07.03.2020 20:03

Oberliga


Tündern läuft 0:1-Traumtor hinterher – bis Kramer in der 83. zuschlägt!

1:1 gegen den Heeslinger SC / Gurgel: „Alle hatten den Willen, diese Niederlage noch zu verhindern“

    Lukas Kramer erlöste seine Tünderaner in der 83. Minute mit dem 1:1

    BW Tündern – Heeslinger SC 1:1 (0:1).

    In der 83. Minute durften sie doch noch jubeln: Lukas Kramer erlöste die unermüdlich anlaufenden Tünderaner mit dem Treffer zum 1:1. Nach Abpfiff war vielen Spielern im blau-weißen Dress dennoch eine gewisse Enttäuschung anzusehen. „Es hat so ein bisschen an die knappe 1:2-Niederlage gegen Spelle-Venhaus erinnert, nur sind wir diesmal nicht leer ausgegangen. Wir hatten mehr als genug Chancen, um das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Leider hat der Abschluss nicht gepasst. Über 60 Minuten haben wir heute unser bestes Oberliga-Spiel gemacht“, erklärte Tünderns Sprecher Willi Gurgel. Trainer Siegfried Motzner meinte: „Der Sieg wäre für unsere Jungs absolut gerechtfertigt gewesen.“ Nicht zufrieden waren beide mit der Leistung des Schiedsrichters. „Wir hätten zwei Elfmeter bekommen müssen“, ärgerte sich Motzner: „Darüber hinaus gab es immer wieder Szenen, in denen der Schiri keine klare Linie hatte. Harte Fouls gegen uns wurden nicht hart genug bestraft und bei uns gab es Gelbe Karten, die absolut ungerechtfertigt waren.“

    0:1-Traumtor aus dem Nichts

    Im ersten Durchgang boten sich beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe – im Vorfeld galt Heeslingen als Oberliga-Sechster eigentlich als der klare Favorit gegenüber dem Schlusslicht aus Tündern. Jedoch war dies der Begegnung zu keinem Zeitpunkt anzusehen. Die Hausherren spielten von Beginn an mutig mit und brachten die Defensive des HSC durch geschicktes Pressing einige Male in Verlegenheit. Kapital schlugen die Tünderaner daraus jedoch nicht. Nach einigen Annäherungen der Motzner-Elf hatten die Gäste die erste Chance, als eine flache Hereingabe in der 20. Minute knapp am Tor vorbei trudelte. Acht Minuten später ging dann ein Raunen über  den Hamelner Kunstrasen: Tünderns Torjäger Robin Tegtmeyer feuerte einen Schuss auf das Heeslinger Gehäuse ab, Keeper Arne Exner hatte mit dem Aufsetzer sichtlich Probleme und lenkte den Ball mit Mühe an den Pfosten – das 1:0 war zum Greifen nahe. Keine Minute später dribbelte sich Ugur Aydin in Schussposition, verfehlte aus 18 Metern aber knapp das Tor der Heeslinger. Kurz darauf gab es einen Aufreger. „Ugur Aydin war fast frei durch, der letzte Mann hat ihn mit der Hand an der Schulter gehalten. Da muss es Elfmeter geben“, so Motzner. Der Pfiff blieb jedoch aus – vielleicht auch, weil Aydin die Situation zu dankbar annahm und sich sofort fallen ließ. In der 40. Minute folgte aus dem Nichts der Schock für Tündern: Kevin Rehling lief durch das Mittelfeld, die blau-weiße Defensive griff nicht an. Aus 18 Metern fasste sich Rehling schließlich ein Herz und hämmerte das Leder sehenswert zum 1:0 in den Winkel. Motzner: „Da hat bei uns die Kommunikation nicht gestimmt. Der Schütze hatte freie Schussbahn und den Ball hat er natürlich richtig gut getroffen.“

    „Alle hatten den Willen, diese Niederlage noch zu verhindern“

    Nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit verschoben sich die Kräfteverhältnisse: Tündern war nun die spielbestimmende Mannschaft, während Heeslingen den Fokus auf die Verteidigung der Führung legte. Tegtmeyer & Co. erspielten  sich nun zahlreiche gute Chancen: Cristiano dos Santos entschied sich nur 120 Sekunden nach Wiederbeginn gegen einen Abschluss aus kurzer Distanz und verschleppte den Angriff, kurz darauf verpasste Tegtmeyer den Ausgleich aus kurzer Distanz. In der 54. Minute kam Aydin frei zum Abschluss, jedoch parierte Keeper Exner seinen Schuss stark. Im Gegenzug bewahrte Torhüter Kolja Kowalski die Gastgeber vor dem 0:2, als er einen Distanzschuss aus dem Winkel kratzte. Jedoch kam von Heeslingen ansonsten nicht viel nach vorne –  und Tündern lief immer wieder an. In der 57. Minute scheiterte Tegtmeyer im Eins-gegen-Eins am stark reagierenden Exner, weitere sechs Zeigerumdrehungen später traf Lukas Kramer aus kurzer Distanz den Pfosten. In der 70. Minute wurde der eingewechselte Oberliga-Debütant Magnus Frese im Heeslinger Strafraum zu Fall gebracht. Erneut forderte Tündern einen Strafstoß, der Pfiff blieb ein weiteres Mal aus. Damit nicht genug: In der 77. Minute wurde ein Schuss von Tegtmeyer kurz vor dem Einschlag geblockt. Das Tor der Heeslinger schien wie vernagelt – bis zur 83. Minute, als der Jubel keine Grenzen mehr kannte: Nach einem Freistoß  entstand Unordnung im Strafraum der Gäste, der Ball landete bei Kramer und dieser schob die Kugel zum Ausgleich über die Linie. Danach flachte die Begegnung ab. Die letzte Chance gehörte schließlich Heeslingen: Nach einem Eckball rauschte der Ball hauchzart am langen Pfosten der Windmühlenkicker vorbei. Sekunden später erfolgte der Abpfiff.

    „Alle hatten den Willen, diese Niederlage noch zu verhindern“

    „Heeslingen war sicherlich kein schwacher Gegner, aber unsere Mannschaft hat heute über weite Strecken richtig gut gespielt. Alle hatten den Willen, diese Niederlage noch zu verhindern. Sicherlich war bei zwei möglichen Elfmeter-Pfiffen und zwei Pfostenschüssen mehr drin“, resümierte Gurgel. Motzner zog ebenfalls Bilanz: „Wir wollten in der zweiten Halbzeit Druck über die Flügel machen, damit hat Heeslingen seine Probleme. Das ist uns gut gelungen.“
    BW Tündern: Kowalski, Hilker, dos Santos (55. Manka), Müller, Kramer, Aydin (73. Marahrens), Niebling, Tegtmeyer, Vespermann (55. Frese), Gurgel, Neckritz.
    Heeslinger SC: Exner, Sautner, Martens (64. Vukoja), Muharemi, Janssen, Helms (87. Köhnken), Rehling, Gerken, Sobolewski (90. Gueye), Balzer, Stüve.
    Schiedsrichter: Jost Steenken.
    Assistenten: Irina Stremel, Max Hoffmann.
    Zuschauer: rund 250.
    Tore: 0:1 Kevin Rehling (40.), 1:1 Lukas Kramer (83.).
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