10.08.2025 15:58
Oberliga Frauen
Da war mehr drin: Doppelschlag vermiest Tünderns Liga-Auftakt
„Angesichts der wirklich guten ersten Hälfte bin ich schon enttäuscht über den Spielausgang“

Zoe Zidov scheiterte mit den Tünderanerinnen knapp am Punktgewinn.
SV Lehrte – BW Tündern 2:1 (0:0).
Zum Ligaauftakt scheiterten die Tünderanerinnen um ein Haar beim hoch gehandelten Team aus Lehrte. „Das war heute eine deutlich Steigerung zum Spiel gegen Brauschweig (1:7, Anm. d. Red.). Wir wollten den Fokus auf die Defensive legen. Das ist uns eine Halbzeit lang in allen Mannschaftsteilen sehr gut gelungen“, eröffnete BWT-Trainer Konrad Voss den Spielbericht. Im Gegensatz fanden die Gäste selbst nur kaum ins eigene Offensivspiel. So ergab sich in den ersten 45 Minuten nur eine echte Torchance, als die Gastgeberinnen den Ball in die Schnittstelle zwischen Tünderns Innen- und Außenverteidigerin legte, den anschließenden Schussversuch jedoch am langen Eck vorbeisetzte. „Ich hatte das Gefühl, dass das Spiel zu uns kippen zu schien. Deshalb wollten wir defensiv genauso weitermachen. Leider haben wir stattdessen stark nachgelassen und waren behäbiger und langsamer in unseren Aktionen“, haderte Voss.
So dauerte es nur rund 20 Minuten, ehe Lehrte den Führungstreffer erzielte. Nach einem Tünderaner Fehlpass im Aufbauspiel verloren die „Schwalben“ die Ordnung. Lehrte wagte einen Vorstoß über die rechte Offensivseite. Den ersten Abschluss wusste BWT-Keeperin Paula Stegmaier noch zu parieren, den Abpraller nickte Hannah Lena Gudra dann in die Maschen. Nur vier Minuten später folgte der zweite Streich. Ein Fernschuss der Lehrterinnen klatschte an die Latte, ehe Laura Meyer den Rebound in den Maschen unterbrachte – sehr zum Ärgernis von Trainer Voss: „Der Ball hatte mehrere Sekunden Airtime, doch niemand von uns hat sich für den Ball verantwortlich gefühlt. Trotzdem muss ich das Team für die Aktionen danach nochmal loben. Sie haben alles versucht, um ein Comeback zu starten.“
Die Blau-Weißen schoben in der Folge höher und liefen die Lehrterinnen früher an. Mit Erfolg: in der 83. Minute verschärfte Mittelfeldmotor Sophie Niebisch das Tempo, spielte einen Doppelpass mit Alena Rohr und versenkte die Kugel daraufhin im langen Eck. „Daraufhin waren wir drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen, der in meinen Augen auch verdient gewesen wäre“, fuhr der Coach fort. Und tatsächlich ergab sich in der Nachspielzeit sogar noch die dicke Gelegenheit zum Punktgewinn. Nach einem Eckball kam Hannah Schulze an den Ball, der Volley-Versuch landete allerdings knapp neben dem rechten Pfosten. Somit blieb´s beim knappen 2:1 für den SVL. Voss war am Ende bedient: „Natürlich war das heute eine weitaus bessere Leistung als gegen Brauschweig, angesichts der wirklich guten ersten Hälfte bin ich aber schon enttäuscht über den Spielausgang.“ Lobende Worte gab es dennoch für die Leistungen von Schulze und Marlena Fedder in der Defensive.
Tore: 1:0 Hannah Lena Gudra (67.), 2:0 Laura Meyer (71.), 2:1 Sophie Niebisch (83.).
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