Während am kommenden Sonntag tausende Läufer beim Hannover-Marathon an den Start gehen, steht für die Frauen von Blau-Weiß Tündern ein ganz eigenes, sportliches Pflichtprogramm auf dem Plan. In der Oberliga gastiert das Team von Trainer Konrad Voss beim HSC Hannover zu einem Duell, das für den weiteren Saisonverlauf richtungsweisend sein könnte. Die Ausgangslage ist an Spannung kaum zu überbieten: Tündern belegt aktuell den zehnten Tabellenplatz, nur drei Punkte vor dem HSC auf Rang zwölf. In einem extrem engen Klassement, in dem die Tabelle noch immer ein verzerrtes Bild abgibt, ist das Polster der Blau-Weißen auf die gefährliche Zone zuletzt bedrohlich geschmolzen. Ein Sieg in Hannover wäre ein Befreiungsschlag, um den HSC auf Distanz zu halten und den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld wiederherzustellen. Der Start ins Fußballjahr 2026 verlief für beide Seiten zäh. Während der HSC Hannover erst zwei Pflichtspiele absolvieren konnte (ein Remis gegen Wendessen, eine Pleite gegen Göttingen), kommt Tündern aus drei Partien mit nur einem Zähler.
„Dennoch ist mein Glaube an die Mannschaft weiterhin ungebrochen"
„Am Sonntag gastieren wir beim HSC Hannover – allerdings nicht für den zeitgleich stattfindenden Marathon, wie man vermuten könnte, sondern für unser Auswärtsspiel. Für uns ist es die wichtigste Partie dieser Saison. Auch wenn die Tabelle noch nicht vollständig begradigt ist, steht fest: Unser Polster auf die Abstiegsplätze ist geschrumpft. Unter Umständen könnte am Ende sogar der vorletzte Platz gefährlich werden. Der HSC liegt aktuell drei Punkte und zwei Plätze hinter uns. Mit einem Sieg könnten wir die Hannoveranerinnen also auf Distanz halten und unser Punktepolster wieder ausbauen. Das Hinspiel endete 1:1, wobei wir erst spät und recht unglücklich den Ausgleich hinnehmen mussten. Apropos unglücklich: In dieser Spielzeit scheint sich ohnehin vieles gegen uns verschworen zu haben, so auch zuletzt in Barum. Dort haben wir am Ende zwar nicht gut genug agiert, hatten aber auch schlichtweg kein Glück – zudem liefen viele Entscheidungen gegen uns. Dennoch ist mein Glaube an die Mannschaft weiterhin ungebrochen. Ich bin überzeugt, dass es dieses eine Spiel geben wird, das alles verändert. Wir wollen und müssen punkten, um nicht noch tiefer in den Abstiegskampf zu geraten. Sechs Partien sind in dieser Saison noch zu absolvieren, aus denen ich neun Punkte von meinem Team fordere – dann wären wir auf der sicheren Seite. Am Sonntag wird es vor allem darauf ankommen, effizient zu sein und defensiv stabil zu stehen. Wenn bei uns hinten die Null steht, gewinnen wir das Spiel, da bin ich mir sicher.“
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