03.10.2026 20:33
Kreisliga
Dalby-Marathon und Torwart-Kuriosum: Preussen Hameln dreht Partie gegen Bisperode
Bisperode drückt trotz Unterzahl – Keeper-Co-Produktion sorgt für Vorentscheidung

Nadeem Nawaf Elias (rechts) erzielte das 2:1 für Preussen Hameln.
FC Preussen Hameln – TSV Bisperode 4:1 (2:1).
In der Kreisliga hat der FC Preussen Hameln einen enorm wichtigen 4:1 (2:1)-Heimerfolg gegen den TSV Bisperode gefeiert. Durch den Dreier schieben sich die Preussen mit nun 14 Zählern vorerst an den Gästen (13 Punkte) vorbei auf den siebten Tabellenplatz, ehe am morgigen Sonntag die restlichen Partien des Spieltags folgen. Dabei erwischten die Hausherren, die auf viel Ballbesitz bedacht waren, zunächst einen bitteren Rückschlag: In der 33. Spielminute brachte Tim Reuter die Bisperoder mit einem platzierten Schuss ins kurze Eck mit 0:1 in Führung.
„Wir sind heute etwas anders ins Spiel gegangen: Wir wollten ruhiger agieren und den Ball geordnet zirkulieren lassen. Bis zum 0:1 hatten wir gefühlt 70 Prozent Ballbesitz“, berichtete Preussen-Trainer Özkan Ünsal. Die Platzherren ließen sich vom Rückstand jedoch keineswegs verunsichern und schlugen postwendend zurück: Nur zwei Minuten später nickte Ruben Dalby eine Freistoßflanke zum 1:1-Ausgleich ein (35.). Die Heimelf legte direkt nach – Nadeem Nawaf Elias wurde in die Tiefe geschickt und schob in der 40. Spielminute souverän zur 2:1-Pausenführung ein. „Wir sind mit dem 1:1 stark zurückgekommen und haben kurz darauf direkt nachgelegt“, freute sich Ünsal über die schnelle Antwort.
Bisperode drückt trotz Unterzahl – Keeper-Co-Produktion sorgt für Vorentscheidung
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Hamelner, das Geschehen zu verwalten. In der 66. Spielminute erlitten die Gäste zudem einen personellen Dämpfer, als Bjarne Holte wegen wiederholten Foulspiels mit der Gelb-Roten Karte vom Feld musste. Paradoxerweise übernahm der TSV in Unterzahl fortan das Kommando. „Bisperode war danach richtig gut im Spiel und überlegen – da hätten wir uns über einen weiteren Gegentreffer keineswegs beschweren können. Wir haben diese Drangphase aber überstanden“, gestand Ünsal. Mitten in die Bisperoder Drangperiode hinein folgte die kurioseste Szene des Abends: Preussen-Aushilfskeeper Stefan Schmidt schlug einen langen Ball aus dem eigenen Sechzehner, der über die letzte Bisperoder Linie sprang. Dort stand Ersatz-Torhüter Ahmad Ahmad, der an diesem Abend als Feldspieler auflief, goldrichtig und versenkte die Kugel eiskalt zum 3:1. In der Nachspielzeit setzte Abdulqader Aljashi schließlich den Schlusspunkt, als er einen Freistoß direkt zum 4:1-Endstand verwandelte (90.+3).
FC-Coach Özkan Ünsal zeigte sich nach dem Schlusspfiff erleichtert über die drei Punkte: „Am Ende haben wir verdient gewonnen, auch wenn wir phasenweise nicht immer vollkommen überzeugt haben. Aber wir haben die drei Punkte gezogen, was extrem wichtig für uns war – diesen Sieg haben wir dringend gebraucht.“ Ein Sonderlob verteilte der Trainer an seinen Schlussmann, das Schiedsrichtergespann und einen ganz besonderen Dauerläufer: „Mit Stefan Schmidt hatten wir heute einen sehr sicheren Rückhalt im Tor. Eine besondere Anerkennung gebührt zudem Ruben Dalby: Er hat erst 90 Minuten in unserer zweiten Herren durchgespielt, stand danach bei uns erneut über die volle Distanz auf dem Platz und hat sogar noch getroffen! Das hat er absolut klasse gemacht. Ein Lob geht auch an das Schiedsrichtergespann, das heute Abend einen sehr souveränen Job gemacht hat.“
Tore: 0:1 Tim Reuter (33.), 1:1 Ruben Dalby (35.), 2:1 Nadeem Nawaf Elias (40.), 3:1 Ahmad Ahmad, 4:1 Abdulqader Aljashi (90.+3).
Besonderes: Platzverweis für Bjarne Holte wegen wiederholten Foulspiel (66./TSV Bisperode).
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