12.04.2026 15:42
Oberliga Frauen
Endlich wieder Jubel: Blau-Weiße Erleichterung nach 3:0-Sieg beim HSC
Nach zwölf Spielen ohne dreifachen Punktgewinn belohnen sich die Tünderanerinnen beim HSC

Ungewohntes Gefühl: Tünderns Frauen dürfen endlich wieder jubeln. Foto: privat.
HSC Hannover - BW Tündern 0:3 (0:1).
Endlich! Nach einer gefühlten Ewigkeit von zwölf sieglosen Partien haben die Oberliga-Frauen von BW Tündern den Bock umgestoßen. Mit einem souveränen 3:0-Erfolg beim HSC Hannover schafften die „Schwalben“ den ersehnten Befreiungsschlag und hielten einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller auf Distanz. Dabei stimmten von Beginn an die Vorzeichen. „Wir sind sehr gut in das Spiel auf einem wunderbaren zu bespielenden Platz im HSC-Stadion gekommen. Die Rahmenbedingungen waren perfekt“, freute sich Tünderns Trainer Konrad Voss über den Auftakt. Seine Elf war sofort präsent: „Wir waren körperlich da und haben eine gute Intensität an den Tag gelegt.“ Bereits in der 10. Minute lag der Jubel auf den Lippen der Gäste, doch ein Treffer von Hanna Gröhlich wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgenommen.
Tündern blieb jedoch am Drücker. Zwar fehlte bei vielen Durchbrüchen zunächst noch die letzte Präzision in der Mitte, doch kurz vor der Pause war es dann soweit: Hanna Gröhlich tankte sich mit einer starken Einzelaktion durch das Zentrum und schob das Leder mit links von der Strafraumkante passgenau ins Eck (39.). „Eine absolute Willensleistung“, adelte Voss seine Torjägerin. Fast wäre vor dem Pausenpfiff das 2:0 gefallen, doch ein starker Reflex der HSC-Keeperin lenkte den Ball noch an die Latte. Auf der Gegenseite verbuchte Hannover lediglich einen gefährlichen Fernschuss.
Nach dem Seitenwechsel machten die Blau-Weißen dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Eine Freistoßflanke von Jill Hedderich fand den Kopf von Marlena Fedder, die zum 2:0 einnickte (53.). Im Anschluss folgte die stärkste Phase der Gastgeberinnen, die mit zwei bis drei gefährlichen Fernschüssen aufhorchen ließen, das Gehäuse jedoch knapp verfehlten. In der 70. Minute machte Tündern dann den Deckel drauf: Erneut war es die agile Gröhlich, die steil geschickt wurde, das Leder zwischen Verteidigerin und Torhüterin wegspitzelte und zum 0:3-Endstand einschob. „Der Schlüssel zum Erfolg war heute unsere standfeste Defensive. Wir haben den Bann gebrochen und können nach 12 sieglosen Spielen doch noch gewinnen. Das fühlt sich einfach nur gut an“, atmete Voss tief durch. „Wir sind immer noch gut genug, dementsprechend happy sind wir alle. Ich freue mich so sehr für die Mannschaft, dass sie sich endlich mal wieder belohnt und bewiesen hat, dass es noch geht.“
Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung hob Voss neben Doppeltorschützin Gröhlich auch die eingewechselten Leonie Schmidt und Fee Banse hervor. Letztere lieferte eine Geschichte für sich: Ohne Schlaf und trotz Zug-Querelen reiste sie direkt vom Auswärtsspiel der Hannover 96-Profis in Darmstadt an, um ihr Team zu unterstützen. „Hut ab, das ist vorbildlicher Einsatz für das Team“, lobte ihr Coach. Einziger Wermutstropfen: Die verletzungsbedingten Ausfälle von Nika Widerstein und Carolin Heyder. Mit dem positiven Gefühl des Sieges blicken die Tünderanerinnen nun optimistisch auf die kommende Trainingswoche.
Tore: 0:1 Hanna Gröhlich (39.), 0:2 Marlena Fedder (53.), 0:3 Gröhlich (70.).
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