06.04.2026 18:12
Bezirkspokal - Halbfinale
Kurstadt-Wunder bleibt aus: Hemmingen zu hohe Halbfinal-Hürde
Kleine positiv: „Wir haben heute gemerkt, dass wir uns vor so einer Truppe nicht verstecken brauchen“

Dino Kestic schoss den FCBPH zwischenzeitlich zum 1:1-Ausgleich.
FC Bad Pyrmont Hagen – SC Hemmingen-Westerfeld 1:4 (1:2)
Der Traum vom „Pokal-Wunder“ ist geplatzt: Der FC Bad Pyrmont Hagen ist im Halbfinale des Bezirkspokals gegen den Landesliga-Spitzenreiter SC Hemmingen-Westerfeld ausgeschieden. Zuvor schmiss der Fusionsclub mit dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide (1:0-Sieg) und dem 1. FC Wunstorf (7:5n.E.) bereits zwei Landesligisten aus dem Wettbewerb. Trotz der deutlichen 1:4-Niederlage verkauften sich die Kurstädter vor heimischer Kulisse teuer und boten dem Favoriten vor allem im ersten Durchgang die Stirn. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf eigentlich nicht wider. Es ist am Ende mindestens ein Tor zu hoch ausgefallen“, ordnete Pyrmonts Sprecher Jan Kleine die Partie nach dem Schlusspfiff ein.
Augenhöhe in der ersten Halbzeit
Dabei begann die Partie für die Hausherren denkbar ungünstig. Bereits in der 6. Minute brachte Niclas Tanner den Landesliga-Primus in Führung. Doch Bad Pyrmont Hagen zeigte sich unbeeindruckt und hielt mit einer „richtig guten ersten Halbzeit“, so Kleine, dagegen. Die Belohnung folgte in der 26. Minute, als Dino Kestic den viel umjubelten 1:1-Ausgleich erzielte.
Die Freude währte jedoch nur kurz: Nur sieben Minuten später nutzte Max Zimmermann einen Ballverlust der Pyrmonter in der Vorwärtsbewegung eiskalt zum 2:1 aus (33.). „Das war extrem bitter, weil Hemmingen zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt mehr vom Spiel hatte. Abgesehen von den beiden Toren ist ihnen nach vorne nicht viel gelungen“, so Kleine. Mit dem knappen Rückstand ging es in die Kabinen.
Individuelle Klasse setzt sich durch
Nach dem Seitenwechsel versuchte der FC weiterhin alles, um den erneuten Ausgleich zu erzwingen. Doch mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte beim Bezirksligisten, während die Gäste ihre individuelle Qualität immer besser ausspielten. Christopher Schulz (74.) und Michael Gerlach (83.) sorgten in der Schlussphase für die endgültige Entscheidung zugunsten des Favoriten.
„Das Wunder ist leider ausgeblieben, das hätten wir natürlich gerne mitgenommen“, resümierte Kleine, zog aber dennoch ein positives Fazit: „Wir haben heute gemerkt, dass wir uns vor so einer Truppe nicht verstecken brauchen.“ Trotz des Ausscheidens war die geschlossene Mannschaftsleistung ein Mutmacher für die kommenden Aufgaben in der Liga. Ein Sonderlob verdienten sich laut Kleine Torschütze Dino Kestic und Aaron Schweins, die aus einer starken Kollektivleistung noch hervorstachen.
FC Bad Pyrmont Hagen: Repschlaeger, Loke (79. Sonnenberg), Stuckenberg, Schweins, Hannibal, D. Kestic, Sölter, Kücking (79. Kücking), Hagemann, Groß, Prasse (86. Aranmis).
Tore: 0:1 Niclas Tanner (6.), 1:1 Dino Kestic (26.), 1:2 Max Zimmermann (33.), 1:3 Christopher Schulz (74.), 1:4 Michael Gerlach (83.).
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