13.05.2026 13:44

Oberliga Frauen


Saisonfinale in Braunschweig: Tündern zu Gast beim designierten Meister

Konrad Voss: „Ich bin überzeugt davon, dass wir viel lernen konnten und gestärkt in die nächste Spielzeit gehen"
Alena Rohr BW Tuendern Frauen
So kennt man sie. Tünderns Alena Rohr (links) mit vollem Einsatzl. Rohr geht in ihr letztes Spiel für Tündern.

Eintracht Braunschweig - BW Tündern (Samstag, 17 Uhr).

Für die Oberliga-Frauen von BW Tündern endet die Spielzeit mit einem echten Highlight – und einer Herkulesaufgabe zugleich. Am letzten Spieltag reist die Elf von Konrad Voss zum Tabellenführer Eintracht Braunschweig. Während die Gastgeberinnen die Meisterschaft vor Augen haben, wollen die „Schwalben“ nach einer durchwachsenen Saison noch einmal für eine Überraschung sorgen. Die Rollenverteilung ist am kommenden Samstag eindeutig: Die Eintracht thront mit 67 Punkten an der Tabellenspitze und benötigt lediglich einen Zähler, um den Titel endgültig perfekt zu machen. Mit einer Serie von zuletzt vier teils deutlichen Siegen im Rücken geht der Favorit in die Partie. Besonders die Defensive der Blau-Weißen wird gefordert sein, steht mit Lyn Meyer doch die torgefährlichste Angreiferin der Liga auf der Gegenseite. Beeindruckende 39 Treffer in 25 Spielen unterstreichen die Offensivkraft der Braunschweigerinnen.
„Wir wollen nicht schon vor dem Anpfiff Spalier stehen"
„Am Samstag steht für uns schon der letzte Spieltag der Saison an. Wir blicken auf eine Spielzeit zurück, in der wir gemeinsam als Team viele Hindernisse zu überwinden hatten und in der nicht immer alles glattlief. Wir hatten uns vor der Saison andere Ziele gesteckt und sind hinter unseren eigenen Erwartungen zurückgeblieben – so ehrlich müssen wir sein. Natürlich haben wir das Minimalziel Klassenerhalt erreicht, hätten aber gerne weiter oben mitgespielt. Wir haben sicher nicht alle alles richtig gemacht. Besonders die Phase von Herbst bis Frühling mit etlichen sieglosen Spielen am Stück war eine Belastungsprobe. Nichtsdestotrotz bin ich dankbar für diese Zeit. Sie hat mir gezeigt, wer wirklich hinter dem Team steht; auch diese Erfahrungen als Kollektiv können uns helfen. Ich bin überzeugt davon, dass wir viel lernen konnten und gestärkt in die nächste Spielzeit gehen werden. Am Samstag erwartet uns eine große, aber zugleich reizvolle Aufgabe: Wir sind beim Tabellenführer in Braunschweig zu Gast. Die Eintracht liegt drei Punkte und 18 Tore vor dem Zweitplatzierten Lehrte. Es müsste also schon mit dem Teufel zugehen, wenn die Braunschweigerinnen nicht Meister würden. Dafür müssten wir sie sehr hoch schlagen und parallel Lehrte deutlich gewinnen. Letzteres ist sicher nicht unmöglich, da sie gegen den Tabellenletzten spielen. Dass meine Mannschaft sich nicht kampflos geschlagen geben wird, hat bereits das Hinspiel gezeigt, als wir Braunschweig einen Punkt abnehmen konnten. Allerdings haben sie uns auf ihrem Platz im Pokal auch schon einmal deftig abgeschossen. Mein kleiner Kader und ich werden dennoch versuchen, den Partycrasher zu spielen – wir wollen nicht schon vor dem Anpfiff Spalier stehen. Sicher wird es für uns auch ein Stück weit ein emotionaler Abschied, da Alena Rohr umzugsbedingt ihr letztes Spiel für unsere Farben bestreiten wird.“
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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