14.11.2022 11:34

Kreisliga Frauen


Erst Hattrick, dann Viererpack: York läuft zur Höchstform auf

Hastenbeck verliert Spitzenspiel gegen die SG Lindhorst / Hedderich: „Das war eindeutig nicht unser bestes Spiel"
Leonie York WTW Wallensen Kreisliga Frauen Kopfbild
Wallensens Leonie York sorgte beim Auswärtsspiel in Algesdorf mit sieben Treffern nahezu im Alleingang für die Entscheidung. Foto: privat.

SG Hastenbeck/Grohnde - SG Lindhorst/Beckedorf/Sachsenhagen 0:3 (0:2).

„Wir sind heute im Kollektiv an uns selbst gescheitert", war Spielertrainerin Angela Kazinaki nach der ersten Saisonniederlage bedient. Schon zu Beginn der Partie waren die Gastgeberinnen nicht im Spiel. Bereits in der fünften Spielminute nutzten die Gäste einen Fehler in der Abwehr der SGHG aus und erzielten die Führung in Person von Ellen Noben. Nur zehn Minuten später erhöhte Jenny Bade für Lindhorst nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus auf 2:0. „Wir kommen eigentlich besser ins Spiel und kassieren dann schon in der fünften Minute das 0:1. Während wir uns davon noch erholt haben, fiel schon das 0:2. Somit laufen wir nach 15 Minuten einem doppelten Rückstand hinterher", analysierte Kazinaki. Kurz nach dem zweiten Gegentreffer hatte Luisa Schadeck den Anschlusstreffer auf dem Fuß, verfehlte aber aus kurzer Distanz. Mit dem 0:2-Rückstand ging es für die Hastenbeckerinnen in die Pause. „Nach der Halbzeit kommen wir gut aus der Kabine und bestimmen das Spielgeschehen. Wir haben wieder die Chance zu verkürzen, scheitern aber an unserem eigenen Unvermögen", zeigte sich Kazinaki kritisch. Die Gastgeberinnen machten Druck, doch der Treffer viel überraschend auf der anderen Seite. Wieder nutzte die SG aus Lindhorst eine Ecke und wieder war Ellen Noben zur Stelle und köpfte den Ball zum 3:0 für ihre Farben ins Tor (65.). „Damit war die Messe gelesen. Wir hatten weiterhin mehr Ballbesitz, aber erspielten uns keine zwingenden Möglichkeiten mehr. Wir haben zu wenig investiert, hatten keine gute Körpersprache und haben die einfachsten Dinge vermissen lassen“, so Kazinaki. Es war für die SG Hastenbeck/Grohnde die erste Saisonniederlage. Da die Verfolger aus Reher und Lindhorst aktuell noch drei Punkte hinter der SGHG sind, bleibt die Kazinaki-Elf weiterhin Spitzenreiter. „Die Niederlage ist somit kein Beinbruch. Es ist ein Dämpfer zur richtigen Zeit und daraus lernen wir, dass wir wieder mehr investieren müssen und nicht jedes Spiel ein Selbstläufer ist. Wir müssen unsere Leistung konstant auf den Platz bringen, um auch solche Spiele zu gewinnen", weiß Kazinaki die Lage abschließend einzuschätzen.
Tore: 0:1 Ellen Noben (5.), 0:2 Jenny Bade (15.), 0:3 Noben (65.).

TSV Algesdorf – WTW Wallensen 6:10 (4:5).

Zwischen dem TSV Algesdorf und Wallensens Damen ereignete sich am Sonntagmittag ein absolutes Feuerwerk mit insgesamt 16 (!) Treffern. „Aufgrund unser Personalsituation war es unser Ziel, einen Punkt mitzunehmen. Immerhin gab es Spielerinnen, die sich auf neuen Positionen wiedergefunden haben. Zudem gab Emily Termer ihr Startelf-Debüt“, schilderte WTW-Coach Sascha Brüggemann die kniffligen Bedingungen vor der Partie. Darum lautete der Matchplan wie folgt: „Wir wollten erst einmal abwarten und schauen, was Algesdorf macht.“ Die Idee war allerdings bereits nach drei Minuten hinfällig. Binnen der ersten 35 Minuten erzielten sowohl Wallensens Leonie York als auch TSV-Spielerin Lucie Geng einen Hattrick und legten damit den Grundstein für das Offensiv-Spektakel. „Es war ein Hin und Her. Nach unserem 1:0 sind wir immer wieder clever angelaufen und haben Algesdorf somit zu Fehlern gezwungen“, erklärte Brüggemann später. Bis zur Pause schraubten Jacqueline Giger auf Seiten der Gäste und Jacqueline Liebe auf Seiten der Gastgeberinnen das Ergebnis noch auf 4:5. Nach dem 6:4 für die Damen von der Thüster Platte durch Lara Beckmann folgte der zweite große Auftritt von Leonie York. Ihren drei Treffern aus Durchgang eins folgte zwischen der 60. und 70. Minute noch ein lupenreiner Viererpack, der für Weiß-Rot letztlich alles klarmachte. In der Schlussviertelstunde gelang es dem TSV lediglich, noch zweimal zu verkürzen. Coach Brüggemann war nach dem Abpfiff entzückt: „Das war heute überragend von der gesamten Mannschaft. Was da trotz unserer Lage abgeliefert wurde, verlangt meinen größten Respekt. Wir haben Algesdorf immer wieder in Fehler getrieben. Das war von der ersten bis zur letzten Minute ein Arbeitssieg, eine brutale Moral. Zweikämpfe und der Wille, über seine Grenzen zu gehen, waren sofort spürbar.“
Tore: 0:1 Leonie York (3.), 1:1 Lucie Geng (5.), 1:2 York (6.), 2:2 Geng (22.), 3:2 Geng (32.), 3:3 York (33.), 3:4 Jacqueline Giger (35.), 3:5 Giger (39.), 4:5 Jacqueline Liebe (44.), 4:6 Lara Beckmann (49.), 4:7 York (60.), 4:8 York (62.), 4:9 York (64.), 4:10 York (70.), 5:10 Geng (74.), 6:10 Laura Halisch (75.).
Besonderes: Rote Karte für Algesdorfs Trainer (66.).

TSV Germania Reher – TSV Eintracht Exten II 4:1 (1:1).

Rehers Frauen haben am Sonntag den Patzer der SGHG genutzt und den Abschnitt auf den Tabellenführer auf drei Zähler verkürzt – und das mit noch einer Nachholpartie in der Hinterhand. Gegen Extens Zweitvertretung gab es einen 4:1-Erfolg. „Wir sind dominant gestartet und es schien, als hätten wir die Partie im Griff“, zeigte sich TSV-Allrounderin Jill Hedderich zufrieden mit dem Auftakt. Bereits nach 16 Minuten belohne sich Grün-Weiß für die Mühen, Rica Miserre schob zum 1:0 ein. Fortan rafften sich die Gäste jedoch auf und kamen nur vier Minuten nach dem Rückstand zum Ausgleich. „Wir haben stark nachgelassen, kamen nicht mehr in die Zweikämpfe und waren generell überall zu langsam. Leider wurde uns zudem ein glasklarer Elfmeter nicht gegeben“, ärgerte sich Hedderich. Trotzdem retteten die Germaninnen den Ausgleich in die Pause. Mit Wiederanpfiff wirkten die Gastgeberinnen dann erstarkt. „Danach haben wir endlich super Spielzüge gezeigt“, fuhr die Sprecherin fort. Im Laufe der ersten 20 Minuten nach dem Seitenwechsel stellten Therea Lehmhaus per Doppelpack (47./65.) und Ann-Sophie Kutschera die Weichen erneut auf Sieg. Am 4:1 sollte sich bis zum Schluss auch nichts mehr ändern. „Das war eindeutig nicht unser bestes Spiel. Wir kamen irgendwie nicht gut rein. Leider kann ich selbst nicht verstehen, woran es gelegen hat, aber manchmal hat man einfach solche Tage. Wir haken das jetzt hab, nächste Woche geht es wieder weiter und dann hoffe ich, dass wir unseren Zuschauern eine bessere Leistung zeigen können. Immerhin haben wir in der zweiten Halbzeit schöne Spielzüge gezeigt, damit bin ich tatsächlich ganz zufrieden. Am Ende geht der Sieg dann doch in Ordnung“, resümierte Hedderich abschließend.
Tore: 1:0 Rica Miserre (16.), 1:1 Leonie Hadler (20.), 2:1 Theresa Lehmhaus (47.), 3:1 Ann-Sophie Kutschera (51.), 4:1 Lehmhaus (65.).


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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
Telefon: 05155 / 2819-320
besser@awesa.de


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