02.05.2026 20:34
Oberliga Frauen
Hildesheim ringt Tündern nieder - „Sie wollten es unbedingt“
PSV Hildesheim mit leidenschaftlichem Kampf / Voss: „Der Sieg für Hildesheim geht absolut in Ordnung"

Hannah Schulze hatte in der Anfangsviertelstunde die Führung auf dem Fuß.
BW Tündern – PSV GW Hildesheim 0:2 (0:1).
Im Duell mit dem PSV GW Hildesheim mussten die Oberliga-Frauen von BW Tündern eine bittere 0:2-Heimniederlage hinnehmen. Während die „Schwalben“ spielerisch gut begannen, kauften die Gäste ihnen mit zunehmender Dauer den Schneid ab.
Dabei sah es in der Anfangsphase noch vielversprechend für die Gastgeberinnen aus. Tündern startete druckvoll und kam bereits in der 13. Minute zur ersten dicken Gelegenheit: Hannah Schulze schloss jedoch etwas zu zentral ab. „Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen“, bestätigte Voss. „Wir hatten gute 20 Minuten, in denen wir uns ordentlich nach vorne kombiniert haben, ohne dabei die ganz großen Riesenchancen zu kreieren.“
Doch nach der starken Anfangsphase der Blau-Weißen biss sich Hildesheim immer mehr in die Partie. Die Gäste überzeugten vor allem durch ihre Moral. „Hildesheim hat sich klasse reingekämpft, für ihre kämpferische Leistung muss man ihnen eine 1+ geben“, lobte Voss den Gegner. Der Führungstreffer für den PSV fiel dann allerdings unter die Kategorie „unglücklich“: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld wollte Sophie Niebisch klären, verlängerte den Ball jedoch unglücklich ins eigene Tor (39.).
Nach dem Seitenwechsel versuchte Voss, mit einer Umstellung von Jill Hedderich neue offensive Impulse zu setzen. Hildesheim blieb körperlich präsent und verteidigte leidenschaftlich. Dennoch kam Tündern zu Möglichkeiten: Erst scheiterte Alena Rohr nach einer Ecke per Kopf, dann verhinderte eine überragende Parade von PSV-Torfrau Jolien Auracher den Ausgleich.
Letztlich fiel die Entscheidung auf der anderen Seite. Nach einer Ecke war Maja Mierisch zur Stelle und erhöhte per Kopf auf 2:0 (82.). „Wir haben danach zwar noch einmal alles versucht und hatten sogar einige gute Durchbrüche, sind aber zweimal an der gegnerischen Torhüterin gescheitert“, so Voss.
Am Ende blieb die Erkenntnis, dass an diesem Tag der Wille den Ausschlag gab. „Der Sieg für Hildesheim geht absolut in Ordnung. Sie wollten es unbedingt, waren griffiger und hatten die bessere Körpersprache“, resümierte Konrad Voss ehrlich. „Bei uns hingegen merkt man zum Ende der Saison hin leider, dass die Kraft nicht mehr so da ist.“
Tore: 0:1 Eigentor Sophie Niebisch (39.), 0:2 Maja Mierisch (82.).
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