12.06.2026 23:20

Meldung


Salzhemmendorf feiert Torfestival - Sparkassen-Supercup bleibt in Hameln-Pyrmont!

Der Lohn: 1.000 Euro von der Sparkasse Hameln-Weserbergland & Schaumburg / Wintel: „Heute noch mal so ein Spiel abzuliefern – wir freuen uns jetzt alle auf die Sommerpause!“

BW Salzhemmendorf Sparkassen Supercup Sieger 2026 Fussball
BW Salzhemmendorf ist Sparkassen-Supercup-Sieger 2026. Foto: Oliver Branske.

BW Salzhemmendorf – FC Hevesen 6:2 (4:1)

Großer Jubel in Salzhemmendorf: Die Blau-Weißen haben sich nach der Meisterschaft in der Kreisliga Hameln-Pyrmont nun auch die Krone zweier Landkreise aufgesetzt! In der vierten Auflage des Sparkassen-Supercups bezwang der Heimverein den Schaumburger Meister FC Hevesen deutlich mit 6:2. Entsprechend glücklich zeigte sich BW-Coach Chris Wintel nach dem Abpfiff: „Insgesamt für uns einfach ein schöner Abschluss der Saison. Heute noch mal so ein Spiel abzuliefern – wir freuen uns jetzt alle auf die Sommerpause!“

Hevesen legt vor, Salzhemmendorf dreht auf
Dabei erwischte der Gast aus Schaumburg, der mit der Empfehlung von 113 Saisontoren angereist war, den besseren Start. Folgerichtig ging der FCH in der 15. Minute in Führung: Nach einer präzisen Hereingabe stieg Julian Seele am höchsten und köpfte zum vielumjubelten 1:1 ein. Doch die Hausherren ließen sich nicht schocken und fanden ab der 20. Minute immer besser in die Partie. Nach einer Ecke herrschte im Hevesener Strafraum wildes Gewühl – Luca Szepst schaltete am schnellsten und staubte zum 1:1-Ausgleich ab (26.).

In der Folge rückte FCH-Keeper Dennis Schmidt mit einigen Glanzparaden in den Mittelpunkt, ehe ihm in der 31. Minute ein unglücklicher Fauxpas unterlief: Beim Rauslaufen schlug der Schlussmann ein Luftloch, sodass Lennart Werra leichtes Spiel hatte und das Leder zur 2:1-Führung ins verwaiste Tor schob.
Schiri-Verletzung und Werras Traumtor vor der Pause
Kurios wurde es kurz darauf: Schiedsrichter Roman Steinbarth verletzte sich und konnte die Partie nicht weiterleiten. Nach einer kurzen Unterbrechung übernahm Assistent Jan Hendrik Dreyer die Pfeife, während Klaudia Rybicka – die in dieser Saison bereits über 100 Spiele an der Linie oder als Schiedsrichterin absolvierte – spontan als Assistentin nachrückte.

Die Salzhemmendorfer ließen sich von der ungeplanten Pause überhaupt nicht aus dem Rhythmus bringen. In der üppigen Nachspielzeit der ersten Hälfte schlug die Stunde der Wintel-Elf: Erst veredelte Louis-Phillip Herrmann einen messerscharfen Konter zum 3:1 (45.+4), ehe Lennart Werra kurz vor dem Pausenpfiff den Treffer des Tages erzielte. Werra vernaschte im gegnerischen Sechzehner zwei Verteidiger und schlenzte den Ball herrlich oben links in den Knick zum 4:1-Halbzeitstand (45.+8).

Heveser Hoffnung keimt kurz auf
Nach dem Seitenwechsel kamen die Schaumburger noch einmal mit viel Wut im Bauch aus der Kabine. Alexander Wellschmidt verkürzte bereits in der 48. Minute auf 2:4 und hauchte seinem Team wieder Leben ein. Hevesen war plötzlich am Drücker. „Wir haben das Momentum verpasst, als es 2:4 stand. Da waren wir am Drücker, haben dann aber einen dummen Ballverlust“, ärgerte sich Hevesens Torschütze Julian Seele nach dem Spiel.

Genau dieser Ballverlust leitete die Entscheidung ein: Lennart Werra markierte mit seinem dritten Treffer des Abends das 5:2 (63.) und zog den Gästen endgültig den Stecker. „Mit dem fünften Tor – auch so ein bisschen ein Geschenk, das wir kriegen – hatten wir das Spielglück auf unserer Seite und machen das Ding zu“, resümierte Salzhemmendorf-Coach Wintel. Danach plätscherte die Partie ein wenig dahin. Den Schlusspunkt setzte Thore Schrader in der 82. Minute zum 6:2-Endstand.

Am Ende nahm der Double-Sieger aus dem Ostkreis Pokal sowie 1.000 Euro-Scheck der Sparkassen Hameln-Weserbergland und Schaumburg entgegen – eine schöne Spritze für die Mannschaftskasse auf Abschlussfahrt, wie man aus Mannschaftskreisen hörte.

Auch die Kleinen ganz groß
Bereits vorab duellierten sich beiden D-Jugend-Kreismeister Hameln-Pyrmonts und Schaumburgs: Der JFV Hameln drehte einen anfänglichen 0:1-Rückstand gegen den VfR Evesen und siegte mit einem Treffer kurz vor Schluss letztlich 2:1. Was folgte: Riesenjubel aufseiten der Hamelner um das Trainerteam Mathis Müller und Jean-Pierre Albe. Coach Müller wurde überdies für seine herausragenden Leistungen als Trainer und Ehrenamtlicher zum DFB-Fußballheld 2025/26 vom NFV-Kreis Hameln-Pyrmont ausgezeichnet - und gleichzeitig von seinem Team verabschiedet. Ihn zieht es in der kommenden Saison in neue Gewässer. Wohin, wird sich zeigen.
Tore: 0:1 Julian Seele (15.), 1:1 Luca Szepst (26.), 2:1 Lennart Werra (31.), 3:1 Louis-Phillip Herrmann (45.+4), 4:1 Lennart Werra (45.+8), 4:2 Alexander Wellschmidt (48.), 5:2 Lennart Werra (63.), 6:2 Thore Schrader (82.).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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