18.04.2026 20:15
Oberliga Frauen
Dreierpack! Gröhlich genial - Tündern feiert zweiten Sieg in Folge!
Verletzungspech - Göttingen muss in Unterzahl weiterspielen

Tünderns Hanna Gröhlich überflügelte alle.
BW Tündern – SVG Göttingen 4:0 (2:0).
Der Knoten ist endgültig geplatzt: Nach der langen Durststrecke der vergangenen Monate haben die Oberliga-Frauen von BW Tündern endgültig zurück in die Spur gefunden. Mit einem 4:0-Erfolg gegen die SVG Göttingen feierten die „Schwalben“ den zweiten Sieg in Folge und untermauerten ihre aufsteigende Form. Vor allem eine Spielerin bekamen die Gäste dabei zu keinem Zeitpunkt in den Griff.
Dabei legte die Elf von Trainer Konrad Voss los wie die Feuerwehr. „Wir sind richtig gut reingekommen“, freute sich der Coach. Bereits in der 4. Minute verbuchten die Gastgeberinnen einen gefährlichen Durchbruch über die Außenbahn, doch eine Doppelchance zur frühen Führung blieb ungenutzt, weil Göttingens Torhüterin Danica Lakemann zweimal glänzend parierte.
Nach einer etwas ruhigeren Phase fiel in der 16. Minute schließlich der verdiente Führungstreffer – und der war nichts für schwache Nerven. Hanna Gröhlich tankte sich über rechts durch, flankte präzise an den zweiten Pfosten, wo Celine Keune herangerauscht kam und das Leder über die Linie drückte. „Das war ein Tor, für das man dahin gehen musste, wo es wehtut. Richtig gut, dass sie da den unbedingten Willen hatte“, konstatierte Voss, da Keune bei der Aktion schmerzhaft mit einer Gegenspielerin zusammenstieß.
In der Folge passten die Blau-Weißen ihre Taktik an. „Wir haben uns danach etwas zurückgezogen und bewusst auf Konter gelauert“, erklärte Voss. Der Plan ging prompt auf: Sophie Niebisch schickte Gröhlich mit einem perfekt temperierten Pass in die Tiefe, die eiskalt zum 2:0 vollendete (25.). Fast hätte Gröhlich noch vor der Pause nachgelegt, scheiterte aber erneut an der starken SVG-Keeperin.
Die Gäste aus Göttingen hatten unterdessen mit großem Pech zu kämpfen. Gleich drei Verletzungsunterbrechungen in der ersten Halbzeit dezimierten das Team, das ohnehin nur mit zwei Auswechselspielerinnen angereist war. In der Folge musste die SVG in Unterzahl weiterspielen. Kurios: Trotz der personellen Unterlegenheit zeigten sich die Göttingerinnen zu Beginn des zweiten Durchgangs spielbestimmend und wehrten sich tapfer.
Doch die individuelle Klasse von Hanna Gröhlich machte an diesem Tag den Unterschied. In der 65. Minute startete sie ein beeindruckendes Solo durch das Zentrum, umkurvte die Torhüterin und schob zum 3:0 ein. Den Schlusspunkt setzte erneut das Duo Niebisch/Gröhlich: Ein Ballgewinn im Zentrum und ein Steckpass von Niebisch führten zum 4:0 (81.) – nahezu eine Kopie des zweiten Treffers.
Dass die Null am Ende stand, war auch ein Verdienst von Torhüterin Paula Stegmaier, die in der Schlussphase zweimal hervorragend parierte, als Göttingen auf den Ehrentreffer drängte. „Paula war hinten ein extrem sicherer Rückhalt. Sie hat sehr gut mitgespielt und war mit ihren Kommandos eine wichtige Stütze“, verteilte Voss ein Sonderlob an seine Keeperin sowie an die omnipräsente Gröhlich. „Zudem war es eine sehr gute Schiedsrichterleistung von Alina Hausold.“
Tore: 1:0 Celine Keune (16.), 2:0 Hanna Gröhlich (25.), 3:0 Gröhlich (65.), 4:0 Gröhlich (81.).
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