14.09.2021 10:28

Meldung


Rangelei artet aus: Spielabbruch bei Lachem vs. Löwensen

Barakat: „Sonst hätte es zehn Rote Karten gegeben“ / Majcan: „Eine wirklich traurige Geschichte“

Lachems Trainer Mirko Majcan bedauerte den Abbruch der Partie.

Von Robin Besser

In der 3. Kreisklasse kam es am vergangenen Wochenende zu einem unschönen Zwischenfall. Das Spiel zwischen dem SV Lachem und TuS SW Löwensen musste aufgrund von handgreiflichen Übergriffen abgebrochen werden. Schiedsrichter Werner Neumann beendete das Spiel vorzeitig, als es unmittelbar vor der Halbzeit zu tumultartigen Zuständen auf dem Platz kam.

„Es passierte beim Stand von 4:0 für uns in der 45. Minute“, erinnert sich Lachems Trainer Mirko Majcan. Alles ereignete sich beim Stand von 4:0 für seine Mannschaft. „An unserer Eckfahne, weit weg von der Trainerbank, lag ein Spieler nach einem Zweikampf an der Außenlinie. Der Schiedsrichter hatte auf Abstoß für uns gepfiffen, als es plötzlich zu einigen Tumulten und Rangeleien kam. So ganz genau habe ich das gar nicht gesehen, da sich alles so weit weg von uns abgespielt hat. Ich habe dann nur gesehen, wie ein Spieler von uns körperlich angegangen worden war und eine Hand an den Kopf bekommen hat. Daraufhin wurde die Rangelei immer größer und hat sich in Richtung des B-Platzes verlagert. Es wurde sich die ganze Zeit hin- und hergeschoben, bis der Schiri das Spiel unterbrach.“ Dieses sollte in der Folge auch nicht mehr angepfiffen werden. Auf dem Weg in die Kabine wurde zudem je einem Spieler pro Mannschaft die Rote Karte gezeigt. „Es ist eine wirklich traurige Geschichte“, führt Majcan fort. „Es ist am Sonntag passiert und ich bin heute noch geschockt. Ich hoffe, dass diese Sache in das richtige Licht gerückt wird.“ Zudem bedauert der Coach den Abbruch des Spiels: „Wir waren auf der Siegerstraße, haben das Spiel dominiert. Wir wollten die Partie unbedingt fortsetzen, aber leider ging das nicht.“

Mahmoud Barakat Loewensen Kopffoto
Löwensens Coach Mahmoud Barakat hätte die Begegnung ebenfalls gerne fortgesetzt (Foto: Privat).
Auch Löwensens Trainer Mahmoud Barakat hätte die Begegnung gerne fortgesetzt: „Wir hätten gerne weitergespielt. Es war aber richtig, dass der Schiedsrichter die Partie unterbrochen hat. Bei den Emotionen, die da im Spiel waren, hätte es sonst wahrscheinlich zehn Rote Karten gegeben.“ Generell lobt der Gästecoach die Leistung des Unparteiischen Neumann: „Der Schiedsrichter hat sich top verhalten, ist die ganze Zeit sachlich und ruhig geblieben. Hut ab, dass es so einen Schiri in der 3. Kreisklasse gibt.“ Geschockt zeigt sich aber auch Barakat nach den gestrigen Ereignissen: „So etwas habe ich noch nie erlebt. So wie ich das gesehen habe, wurde ein Spieler von uns im gegnerischen Strafraum gefoult. Jedoch entschied der Schiri auf Abstoß. Anschließend hat er am Boden liegend einen Faustschlag abbekommen. Der hat heute noch ein leicht geschwollenes Gesicht. Daraufhin ist ein Spieler von uns dazwischengegangen. Ein gegnerischer Spieler hat dann wiederum versucht, unserem Mann einen Schlag zu versetzen, woraufhin meine Jungs sich gewehrt haben. In der Folge kamen von allem Seiten die Zuschauer und Auswechselspieler dazu. Es war kaum möglich, die ganzen Leute zu bändigen.“ Zu einer Massenschlägerei sei es aber nicht gekommen, betont der Gästetrainer.

Wie das Spiel nun gewertet wird, ist noch offen. Laut Barakat habe man eine eMail von NFV erhalten. Man müsse jetzt erst einmal auf das Sportgericht warten und schauen, was sich daraus ergibt, erklärt der Coach.
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