08.11.2018 09:02

Meldung


„Ausnahme-Trainer und Glücksfall”

Gasdes Abschied kommt auf Hagen überraschend, sorgt aber für Verständnis / Lippert: „Gründe für uns absolut nachvollziehbar“

Hagens Noch-Coach Philipp Gasde zieht es beruflich nach Hannover.

„Das kam für uns schon sehr überraschend“, gab Hagens Sprecher Nils Lippert nach dem plötzlichen Abschied von Philipp Gasde einen kleinen Einblick in seine Gefühlswelt. Der 35-jährige Erfolgstrainer verlässt den souveränen Kreisliga-Spitzenreiter und wird schon in der Rückrunde den Landesligisten SV Ramlingen-Ehlershausen coachen. Am Dienstagabend hatte Gasde die Mannschaft über seinen Wechsel informiert. „Philipp ist ein ehrlicher Typ und hat uns seine Gründe dargelegt. Die waren für uns auch absolut nachvollziehbar. Mit ihm haben wir einen echten Ausnahme-Trainer bei uns gehabt. Das war ein Glücksfall“, unterstreicht Lippert. Gasde hat es unterdessen beruflich in die Region Hannover verschlagen, sodass der Weg auf den Hagen deutlich länger geworden ist. „Es war uns bewusst, dass irgendwann höherklassige Vereine bei Philipp anfragen werden. Er bringt ja schließlich die nötige Erfahrung mit. Bei uns auf dem Hagen hat er sich immer wohl gefühlt. Es hat ihm mit der Truppe eine Menge Spaß gemacht“, skizziert Lippert.

Gasde: „Ramlingen ein super Verein“

Wie geht es jetzt beim Tabellenführer im Kreis-Oberhaus weiter? „Philipp zieht bis zum 31. Dezember voll durch. Auch bei den ersten beiden Qualifikationsturnieren zum Supercup wird er das Team noch coachen. Wir machen uns jetzt in Ruhe Gedanken. Zeitmäßig stehen wir ja nicht unter Druck. Es geht bei uns weiter. Sonntag werden die Jungs für Philipp noch einmal alles geben“, weiß Lippert vor dem Spitzenspiel gegen den Rangdritten aus Lauenstein. Alles geben wird auch Gasde, der seinem Nachfolger eine intakte Truppe übergeben und auch die Vorbereitung noch planen wird. „Ich will schließlich einen sauberen Übergang. Die Jungs haben sich in den letzten Monaten super weiter entwickelt. Das war eine erfolgreiche Zeit und hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Beim Training sind wir im Durchschnitt 16, 17 Spieler. Das ist schon genial“, lobt Philipp Gasde, dem der Abschied sehr schwer gefallen sei: „Beruflich zieht es mich zum nächsten Halbjahr als Lehrer in die Region Hannover-Nord. Dort werde ich eine Funktionsstelle für Sport und Mathematik antreten. So kam auch der Kontakt mit Ramlingen-Ehlershausen zustande. Das ist ein klasse Verein, der mir ein super Angebot gemacht hat. Wir haben auf dem Hagen immer die Abmachung gehabt, wenn ein höherklassiger Verein anfragt, dass ich den Club verlassen kann. Das war für mich aber eine schwierige Entscheidung. Doch die Entfernung war dann ausschlaggebend.“
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Timo Schnorfeil
Timo ist nach Matze Dienstältester im Team AWesA, telefoniert, schreibt und knipst – und ist Chef der redaktionellen Organisation.
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