15.11.2025 21:38
Oberliga Frauen
Verkehrte Welt bei Blau-Weiß: Tündern macht das Spiel, Wendessen die Tore
BWT spielt „überragende erste Halbzeit“, liegt aber zwischenzeitlich 0:3 hinten

Anna Franke (re.) blieb mit Tündern weiterhin sieglos.
BW Tündern – SV Wendessen 2:4 (2:3).
Tünderns Negativserie will einfach nicht abreißen. Gegen Wendessen gab´s zum achten Mal in Folge keinen Sieg. Warum die Blau-Weißen am Samstagabend mit 2:4 unterlagen, konnte sich aber auch Tünderns Coach Konrad Voss nicht erklären: „Das klingt jetzt absurd, aber wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt und tollen Kombinationsfußball gezeigt – nur sind die Tore auf der Gegenseite gefallen. Das Chancenplus lag ganz klar bei uns.“ Schon nach zwölf Minuten hätten die Gastgeberinnen in Führung gehen können, scheiterten aber gleich doppelt an SVW-Keeperin Anna Behrens. Stattdessen stießen die Gäste nach einem Tünderaner Ballverlust über links vor, gaben die Kugel in die Mitte und Lena-Lamona Schwabe markierte das 1:0.
Während Blau-Weiß per Kopf nach einer Ecke den Ausgleich verpasste, landete ein Befreiungsschlag bei Wendessens Christiane Sturm, die die Kugel aus 25 Metern per Dropkick ins lange Eck setzte. Zum allem Überfluss aus Sicht der Gastgeberinnen rief ein zu kurz geratener Rückpass erneut Sturm auf den Plan, die nach 37 Minuten auf 3:0 für den Sportverein stellte. Doch die „Schwalben“ gaben sich nicht geschlagen und setzten kurz vor der Pause zum Doppelschlag an. Erst verkürzte Marlena Fedder per Kopf nach einer Ecke (43.), dann war Hanna Gröhlich nach einem langen Ball auf rechts auf und davon.
„Wahrscheinlich hätte es nicht lange gedauert, bis wir das 3:3 gemacht hätten. Leider ist uns die Halbzeitpause dazwischen gekommen“, kommentierte Voss später, der sein Team auch in den zweiten Durchgang gut starten sah: „Wir waren zwar nicht mehr ganz so stark wie vor der Pause aber immer noch tonangebend.“ Doch die spielerische Dominanz war nicht das einzige, was sich aus dem ersten Durchgang wiederholte – auch die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor kam bei Blau-Weiß wieder zum Tragen. Trotz mehrerer aussichtsreicher Gelegenheiten und Fernschüsse gab es keinen weiteren Treffer für Blau-Weiß.
Stattdessen leitete ein Fehler im Spielaufbau der „Schwalben“ den K.O.-Punch ein. Aus 25 Metern knallte Schwabe die Kugel mit links in den rechten Giebel zum 4:2-Endstand für Wendessen. Voss war am Ende ratlos: „Es gibt heute kaum etwas, dass ich kritisieren kann. Jeder Fehler von uns wurde eiskalt bestraft. Mir tut es leid für die Mannschaft, dass sie sich für diese Leistung nicht belohnen konnte. Wir werden jetzt alles tun, um in den verbleibenden beiden Spielen bis zur Winterpause nochmal zu gewinnen.“ Obendrein lobte der Coach die „überragende“ Leistung von Mittelstürmerin Hannah Schulze sowie den Auftritt der eingewechselten Fee Joern.
Tore: 0:1 Lena-Lamona Schwabe (16.), 0:2 Christiane Sturm (30.), 0:3 Sturm (37.), 1:3 Marlena Fedder (43.), 2:3 Hanna Gröhlich (45. +1), 2:4 Schwabe (74.).
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