22.02.2020 19:09

Oberliga


Chancen en masse, aber ohne Lohn – Tündern unterliegt Tabellenzweitem

dos Santos mit zwischenzeitlichem Ausgleich / „Trotz der Niederlage können sich die Jungs auf die Schulter klopfen“

Tünderns Cristiano dos Santos traf zum Ausgleich.

BW Tündern – SC Spelle-Venhaus 1:2 (1:1).

Nach dem Rückrundenauftakterfolg gegen den MTV Wolfenbüttel vor zwei Wochen, war heute der Tabellenzweite vom SC Spelle-Venhaus auf dem Hamelner Kunstrasen zu Gast. Die „Schwalben“ knüpften heute trotz ungewollter Spielpause an die Leistung des Wolfenbüttel-Sieges an und boten dem Favoriten richtig Paroli. „Spelle hatte vor dem heutigen Spiel 69 Tore erzielt. Das ist mit Abstand die beste Offensive der Oberliga und keine Laufkundschaft. Dafür haben wir heute ein richtig gutes Spiel gemacht. Trotz der Niederlage können sich die Jungs auf die Schulter klopfen. Auch wenn die Mannschaft im ersten Moment enttäuscht ist, macht dieser Auftritt Mut“, berichtete Tünderns Sprecher Willi Gurgel nach Spielende. Den besseren Start erwischte der SC. Die Gäste ließen in der Anfangsphase Ball und Gegner gekonnt laufen – Tündern hatte Startschwierigkeiten und musste auch prompt das Gegentor hinnehmen. In der zehnten Minute überspielte Marcel Ruschmeier mit einem hohen Ball die komplette blau-weiße Defensive. Der Torschütze Torben Stegemann hatte keine Probleme, den Ball an Lukas Masur vorbei ins Tor zu schieben.

Dos Santos' Chip bringt Ausgleich

Anschließend schien es so, als sei der Tabellenzweite mit dem Ergebnis zufrieden. Das führte dazu, dass die Mannschaft von Trainer Siegfried Motzner trotz Gegentor selbstbewusster wurde und sich Stück für Stück vor das Tor der Gäste vorarbeitete. In der 22. Minute schicke Mittelfeldmotor Jannik Hilker seinen Mitspieler Cristiano dos Santos per Steilpass auf die Reise. Letzterer drängte im Sprint Richtung Tor und sorgte mit einem technisch anspruchsvollen Chip für den umjubelten Ausgleich. Bis zur Halbzeitpause spielte sich dann das Spielgeschehen größtenteils im Mittelfeld ab.

Chancen in Hülle und Fülle

Nach der Pause folgte dann die große Drangphase der Gastgeber. Zunächst wurden die Versuche von Jannik Hilker und Robin Tegmteyer innerhalb kürzester Zeit von der Speller Defensive auf der Torline geklärt. Kurze Zeit später war der Abschluss von Sören Vespermann nicht zielstrebig genug für Spelles Torhüter Florian Egbers – dieser hatte leichte Beute. Trotzdem war die Defensive des Favoriten zu diesem Zeitpunkt alles andere als sattelfest. Im nächsten Angriff tankte sich Tünderns Torjäger Robin Tegtmeyer durch den Strafraum. „Da hat 'Robsi' die Chance trotz des Kontaktes gesehen, kam aber gehindert zum Abschluss und der Ball ging vorbei. Wenn er da fällt, ist die Chance groß, dass es Strafstoß gibt“, kommentierte Gurgel die Szene. In der Folgezeit erholten sich die Gäste Stück für Stück von der Überlegenheit der Platzherren und wurden spielbestimmend. Nach einem ansehnlichen Spielzug traf Stegemann in der 76. Minute aus fünf Metern per Kopf zur erneuten Führung.

„Unverdient und ärgerlich“

Tündern musste also reagieren und versuchte mit aller Macht, noch ein Remis zu erreichen. Zu zwingenden Chancen kamen Kramer & Co. aber nicht mehr – auch wenn durch die eingewechselten Ugur Aydin und Niklas Berndt zusätzliche Offensivkraft auf dem Platz stand. So blieb es bei der 1:2-Niederlage und der Erkenntnis, dass Tündern in der Oberliga mithalten kann – das auch gegen Topteams. „Es ist total unverdient und ärgerlich. Die Mannschaft hat in der Vergangenheit sehr viel gelernt und ist gereift. Einzig und allein die Chancenverwertung war heute nicht gut. Die ganze Mannschaft hat heute grundsolide gespielt und sich wenig Fehler erlaubt. Die Niederlage wird uns nicht davon abhalten, nach wie vor an uns zu glauben“, resümierte Gurgel.
BW Tündern: Masur, Hilker, dos Santos, Müller, Kramer, Niebling, Tegtmeyer, Vespermann (65, Aydin), Gurgel, Neckritz (81. Berndt), Schumachers.
SC Spelle-Venhaus: Egbers, Stapper (56. Elfert), Popov (62. Ahrens), Stegemann, Tegeder, Schäfer, Hoff, Wranik (70. Wald), Ruschmeier, Nichau, Elpermann.
Schiedsrichter: Marcel Klein
Assistenten: Bastian Grimmelmann, Marvin Hauschild
Tore: 0:1 Torben Stegemann (10.), 1:1 Cristiano dos Santos (22.), 1:2 Stegemann (76.).
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Autor des Artikels

Moritz-Ole Gerkens
Moritz ist seit Frühling 2016 fest bei AWesA angestellt. Sein Job ist extrem vielseitig: Recherche, soziale Medien und redaktionelle Tätigkeiten sind nur drei Beispiele der Themenfelder.
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