Der RSV Barntrup machte am gestrigen Abend gegen den Tabellenvorletzten das halbe Dutzend voll und kletterte durch den Sieg im Nachholspiel auf Rang vier. Dabei verlief der erste Durchgang trotz der Führung durch Luka Zeisberg (22.) noch nicht vollkommen nach Wunsch der Hausherren. Barntrup verpasste es vor der Pause, für klare Verhältnisse zu sorgen, als Noah Stukenbrok eine Großchance ungenutzt ließ. „In der ersten Halbzeit ist Noah alleine aufs Tor zugelaufen, der Torwart lag schon auf dem Boden. Das hätte er ein bisschen schlauer lösen können“, berichtete Barntrups sportlicher Leiter Bastian Huxoll. Defensiv geriet der RSV hingegen zu keinem Zeitpunkt in Bedrängnis: „Lukas Meyer im Tor durfte sich eher selbst warmhalten, als dass er wirklich vor Herausforderungen gestellt worden ist bzw. vor Torschancen gestanden hätte.“
Knoten platzt nach dem Seitenwechsel
Nach der Pause entwickelte sich die Partie zu einer einseitigen Angelegenheit – auch dank frischer Impulse von der Bank. „Warisi Ayatunde Ayanniyi ist reingekommen, hat in den zweiten 45 Minuten stark gespielt und war auch mit an den Toren beteiligt“, lobte Huxoll. Insbesondere die Vorarbeit zum 2:0 durch Stukenbrok (67.) ging auf das Konto des Jokers: „Er hat das 2:0 wirklich sehr stark vorbereitet, wie er den Ball an der Außenlinie erkämpft hat, noch bevor er ins Aus ging, und dann ins Eins-gegen-Eins mit dem Querpass zu Noah gegangen ist. Der musste nur noch einschieben.“
Danach lief es bei den Barntrupern wie am Schnürchen. Nach dem 2:0 fielen die weiteren Treffer im Minutentakt. Philipp Sölter stellte auf 3:0, Stukenbrok veredelte den Kantersieg anschließend mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von fünf Minuten und avancierte mit seinen vier Treffern zum überragenden Mann auf dem Platz. Für Huxoll war der Vierfachtorschütze daher „sehr deutlich der Spieler des Spiels“. Das Fazit des sportlichen Leiters fiel dementsprechend rundum positiv aus: „Das war ein verdienter 6:0-Sieg, der auch wirklich ungefährdet war. Man hätte es nur schon in der ersten Halbzeit entscheiden können, aber nachdem das 2:0 fiel, lief es dann Schlag auf Schlag.“
Tore: 1:0 Luka Zeisberg (22.), 2:0 Noah Stukenbrok (67.), 3:0 Philipp Sölter (77.), 4:0 Stukenbrok (80.), 5:0 Stukenbrok (84.), 6:0 Stukenbrok (85.).
RSV Barntrup – SG Bentorf/Hohenhausen II (Sonntag, 15 Uhr).
Am kommenden Sonntag geht es für den neuen Tabellenvierten aus Barntrup schon in die nächste Runde. Erneut vor heimischer Kulisse trifft der RSV auf den Tabellenachten der SG Bentorf/Hohenhausen II. Nach zwei Niederlagen in Folge feierten die Gäste zuletzt einen 4:1-Erfolg gegen Schlusslicht Entrup. Die Gastgeber dagegen dürften nach wettbewerbsübergreifend fünf Siegen und einem Remis aus den letzten sechs Spielen mit ordentlich Rückenwind in die Partie gehen.
„Einen Rückschlag sollten wir definitiv vermeiden“
„Den Gegner kennen wir noch aus der letzten Saison. Damals haben wir zuhause gegen sie verloren. Das wollen wir diese Saison auf jeden Fall besser machen. Bei dem oder anderen ist noch ein kleines Fragezeichen, ob er am Sonntag wirklich dabei sein kann und wer nicht, aber auch mit dem dem Kader sollten wir in der Liga sein, die drei Punkte zu holen und weiterhin im Aufstiegsrennen aktiv dabei zu sein. Einen Rückschlag sollten wir definitiv vermeiden.“
Kommentare