08.03.2026 13:22

Oberliga Frauen


Stotterstart: Tündern findet zu spät ins neue Jahr

„Es fühlte sich heute ein bisschen so an, als hätte man uns im Vergleich zu den Testspielen den Stecker gezogen"
Carolin Heyder BW Tuendern Fussball Oberliga Frauen
Tünderns erfahrene Abwehrfrau Carolin Heyder musste verletzt runter.

FC Eintracht Northeim – BW Tündern 2:0 (1:0)

Gebrauchter Tag für die „Schwalben“: Zum ersten Punktspiel des Jahres mussten sich die Frauen von BW Tündern beim FC Eintracht Northeim mit 0:2 geschlagen geben. Der Start in die Restrunde verlief für das Team von Trainer Konrad Voss alles andere als nach Plan.

Während die Vorbereitung noch vielversprechend verlief, fand Tündern zum Pflichtspielauftakt kaum zu seinem Rhythmus. „Es fühlte sich heute ein bisschen so an, als hätte man uns im Vergleich zu den Testspielen den Stecker gezogen. All das, was wir uns vorgenommen hatten und was zuletzt gut funktionierte, war in der ersten Halbzeit nicht vorhanden“, analysierte Voss nach der Partie.
Bereits in der 20. Minute hatten die Gäste Glück, als Northeim eine Großchance am zweiten Pfosten ungenutzt ließ. Kurz vor der Pause war die Eintracht erfolgreicher: Johanna Gießler kam am rechten Sechzehnereck zum Abschluss und versenkte den Ball flach im linken unteren Eck zur verdienten 1:0-Führung für die Eintracht (38.).

Nach einer deutlichen Halbzeitansprache zeigten die Tündererinnen im zweiten Durchgang eine Reaktion. Das Team investierte läuferisch und kämpferisch mehr, tat sich spielerisch gegen die kompakte Northeimer Defensive jedoch weiterhin schwer. „Wir waren dann besser drin, blieben mit dem Ball aber oft zu ideenlos“, so Voss. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich bot sich in der 66. Minute: Nach einem Rückpass von der Grundlinie schien das 1:1 fällig, doch ein Northeimer Bein blockte den Schuss in letzter Sekunde noch vor der Torlinie.

In der Schlussphase musste Tündern zudem den verletzungsbedingten Ausfall von Carolin Heyder verkraften. Voss stellte auf eine Dreierkette um, um den Druck zu erhöhen, doch die zwingenden Chancen blieben aus. Stattdessen konterte Northeim gefährlich. In der Nachspielzeit brach Gesa Radtke über links durch und sorgte mit ihrem Treffer zum 2:0 für die Entscheidung (90.+2).

Zu allem Überfluss sah eine Tünderer Spielerin eine Minute später nach einer Notbremse noch die Rote Karte. „Es war nur ein leichter Kontakt, aber der Schiedsrichterin blieb da keine Wahl. Das macht es für die kommenden Wochen natürlich nicht einfacher“, resümierte Voss und setzte auf die bessere zweite Hälfte: „Wir müssen nächste Woche an die Leistungssteigerung aus der zweiten Halbzeit anknüpfen.“
Tore: 1:0 Johanna Gießler (38.), 2:0 Gesa Radtke (90.+2). Besonderes: Rote Karte für BW Tündern (90.+3/Notbremse).
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Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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