08.07.2024 15:10

Meldung


Diagnose: Blutkrebs. Wir sind alle betroffen - jetzt für Spende registrieren!

Tünderns Fußballfrauen rufen zur Spende auf - persönlich betroffen / Spenderin Amelie spricht über ihre Erfahrungen
BW Tuendern Fussball Frauen DKMS Spendenaufruf
Tünderns Fußballfrauen warben bereits beim Puclic Viewing in der Rattenfängerhalle für die DKMS-Stammzellenspende. Foto: privat.
Kaum zu glauben: Alle zwölf Minuten (!) bekommt ein Mensch in Deutschland die Diagnose „Blutkrebs“ mitgeteilt. So leider auch der junge Cousin einer Spielerin von BW Tündern. Keine einfache Zeit für den Betroffenen, seine Familie und Freunde.

Blutkrebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, bei denen Blutzellen entarten und sich unkontrolliert vermehren. Es gibt viele verschiedene Formen von Blutkrebs mit unterschiedlichen Verläufen und Symptomen.

Viele Patientinnen und Patienten können ohne eine lebensrettende Stammzellspende nicht überleben, und mit der Suche nach geeigneten Spendern beginnt immer auch ein Wettlauf gegen die Zeit. Je schneller ein „Match“ gefunden wird, desto größer sind die Überlebenschancen der Betroffenen. Leider ist es gar nicht so einfach, dass passende „Match“ zu finden. Daher ist es besonders wichtig, dass möglichst viele Menschen in der Datenbank der DKMS registriert sind.
So einfach können Du und alle anderen helfen:
  1. Online registrieren: https://www.dkms.de/registrieren
  2. Zuhause einen Abstrich im Mund machen
  3. Kostenlos zurückschicken. Fertig!
  4. Es tut nicht weh, ist kostenfrei, schenkt Hoffnung und kann Leben retten!


Amelie Stammzellenspende
Sie hat durch ihre Stammzellenspende möglicherweise ein Menschenleben gerettet: Amelie. Foto: privat.
Hier berichtet Amelie von ihren Erfahrungen als Spenderin:
„Ich hab im Frühjahr ein Anruf von der DKMS bekommen und wurde benachrichtigt, dass ich eventuell als Spenderin in Frage kommen würde. Darauf hin habe ich nochmal eine Blutprobe abgegeben und dann die Nachricht bekommen, ich könnte perfekt passen. Das gibt einem schon ein sehr schönes Gefühl, wenn man weiß, man kann jemandem eine zweite Chance geben. Es hat etwas gedauert, bis ich dann zur Untersuchung in die Entnahmeklinik eingeladen wurde, dort wird man dann einmal komplett durchgecheckt und wenn alles gut läuft, bekommt man ein Paket zugeschickt, um seine Stammzellen selbst zu mobilisieren. Bei dem Termin in der Entnahmeklinik wird man darüber super aufgeklärt und es bleiben keine Fragen offen. Man wird vom gesamten Team super betreut. Die Mobilisierung ist ein kleines bisschen unangenehm, da es zu kleinen Nebenwirkungen wie bei einem grippalen Infekt kommen kann. Das Ganze dauert circa eine Woche und dann steht schon die Stammzellenspende an. In meinem Fall die periphere Stammzellenentnahme, die über ein spezielles Verfahren die Stammzellen aus dem Blut gewinnt. Das Verfahren hat bei mir circa vier Stunden gedauert, bis die Menge an Stammzellen für meine Empfängerin gereicht hat. Danach konnte ich gleich nach Hause und hatte keine weiteren Probleme.

Also ganz einfach wie eine längere Blutspende, dabei liegt man entspannt im Bett und ich hab nebenbei etwas gelesen. Ein paar Wochen später wurde ich dann informiert, dass meine Spende gut angenommen wurde und es meiner Empfängerin schon besser geht. Mehr erfährt man am Anfang erstmal nicht, da es die zweijährige Anonymitätsfrist gibt. Also erfahre ich erst in circa eineinhalb Jahren mehr von meiner Empfängerin.

Fazit: Es ist wirklich nicht schwierig, einem anderen Menschen die Möglichkeit für eine zweite Chance zu geben! Das Gefühl danach ist mega schön, wenn man weiß, wie einfach man so etwas Gutes tun konnte.“
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Team AWesA
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