06.08.2026 08:11
Meldung
Generationswechsel beim Schiedsrichterausschuss: Rieke macht Platz für Völksen!
Rieke mit beruflicher Veränderung / Völksen: „Ich finde es wichtig, dass ein KSO immer vor Ort ist"

Max Völksen geht künftig als Hameln-Pyrmonts Kreisschiedsrichterausschussvorsitzender voran.
Beim Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) des NFV-Kreises Hameln-Pyrmont steht ein Wechsel an der Spitze bevor: Der langjährige Vorsitzende Michael Rieke zieht sich aus beruflichen Gründen vorzeitig von der Führungsposition zurück. Grund dafür ist seine Wahl zum Betriebsratsvorsitzenden in einem global agierenden Unternehmen.
Da mit der neuen beruflichen Rolle eine höhere Auslastung einhergeht, sieht Rieke seine Präsenz vor Ort gefährdet: „Da ich bei einer Belegschaftsgröße von 180 Personen noch nicht freigestellt werden kann, würde sich meine Möglichkeit, für den Kreisfußballverband als Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses in Präsenz tätig zu sein, noch weiter einschränken.“
Ämtertausch im Schiedsrichterausschuss
Ursprünglich war ein schrittweiser Führungswechsel bis zum Jahr 2028 geplant. Nach Gesprächen mit seinem Stellvertreter Max Völksen entschied sich Rieke jedoch, diesen Schritt vorzuziehen. Ganz zieht sich Rieke jedoch nicht zurück: Er tauscht vorerst die Rolle mit Völksen und bleibt dem Gremium erhalten: „Ich werde künftig als stellvertretender Vorsitzender fungieren sowie die Verwaltungs- und Organisationsaufgaben weiter ausführen.“
Max Völksen soll auf der Kreisvorstandssitzung am 24. August 2026 gemäß der NFV-Satzung kommissarisch zum neuen Vorsitzenden ernannt werden. Da Völksen derzeit noch als Lehrwart gebunden ist, erfolgt seine Einarbeitung in die Hauptverantwortung wie geplant schrittweise bis 2028.
Symbolische Staffelübergabe im Februar 2027
Der offizielle Rahmen für den Abschied steht ebenfalls bereits fest: Beim Schiedsrichter-Neujahrsempfang am 12. Februar 2027 wird Rieke seine letzte Veranstaltung als Leiter abhalten und den Staffelstab symbolisch an Max Völksen übergeben.
Rieke blickt auf eine arbeitsintensive und erfolgreiche Zeit an der Spitze der Hameln-Pyrmonter Schiedsrichter zurück: „In den 19 Jahren haben wir gemeinsam viel erlebt: Wir haben die komplette Digitalisierung als Pilotprojekt für den NFV durchgeführt, eine Pandemie gemeinsam überstanden und den Spielbetrieb der ‚Schiedsrichterei‘ immer aufrecht erhalten.“
Fokus auf Präsenz vor Ort und klare Ansprechpartner
Sein Nachfolger Max Völksen sieht im Tausch der Rollen vor allem den Vorteil, dass die Präsenz an der Basis gesichert bleibt. „Ich finde es wichtig, dass ein KSO immer vor Ort ist – sei es bei Lehrabenden, Sitzungen, aber auch bei anderen Veranstaltungen wie den Hallenmasters oder dem Pokalfinale“, betont Völksen. Da er beruflich im Landkreis vor Ort beschäftigt ist, könne er diese Vor-Ort-Termine wahrnehmen: „Hier geht es auch darum, eine Repräsentationsfigur zu sein und für unsere Schiedsrichter als Ansprechpartner zu fungieren.“ Auch vor unbequemen Entscheidungen schreckt er nicht zurück: „Als KSO ist man natürlich auch immer so ein bisschen der ‚Böse‘ innerhalb des Ausschusses, da man Verwaltungsentscheide aussprechen muss. Aber auch für diese fühle ich mich gut vorbereitet.“
Fachkompetenz und stufenweise Einarbeitung
Völksen ist seit 2022 im Schiedsrichterausschuss aktiv – zunächst als stellvertretender Lehrwart, später als Lehrwart und seit 2025 als stellvertretender KSO. Für die neue Leitungsfunktion sieht er sich auch durch seinen Hauptberuf gerüstet: „Aufgrund meines Berufes in der öffentlichen Verwaltung sehe ich mich gut für diese Stelle vorbereitet. Gesetze und Verordnungen zu lesen und anzuwenden gehört zu meinen täglichen Aufgaben im Arbeitsleben, und ich denke, dass ich diese auch gut im Ehrenamt anwenden kann.“
Bis zum Kreisfußballtag 2028 steht neben der Einarbeitung durch Michael Rieke vor allem eine personelle Weichenstellung an: Die Suche nach einem Nachfolger für Völksens bisheriges Amt. „Bis dahin wird es auch das Ziel sein, dass wir die vakante Position des Lehrwartes bestmöglich nachbesetzen, da ich nicht beide Aufgaben auf Dauer wahrnehmen kann.“
Für sein vielfältiges Engagement – unter anderem auch bei der Freiwilligen Feuerwehr und als Vereinsschiedsrichterobmann beim TB Hilligsfeld – bringt Völksen weiterhin vollen Einsatz mit und blickt der Aufgabe mit Vorfreude entgegen. Sein augenzwinkerndes Fazit: „Ehrenamt ist ja irgendwie so eine Krankheit. Mit entsprechender Vorbereitung fühle ich mich aber gut gerüstet, diese Rolle wahrnehmen zu dürfen, und freue mich auf die gemeinsame Arbeit mit dem Kreisvorstand.“
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