10.05.2026 13:15

Oberliga Frauen


Spektakel im Saisonendspurt: Tündern netzt beim Tabellendritten sechsfach

Voss: „Über die gesamte Spielzeit war es ein offener Schlagabtausch in beide Richtungen"
Ciara Meyer BW Tuendern Oberliga Frauen
Tünderns Ciara Meyer zeigte wie viele ihrer Teamkolleginnen eine gute Partie.

SG Rodenberg – BW Tündern 3:6 (1:4).

Tünderns Oberliga-Frauen haben im Saisonendspurt noch einmal ein echtes Highlight gesetzt. Beim Tabellendritten SG Rodenberg feierten die Blau-Weißen einen torreichen 6:3-Erfolg und belohnten sich für eine leidenschaftliche Vorstellung. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen. Über die gesamte Spielzeit war es ein offener Schlagabtausch in beide Richtungen, wobei beide Teams mal mehr und mal weniger dominante Phasen hatten“, bilanzierte Tünderns Trainer Konrad Voss nach der Partie. Die „Schwalben“ erwischten den besseren Start: In der 13. Minute landete ein abgefälschter Flachschuss von Sophie Niebisch nach einer Ecke zum 1:0 im Netz. Rodenberg reagierte jedoch stark und drückte zwischen der 15. und 25. Minute auf den Ausgleich. Dass dieser nicht früher fiel, war Torhüterin Paula Stegmaier zu verdanken, die zwei Großchancen glänzend parierte. In der 25. Minute war sie jedoch machtlos, als sich die Gastgeberinnen zum 1:1 durchkombinierten. Am Ende beförderte Nina Schlupp das Spielgerät über die Linie.
Tündern zeigte sich unbeeindruckt und wurde wieder aktiver. Amelie Lehnhoff, die als Feldspielerin auflief, sorgte in der 34. Minute mit einem Fernschuss aus 18 Metern für die erneute Führung. „Ab da an waren wir stärker und am Drücker“, so Voss. Kurz vor der Pause schraubten die Gäste das Ergebnis in die Höhe: Erst verwandelte Jill Hedderich einen Freistoß direkt im linken unteren Eck (44.), dann erhöhte Zoe Zidov nach einer perfekten Ballmitnahme und nach Doppelpass mit dem gegnerischen Pfosten in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 4:1.

Nach dem Seitenwechsel kam Rodenberg schwungvoll aus der Kabine und verkürzte durch Jana Golombek folgerichtig auf 2:4, nachdem sich die SG über die Außen durchgesetzt hatte (51.). Tündern antwortete jedoch mit einem effizienten Konter: Nach einem Steckpass von Zidov war Hanna Gröhlich auf und davon, umkurvte die Keeperin und schob zum 5:2 ein (64.). In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend, da Rodenberg massiv drückte und durch eine Kopie des zweiten Treffers auf 3:5 herankam (73.). „In dieser Phase hatten wir Kraftengpässe und mussten uns bei Paula Stegmaier bedanken, die weitere Chancen entschärft hat“, analysierte der Coach die Druckphase der Rodenbergerinnen. Den Schlusspunkt setzte erneut Gröhlich, die in der Nachspielzeit durch die aufgerückte Abwehr marschierte und zum 6:3-Endstand vollendete (90.+2).

Trotz der Gegentreffer im zweiten Durchgang zeigte sich der Trainer hochzufrieden: „Ich bin gerade mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. In der zweiten Hälfte hätten wir Dinge besser lösen können, aber ich will nicht zu viel meckern. Es war eine super Mannschaftsleistung.“ Ein Sonderlob hielt Voss für vier Akteurinnen bereit: Sophie Niebisch, Paula Stegmaier, Ciara Meyer und Innenverteidigerin Jill Hedderich.
Tore: 0:1 Sophie Niebisch (13.), 1:1 Nina Schlupp (25.), 1:2 Amelie Lehnhoff (34.), 1:3 Jill Hedderich (44.), 1:4 Zoe Zidov (45. +2), 2:4 Jana Golombek (51.), 2:5 Hanna Gröhlich (64.), 3:5 Melina Langer (73.), 3:6 Gröhlich (90. +2).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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