Runde Freilos, 2. Runde: 2:1 beim TSV Grohnde, 3. Runde: 4:1 bei Germania Reher, Viertelfinale: 7:1 beim TSV Hachmühlen, Halbfinale: 5:2 gegen Fischbeck.

Die Torjäger
Bei der TSG Emmerthal findet sich Luca Garbsch mit 14 erzielten Treffern in den Top-Ten der Kreisliga wieder. Danach haben sich die Tore der Grün-Weißen auf mehrere Schultern verteilt. Tony Deck (9) und Andrej Vorrat (6) trugen sich ebenfalls häufig in die Torschützenliste ein.
Bei den Ostkreislern waren Abas Jaber und Daniel Krikunenko (beide 10) die erfolgreichsten Schützen. Mit Jannik Denker, Jan Utenwiehe (beide 7) und Spielertrainer Rik Balk (5) kommt dahinter ein gefährliches Trio.

Wer hat die bessere Defensive?
Die Kreisliga-Abschlusstabelle spricht da eindeutig für die Ostkreisler. Der TSV bekam in 26 Spielen 41 Gegentore. Auf der anderen Seite mussten die Grün-Weißen das Spielgerät 20 mal mehr aus dem Netz holen.

Welcher Angriff ist stärker?
Auch im Angriff zeigten sich die Bisperöder in der abgelaufenen Spielzeit effektiver. Insgesamt 70 mal beförderten Krikunenko & Co. das Leder im Liga-Betrieb in die Maschen. Die Emmerthaler durften sich über 51 Tore freuen.

Wie sieht die personelle Lage vor dem Endspiel aus?
Emmerthal: Bei der TSG werden einige Langzeitverletzte nicht mitwirken. Zudem sind die Einsätze von drei Spielern aktuell noch ungewiss.
Bisperode: Beim TSV werden Dustin Anders und Dominik Fecho ausfallen. Ansonsten steht nahezu der komplette Kader zur Verfügung.

Die Unterstützung der Fans?
Beide Mannschaften verfügen über treue und leidenschaftliche Zuschauer. Es ist also stark davon auszugehen, dass eine ordentliche Stimmung beim Kreispokal-Finale herrscht. Im TSG-Lager wird für das Highlight ein Bus gechartert, der sich dann mit den Fans in Nordkreis begibt. Auch der TSV dürfte zahlreiche Schlachtenbummler mit nach Flegessen bringen.

Die Wettervorhersage?
Am Sonntag sind um 15 Uhr sonnige 22 Grad mit 0% Regenwahrscheinlichkeit angesagt.
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Autor des Artikels

Timo Schnorfeil
Timo ist nach Matze Dienstältester im Team AWesA, telefoniert, schreibt und knipst – und ist Chef der redaktionellen Organisation.
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