31.07.2014 12:42
Kreispokal
Gleich zwei Derbys zum Pokalauftakt!
Hajen empfängt im Gemeindederby Emmerthal und Löwensen fährt auf den Hagen / Latferde und Hemeringen treffen auf neuformierte Teams

Liefern sich am Freitag wieder heiße Duelle: Emmerthals Kerim Bendes (li.) und Hajens Gordon Bleibaum.
SV Hajen – TSG Emmerthal (Freitag, 19 Uhr).
In Hajen ist die Freude auf das anstehende Gemeindederby riesig. „Emmerthal ist sicherlich Favorit. Die Voraussetzungen dort sind ganz andere. Trotzdem sind wir sehr gut vorbereitet, wollen die TSG natürlich ärgern und werden Emmerthal ganz sicher nicht kampflos vorbeiziehen lassen”, kündigt Hagens neuer Übungsleiter Stefan Nehrig an und erinnert sich an die letzte Saison: „Als ich mit Halvestorf in der ersten Bezirkspokalrunde in Emmerthal gespielt habe, war es schon unfassbar schwierig. Wir wissen also, was auf uns zukommt. Dennoch spielen wir gerne gegen die Koch-Elf.” Fehlen werden beim SVH Kay-Jonas Dirnberger und Dennis Erdmann (beide Urlaub). „Entgegen meines Rats, dass sie nicht fahren sollten, sind sie doch in die Ferne gereist. Aber lieber jetzt als mitten in der Saison”, so Nehrig mit einem Augenzwinkern. Die Gäste machen derweil keinen Hehl aus ihren Ambitionen. „Wir sind Favorit und werden diese Rolle auch annehmen. Allerdings können wir in Hajen nur bestehen, wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen, den Kampf von Anfang an annehmen und sich jeder Spieler auf seine Aufgaben konzentriert“, macht der neue TSG-Coach Matthias Koch deutlich. „Die Einstellung in der Vorbereitung war nahezu perfekt. Alle ziehen an einem Strang und zeigen, dass hier an der Emmer eine echte Einheit zusammenwächst“, so Koch: „Jetzt müssen wir diesen Schwung in die Pflichtspiele mitnehmen. Und den brauchen wir gegen Hajen auch. Denn Stefan Nehrig hat eine hungrige Truppe, die in der 1. Kreisklasse um den Titel mitspielen wird.“ Verzichten müssen die Grün-Weißen auf Torhüter Niels Conrad, Kapitän Sören Welzhofer (beide verletzt), Gökhan Akdogan (Urlaub) und Norman Rath (privat verhindert).
TSV Hamelspringe – SG Eimbeckhausen/Nettelrede (Samstag, 16 Uhr).
Beim Aufsteiger aus Hamelspringe macht sich die harte Vorbereitung bemerkbar. Gleich sieben Akteure werden beim TSV ausfallen. „Der Kader ist angeschlagen und der starke Gegner macht die Situation nicht leichter. Dennoch wollen wir den Favoriten ärgern und so lange wie möglich dagegenhalten”, macht TSV-Sprecher Pascal Lüdtke deutlich. Auch die Spielgemeinschaft hat mich zahlreichen Ausfällen zu kämpfen, die primär der Urlaubszeit geschuldet sind. „Dennoch haben wir einen großen Kader und werden eine starke Elf auf den Platz bringen”, verspricht Eimbeckhausens Spielertrainer Michael Wehmann und warnt: „Hamelspringe ist mit schnellen Kontern ein sehr unangenehmer Gegner und kann an guten Tagen locker gegen die Kreisligisten mithalten. Entscheidend wird auch sein, dass Schiedsrichter Beinhold den Überblick behält, damit keine große Unruhe aufkommt. Die Begegnungen der Vergangenheit waren zum Teil recht hitzig. Wir sind dennoch Favorit und wollen mit einem Sieg einen gelungenen Saisonstart feiern. Die anstehenden Aufgaben werden schwierig genug.”
MTV Friesen Bakede – VfB Hemeringen (Sonntag, 15 Uhr).
Für die Friesen beginnt am Sonntag der Neuanfang und das gleich gegen einen alten Bekannten. Bereits im letzten Jahr trafen die beiden Kontrahenten aufeinander. Hemeringen setzte sich um Haaresbreite mit 4:3 durch. Doch stehen die Vorzeichen für die Neuauflage auf einem neuen Blatt: Fast die komplette Bakeder Mannschaft der Vorsaison hat den Verein verlassen – und das neue Team ist aktuell noch in der Findungsphase. „Wir wollen den Neustart natürlich gut mit dem ersten Pflichtspiel beginnen und hoffen, uns gut aus der Affäre zu ziehen. Das Ziel ist es, das Ergebnis möglichst niedrig zu halten und Wunder gibt es ja immer wieder”, weiß Bakedes Sprecher Heiko Wolsky um die Stärke des Gegners. Ausfallen werden beim MTV definitiv Nusret Hot, Michael Lauterbach und Wolsky selbst. Beim VfB ist man indes gewarnt. „Wir werden die Partie mit dem nötigen Ernst angehen. Alles andere als ein Erfolg wäre für Trainer Ott und seine Mannschaft natürlich eine herbe Enttäuschung”, weiß Hemeringes Sprecher Peter Reese.
SG Königsförde/Halvestorf – TSV Brünnighausen (Sonntag, 15 Uhr).
Auch die neuformierte Spielgemeinschaft aus Königsförde und Halvestorf weiß noch nicht, wo sie steht. „Zum einen sind noch nicht alle Spieler dabei und zum anderen befinden wir uns noch in der Findungsphase. Die Stammelf für die neue Saison steht noch nicht fest und einige bekommen die Chance, sich zu beweisen”, erläutert der neue SG-Coach Johannes Sfalanga, der vor dem ersten Pokal-Fight noch ein Trainingslager in der Nähe von Paderborn eingeschoben hat. „Das Pokalspiel wird das i-Tüpfelchen als Abschluss der Vorbereitung und das unter Wettkampfbedingungen. Wir nehmen Brünnighausen sehr ernst und wissen um ihre Stärke”, zollt Sfalanga dem Gegner Respekt. TSV-Trainer Andreas Meissner freut sich auf die neue Saison. „Endlich geht es wieder los mit den Pflichtspielen. Wir wollen so lange wie möglich mit dem Kreisligisten mithalten und vielleicht ist ja sogar eine Überraschung drin”, so Meissner, der am Wochenende allerdings auf seinen kompletten Sturm verzichten muss - Rafael Huisgen und Patrick Scharke werden ausfallen. Dafür laufen Alexander Reiss und Mario Prochnau das erste Mal im TSV-Dress auf.
TSV Großenwieden – TuSpo Bad Münder (Sonntag, 15 Uhr).
Ein ganz harter Brocken wird am Sonntag im Weserstadion gastieren. „TuSpo wird aus meiner sicht ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden. Daher wird das natürlich eine schwierige Aufgabe. Wir wollen so lange wie möglich Paroli bieten”, lautet die Devise von Großenwiedens neuem Übungsleiter Jörg Pydde, dessen fünf Neuzugänge möglichst schnell integriert werden sollen: „Am besten wäre es, wenn die Neuen sich schon am Sonntag in das Mannschaftgefüge eingliedern.”
TuS Hessisch Oldendorf – TSV Grohnde (Sonntag, 15 Uhr).
„Grohnde ist natürlich Favorit. Dennoch wollen wir zu Hause unser Spiel durchdrücken und dann auch eine Runde weiterkommen”, gibt sich TuS-Trainer Adrian Suslik vor dem Spiel gegen den Kreisligisten kämpferisch. Dabei werden Florian Schwarke und Mohamed Zaiter aufgrund ihrer Verletzungen nicht helfen können. Auf der anderen Seite will der TSV seine schwachen Testspiele vergessen machen. „Wir hatten von den Trainingseinheiten her eine super Vorbereitung. Leider haben wir das in den Spielen nicht gut umgesetzt. Das wollen wir gegen TuS besser machen”, blickt Grohndes Sprecher Christopher Thomas auf die letzten Wochen zurück. „Auf dem Papier sind wir natürlich der Favorit. Der Rolle wollen wir auch gerecht werden. Wir sind aber aufgrund unserer schlechten Ergebnisse und dem schwer einzuschätzenden Gegner gewarnt. Wir nehmen das Spiel sehr ernst”, so Thomas, dessen Team den Ausfall von Stammkeeper Tobias Stegmaier verkraften muss.
FC Latferde – RW Hessisch Oldendorf (Sonntag, 15 Uhr).
Im ersten von zwei kommenden Kreisligaduellen erwartet Latferde eine „Wundertüte”. „Rot-Weiß hat sich über den Sommer verändert und wir wissen nicht so recht, was auf uns zukommt. Wir rechnen mit einem starken Gegner, der gerade mit Soner Aslan einen der besten Stürmer der Liga aufbieten wird. Dennoch wollen wir weiterkommen und Hessisch Oldendorf zu Fehlern zwingen. Am Ende wird aber die Tagesform entscheiden”, vermutet FC-Trainer Alexander Liebegott, der auf Stefan Bös, Patrick Borchers und Marvin Schmidt verzichten muss. Komplett werden dagegen die Baxmannstädter um Coach Mustafa Sariboga sein. „Wir erwarten ein hartes Spiel. Das wird nicht einfach, gerade weil Latferde im Käfig eine Macht ist. Dennoch wollen wir mit unserem druckvollen Spiel gewinnen. Schau'n mer mal, was passiert”, sinniert Sariboga in bester Kaiser-Manier.
TuS Germania Hagen – SW Löwensen (Sonntag, 15 Uhr).
Im zweiten Duell zweier Neu-Kreisligisten kommt es gleich zum Derby. „Wir sind froh, auf eigenem Platz zu spielen und hoffen auf viele Zuschauer. Der Platz ist in einem hervorragenden Zustand, das habe ich selten in meiner Laufbahn erlebt. Die Voraussetzungen für einen spannenden Pokal-Fight sind also perfekt”, freut sich Hagens neuer „Dompteur” Stephan Meyer, warnt jedoch vor Löwensen: „Dass uns letzte Saison zwei Klassen getrennt haben, zählt nicht mehr. Schon in der Vorbereitung haben wir gegen Schwarz-Weiß gespielt und wissen, dass sie eine sehr ehrgeizige Mannschaft haben und kämpferisch stark sind. Dennoch wollen wir natürlich weiterkommen, auch wenn der ein oder andere noch im Urlaub ist oder Trainingsrückstand hat.” SW-Coach Recep Türksen muss dagegen noch auf zwei Akteure hoffen – die Spielfreigabe ist noch nicht durch. „Gerade bei Yousuf Issa wird es sehr eng und ich glaube nicht, dass es bis Sonntag klappt. Sonst sind alle dabei. Hagen ist natürlich Favorit, als Bezirksligaabsteiger. Wir wollen möglichst mithalten, wissen aber auch, dass der Pokal nicht das Wichtigste ist”, gibt sich Türksen vor dem Derby defensiv.
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