31.07.2025 13:20
Meldung
Manege frei! Die überregionalen Teams bitten zur Show
Die Landes- und Bezirksliga der Herren und die Regional- und Oberliga der Frauen im Überblick

Die überregionalen Vertreter des Kreises
von Konrad Voss
An dieser Stelle sei nochmal der Hinweis auf unser AWesA Kreisliga Tippspiel gestattet. Nehmt gerne teil!
Was passiert in der Landesliga der Herren? Hält Tündern erneut die Klasse und welche Rolle kann die SSG Halvestorf spielen? In dieser Liga bleibt keine Zeit zum durchschnaufen, hier geht es das ganze Jahr über mächtig zur Sache und es gilt: wer rastet, der rostet.
Eine Etage tiefer in der Bezirksliga haben es der FC Bad Pyrmont Hagen und die Eintracht aus Afferde mit vielen Gegnern aus dem Kreis Hildesheim zu tun. Hier besteht wohl wenig Gefahr für die heimischen Vertreter. Nach gefühlt etlichen Jahren des Kampfes um dem Klassenerhalt erwarten wir also eine ruhige Bezirksliga-Saison aus heimischer Sicht. Im Gegenteil, das Überraschungspotential ist durchaus hoch.
Spannend wird auch Hastenbecks Abenteuer in der Regionalliga werden. Kann man mit den großen Fischen mitschwimmen? Der Klassenerhalt ist möglich. Viel Geduld wird man auf jeden Fall auf der Autobahn in Richtung Hamburg brauchen, laut Radio ist da gefühlt immer Stau und die Girls vom Sparkassen-Sportpark Hastenbeck (ehemals Reuteranger) müssen diese Strecke oft fahren.
Für Tünderns Frauen in der Oberliga sind die Wege zwar kürzer, die ausgerufenen Ziele dafür aber etwas höher als sonst. Doch Vorsicht liebe Schwalben, wir alle kennen die Geschichte von Ikarus, wenn man der Sonne zu nah kommt. Besinnt euch auf die Tugenden, die euch stark machen.
Landesliga Hannover
BW Tündern
Vorjahresplatzierung: 13.
Zugänge: Elian Rietsch (vereinlos, zuletzt Türkspor Augsburg), Jaden Geschle (SV Bavenstedt), Dogukan Aksu (TSV Barsinghausen), Kaan Gündüz, Alen Kestic (beide FC Preußen Hameln), Mason Just (TSV Klein Berkel), Bartosz Palm, Arber Cusaj (beide JFV Hameln A-Junioren), Sinan Korkmaz (FC Eldagsen), Yekta Berk Kahraman (FC Helmstedt), Niklas Berndt, Abdulquader Aljashi (beide eigene 2. Herren)
Abgänge: Dino Kestic, Aaron Schweins (beide FC Bad Pyrmont-Hagen), Manuel Lehnhoff (VfL Dielmissen), Peterson Jobe (Unbekannt), Alexander Manka (SSG Halvestorf), Adrian Gurgel (eigene Alte Herren), Silas Bödecker (TB Hilligsfeld), Maximilian Ringleff (VfB Hemeringen)
Eigene Zielsetzung: Klassenerhalt
Konnis Kommentar: „Wohin fliegen die Schwalben in dieser Spielzeit? Viele Neuzugänge gilt es für das Trainerduo Hau und Balk zu integrieren. Das bedarf normalerweise Zeit. Zeit hat man im Haifischbecken Landesliga aber bekanntlich nicht wirklich. Nachdem man sich in der letzten Saison nur durch das bessere Torverhältnis über Wasser halten konnte, wird es auch in dieser Spielzeit um den Klassenerhalt gehen. Mit Alex Manka hat man zudem den Go-To-Guy und absoluten Topscorer verloren. Doch es besteht Hoffnung: Einerseits ist man nicht mehr so leicht ausrechenbar, andererseits war Tündern schon einmal in einer ähnlichen Lage, als man damals Robin Tegtmeyer an die SG Hameln 74 verlor. Seiner Zeit zauberte man Lukas Kramer aus dem Hut und der überzeugte richtig. Vielleicht ein gutes Omen für Bartosz Palm? Offensiv zaubern kann der junge Mann sicher, aber wie steht es um seine Defensivarbeit? Die Defensive ist ein gutes Stichwort. Hier ist für die Trainer sicherlich am meisten Arbeit vonnöten, damit sich die Haie am Tünderaner Bollwerk die Zähne ausbeißen. Ich sage Petri Heil Tündern, doch Vorsicht, wer Angeln geht, der muss auch mal mit einem nassen Hosenboden rechnen. Am Ende der Spielzeit stehen die Stiefel aber wieder knapp im Trockenen und die Klasse wird gehalten.“
SSG Halvestorf
Vorjahresplatzierung: Aufsteiger aus der Bezirksliga
Zugänge: Ibrahim Adyemo (FC Springe), Diar Berisha (FC Preussen Hameln), Lukas Dönecke (VfV Hildesheim U 19), Ben Dubiel, Felix Maedchen (beide JfV Calenberger Land), Nico Habenicht, Myles Neumann (beide SSV Königsförde), Leonard Kelmendi (STK Eilvese), Luan Kelmendi (HSC Hannover), Alexander Manka (HSC BW Tündern)
Abgänge: Dennis Fulek, Bennett Heine, Seyhmus Karayilan (alle FC Preussen Hameln), Sipan Karayilan (unbekannt), Jan-Christoph Thom (TSV Krähenwinkel/Kaltenweide), Nils Witthuhn (VfB Hemeringen)
Eigene Zielsetzung: Klassenerhalt
Konnis Kommentar: „Oh lala, die SSG ist wieder da! Nach dem unfreiwilligen Intermezzo in der Bezirksliga erwarte ich am Piepenbusch die größten Showeinlagen. Manka und Tegtmeyer im Sturm, das steht für spektakuläre Tore und großen Unterhaltungswert. Mit Artjom Grincenko ist zudem ein neuer Zauberer an der Seitenlinie, der direkt einige neue, junge Spieler aus dem Hut gezaubert hat. Doch zu was ist die SSG nun im Stande? Wann verfliegt die Magie? Nun, auch in Halvestorf stellt sich mir die Frage nach der Defensive. Schafft es die Abwehr um Josh Jürgens und Tim Arndt sattelfest zu stehen, könnte man zum Stolperstein für einige Teams werden. Dann traue ich der SSG eine Saison im Mittelfeld der Tabelle zu. Doch Vorsicht vor den Spiegeltricks, denn das haben wir alle vor zwei Jahren schon einmal gedacht. Der Fluch vergangener Tage wurde allerdings gebannt und ich prognostiziere der SSG mehr als 50 Punkte und am Ende Platz sieben in der Liga.“
Bezirksliga Hannover Staffel 4
FC Bad Pyrmont Hagen
Vorjahresplatzierung: 13.
Zugänge: Luis Will, Jonah Kücking (beide SG FELS), Dino Kestic, Aaron Schweins (beide BW Tündern), Luca Bollmann, Phil Plughaupt, Florian Hilbert (alle SG Thal/Holzhausen), Tino Dittrich, Pascal Hannibal (beide SG Brakelsiek/Wöbbel), Marcel Prasse (SG Istrup/Brüntrup)
Abgänge: Maximilan Deppe, Florian Büchler, Georgios Konstantinidis (alle Karriereende), Ridvan Akkoc, Mohamad Mardenli, Mehmet Alandagi (alle FC Stadtoldendorf), Ben Weibert (unbekannt)
Eigene Zielsetzung: oberes Mittelfeld
Konnis Kommentar: „Für Bad Pyrmont Hagen war während der Relegation um den Klassenerhalt der Spongebob'sche Gegenteiltag, denn der Platz 13 wurde dann zur Glücksplatzierung. Allerdings könnte man Platz 13 auch in Platz Alarmstufe Dunkelrot umtaufen – oder: Nochmal so knapp und dann war's das wirklich, liebe Kurstädter. Nur: Guckt man sich mal eure Neuzugänge an, könnte man den Eindruck gewinnen, ihr wollt ein bisschen weiter oben in der Bezirksliga spielen. Vor vielen Jahren titelte AWesA mal: 'Vernascht seine Gegenspieler: 51 Tore-Hannibal wird Pyrmonter'. Nehmt die 51 Tore weg, alles andere müsste noch passen. Ein Vollblutstürmer vor dem Herrn – oder eher Teufel – wird eurer zuletzt noch zahnlosen Offensive Bissfestigkeit verleihen und kann den Abgang von Ben Weibert mindestens gleichwertig auffangen. Ansonsten gilt: Mit dem Abstieg werdet ihr mal gar nichts zu tun haben. Und das ist auch gut so. Das obere Mittelfeld ruft, ihr werdet folgen.“
SV Eintracht Afferde
Vorjahresplatzierung: Aufsteiger aus der Kreisliga
Zugänge: Marlin Meyer (SV Sebbenhausen-Balge), Maik Genge (TSV Bisperode), Alessandro Bracciale (FC Springe), Rafael Huisgen (TSV Brünnighausen)
Abgänge: Jannik Dörr (VfR Evesen), Justin Brandt (TB Hilligsfeld)
Eigene Zielsetzung: Klassenerhalt
Konnis Kommentar: „Die Axt im Haus erspart den Zimmermann. Getreu dieses Mottos hat sich die Afferder Eintracht durch die Kreisliga geschlagen. Die Gegner wurden reihenweise gefällt und am Ende stand der verdiente Aufstieg. Eine Liga höher hat man es nun wieder mit größerem Ungeziefer zu tun. Doch keine Panik, Schädlingsbekämpfer und Trainerteam ,Gerstamm' ist bereit und hat genügend Kater im Kader, um die Ratten aus der Stadt Hameln zurück nach Hildesheim zu treiben. Besonders vielversprechend ist die Abteilung Attacke rund um Jan Lange und Jörn Heinzelmann. Aber auch das Mittelfeld mit ,Mighty Maik' Genge, der eine gute fußballerische Ausbildung genießen durfte und die Abwehr um ,Iron Jannis' Helmsen kann sich sehen lassen. Der Kader wirkt zudem recht stabil in der Breite. Bleiben die Schlüsselspieler fit, könnte sich die Eintracht zu großen Taten aufschwingen und in der Bezirksliga das obere Drittel aufmischen. Ich glaube, hier besteht am ehesten Sensationspotential. Am Ende steht ein richtig guter dritter Platz.“
Frauen: Regionalliga Nord
SV Hastenbeck
Vorjahresplatzierung: Aufsteiger aus der Oberliga
Zugänge: Sophie Schäpsmeier (Herforder SV), Martha Louise Frieling (Hannover 96),
Lia Dubiel (Eintracht Exten), Annabell Hiob (SSV Elze), Emilija Langemann (Arminia Bielefeld)
Abgänge: Anna Kreter (jetzt Trainerteam SVH), Corinna Pradella (unbekannt), Lara Meier (Eintracht Exten), Lina-Sophie Seifert (Hannover 96)
Eigene Zielsetzung: Platz 5-9
Konnis Kommentar: „Mama Lity hat den Bau zwar nicht verlassen, doch leitet sie euch nur noch aus der Ferne zurufend an. Aber schwimmen müsst ihr jetzt selbst hinaus in die große, weite Welt, liebe Hastenbeckerinnen. Und dann schmeißt euch die liebevolle Mama auch noch direkt in den unentdeckten, tiefen Ozean der Regionalliga, bewohnt von noch viel gefährlicheren Orca-Pods, wie St. Pauli, Holstein Kiel oder Hannover 96. Zur Seite hat sie euch zumindest Experte Michael Lotze gestellt, der euch mental, wie körperlich auf ein neues Level hieven kann. Aber schwimmen müsst ihr trotzdem selbst. Ohnehin: Die Distanzen, die ihr hinter euch bringen müsst, sind in ungeahnte Rekordweiten ausgeartet. Hoffen wir, dass ihr das alles irgendwie gewuppt bekommt. Spaß beiseite: Es wird sehr spannend. Ihr steht vor einem einmaligen Abenteuer und für dieses Abenteuer musstet ihr doppelt so hart arbeiten wie alle anderen. Und ihr habt es gepackt. Ich bin mir sicher: Ihr packt das jetzt auch ohne die erfahrene Leitwölfin in der Abwehr, die euch hinten den Rücken freihält. Der gesamte Landkreis steht hinter euch und am Ende gibt es statt dem Seepferdchen den Klassenerhalt.“
Frauen: Oberliga Niedersachsen Staffel Ost
BW Tündern
Vorjahresplatzierung: 5.
Zugänge: Jill Hedderich, Rica Miserre (beide TSV Germania Reher)
Abgänge: -
Eigene Zielsetzung: Weiterentwicklung der Mannschaft - Steigerung zur letzten Saison. Oberes Tabellendrittel.
Janniks Kommentar: „Schade Konni, diesmal mache ich das für dich. Wäre ja sonst blöd, wenn Du deine geistigen Ergötzlichkeiten über deine eigene Mannschaft kippen müsstest. Passiert ja schon vor und nach jedem Training und Spiel – mindestens. Schaut man sich mal eure Zu- und Abgänge an, wird mal wieder deutlich: Ihr seid Tündern und nicht die schwarz-weißen Nachbarn. Mit einem fast unveränderten Kader wollt ihr Windmühlengallierinnen also wieder die Oberliga aufmischen. Diesmal aber nicht als selbsternannter Abstiegskandidat, sondern als ambitioniertes Team aus dem oberen Drittel – seid ihr ja auch auf Basis der letzten Saison. Nur: Ihr müsst es auch liefern. Und das traue ich euch definitiv zu. Von außen wirkt ihr wie eine unzertrennliche Einheit, gekittet mit legendären Party-Erlebnissen und unbändigem sportlichen Ehrgeiz. Hoffentlich ist das auch von innen so. Denn euer Ziel ist ziemlich sportlich, aber anders wäre es ja auch langweilig. Von daher hoffe ich, dass ihr euren Vereinsrekord als bestes Team des Vereins (HSC) BW Tündern auf vier Jahre in Folge ausbauen könnt.“
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