26.03.2026 08:46
Bezirkspokal - Viertelfinale
Landesliga-Schreck: Pyrmont packt auch Wunstorf - Halbfinale!
„Die Überraschung ist geglückt und das am Ende des Tages auch hochverdient“ / Alle Schützen treffen im Elfmeterschießen

Pyrmont Hagens Keeper Justus Repschlaeger verwandelte den entscheidenden Elfmeter.
FC Bad Pyrmont Hagen – 1. FC Wunstorf 7:5 n.E. (2:2/2:1).
Der FC Bad Pyrmont Hagen hat für eine handfeste Überraschung im Bezirkspokal-Viertelfinale gesorgt: Der Bezirksligist bezwang den favorisierten Landesligisten 1. FC Wunstorf in einem intensiven „Pokalfight“ mit 7:5 nach Elfmeterschießen. Vor wenigen Wochen kickten die Kurstädter erst den Landesligisten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide aus dem Wettbewerb. Nach regulärer Spielzeit stand es 2:2, wobei die Kurstädter dem Favoriten durch eine taktische Meisterleistung von Beginn an alles abverlangten.
Pyrmonter Pressing überrumpelt den Favoriten
Der Matchplan von Trainer Philipp Gasde verlief nahezu perfekt: Pyrmont agierte mit hoher Intensität und lief die Gäste bereits an deren Sechzehner an. Zwar schockte Halil Aydemir die Gastgeber mit der frühen 1:0-Führung für Wunstorf (4.), doch Pyrmont blieb unbeeindruckt. In der 31. Minute belohnte sich das Team für den hohen Aufwand: Nach einem Ballgewinn tief in der gegnerischen Hälfte wurde Pascal Hannibal freigespielt, der aus 16 Metern flach ins lange Eck zum 1:1 ausglich. Kurz vor der Pause krönte Aaron Schweins die starke Leistung der ersten Halbzeit mit einem „absoluten Traumtor“, so Vereinsvorsitz Florian Büchler, als er den Ball von der Sechzehner-Kante direkt in den Winkel zum 2:1 drosch (43.). Laut Florian Büchler war die Führung „hochverdient“ - sogar eine 3:1-Halbzeitführung sei im Bereich des Möglichen gewesen.
Aufopferungsvoller Kampf in der Schlussphase
In der zweiten Halbzeit forderte der hohe Aufwand der Kurstädter seinen Tribut. Ab der 60. bis 65. Minute schwanden merklich die Kräfte, woraufhin sich die Gastgeber tiefer fallen ließen. Wunstorf nutzte die Räume und kam in der 76. Minute durch Ex-Tünderaner Kris-Lennart Müller zum 2:2-Ausgleich. Dennoch verteidigte der Fusionsclub das Unentschieden bis zum Schlusspfiff leidenschaftlich. Besonders hervorzuheben war dabei „Altmeister“ Oliver Sölter, der Top-Torjäger Xelat Atalan (26 Tore in der Landesliga) über 90 Minuten neutralisierte. Auch Aaron Schweins verdiente sich Bestnoten – nicht nur durch seinen Treffer zum 2:1, sondern auch durch seine unermüdliche Laufbereitschaft.
Nervenstärke vom Punkt
Im anschließenden Elfmeterschießen behielten die Pyrmonter die Nerven. Während Wunstorf Federn ließ, verwandelten alle Schützen der Gastgeber – Niclas Groß, Justus Repschlaeger, Alexander Marter, Pascal Hannibal und Jonah Kücking – ihre Versuche souverän. Den entscheidenden letzten Treffer zum Halbfinal-Einzug markierte ausgerechnet Keeper Repschlaeger. „Die Überraschung ist geglückt und das am Ende des Tages auch hochverdient“, resümierte Büchler stolz.
FC Bad Pyrmont Hagen: Repschlaeger, Stuckenberg, Schweins (87. Barnert), Hannibal, D. Kestic, Sölter, S. Kücking (J. Kücking), Marter, Hagemann (68. Prasse), Aranmis (79. Sonnenberg), Groß.
Tore: 0:1 Halil Aydemir (4.), 1:1 Pascal Hannibal (31.), 2:1 Aaron Schweins (43.), 2:2 Kris-Lennart Müller (76.).
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