27.09.2026 19:27

Kreisliga


4:3 nach 0:2: Hajen-Latferde mit Moralleistung gegen Preussen!

Spitzen-Duo im Gleichschritt: Nettelrede & Königsförde erfolgreich / Flegessen holt wichtigen Sieg gegen Schlusslicht
Kay Jonas Dirnberger SG Hajen Latferde awesa
Zwei Hajener Torschützen unter sich: Kay-Jonas Dirnberger (li.) und Marcel Lutter trafen gegen Preussen Hameln.

SC Weser HO - SG Flegessen/Süntel 0:1 (0:0).

Die SG Flegessen/Süntel beendete mit ihrem 1:0-Auswärtserfolg beim SC Weser HO ihre Niederlagenserie. SC-Sprecher Noel Benski sah dabei von beiden Mannschaften einer eher maue Leistung: „Das war heute wirklich kein ansehnliches Spiel. Das liegt teilweise auch etwas am Platz, der momentan in keinem guten Zustand ist.“ Die Gäste aus Flegessen versuchten dennoch früh anzulaufen und die Hausherren dadurch bereits im Spielaufbau zu stören. In den ersten 20 Spielminuten boten sich dadurch jedoch lediglich zwei Halbchancen für die Gäste. Im Anschluss fand der SC besser ins Spiel und scheiterte gleich doppelt am Gebälk. Erst war es Luca Depping nach Vorlage von Alexander Kindsvater, ehe Nick Heller in der 30.Spielminute ebenfalls nicht den Weg vorbei am Aluminium fand. „Flegessen hat das mit dem Ball aber gut gemacht, gerade ihre Ecken waren durchdacht und gut herausgespielt. Wir konnten die aber gerade noch wegverteidigten“, so Benski.

Flegessen eiskalt
Aus der Pause kam zunächst der SC Weser HO besser heraus, gefährliche Chancen ergaben sich jedoch nicht mehr. Auch schwächten sie die Gastgeber noch einmal, als Sprecher Benski selbst mit der Ampelkarte vom Platz flog (67.). Daraufhin schlugen die Jungspunde vom Süntel eiskalt zu. In der 76. Spielminute fand sich Aled Meyer nach einer Ecke freistehend vor dem Tor wieder und schob zum 1:0-Siegtreffer ein. Ansonsten blieb die Partie im zweiten Durchgang chancenarm. „Ich hatte schon früh im zweiten Durchgang das Gefühl, dass wir heute kein Tor machen. Uns hat heute der Fokus gefehlt, vielleicht waren einige unserer Spieler im Kopf schon beim Derby nächste Woche. Dennoch war das hier heute ein klassisches 0:0-Spiel, wenngleich der Siegtreffer für Flegessen in Ordnung geht. Wir müssen jetzt wieder in die Spur finden und zeigen, dass das nur ein Ausrutscher war. Mund abwischen - weitermachen“, gab Benski die Marschroute vor.
Tore: 0:1 Aled Meyer (76.).
Besonderheiten: Gelb-Rot Noel Benski (67.).

SG Hajen-Latferde - FC Preussen Hameln 4:3 (1:2).

Freudentaumel bei den „Black Cats“. Nach dem 4:3-Heimerfolg steht die SG Hajen-Latferde auf dem vierten Tabellenplatz und darf nach oben schielen. Dabei begann das Spiel mehr als unglücklich für die Hausherren. Bereits nach neun Minuten sah man sich mit 0:2 im Rückstand, nachdem Abdulqader Aljashi gleich zweimal Unstimmigkeiten im Defensivverbund der SG ausnutzte (6./9.). „Die ersten 15 Minuten verschlafen wir komplett. Preussen schießt sogar noch ein drittes Tor, was aber zu unserem Glück aufgrund von Abseits nicht gegeben wurde. Wir sind im Grunde nur hinterhergelaufen und kamen erst ab der 30. Minute besser ins Spiel“, beschrieb SG-Coach Bastian Geisler den Verlauf. Allmählich fanden die Gastgeber somit in die Partie und kamen in der Folge in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch einen Elfmeter von Kay-Jonas Dirnberger zum Anschlusstreffer.

Chancenfestival im zweiten Durchgang
„Wir sind von Beginn an besser in die zweite Halbzeit gekommen, haben die Zweikämpfe besser geführt und Preussen zu ungenauen, langen Bällen gezwungen. Jedoch gab es alle fünf Minuten eine gefährliche Chance auf beiden Seiten“, so Geisler. Eine dieser Chancen nutzte Torjäger Marcel Lutter bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff zum Ausgleich (50.), ehe Neu-Preusse Yannick Wagner - ausnahmsweise mal nicht per traumhaftem Freistoß - die Gäste erneut in Führung brachte (52.). Einen solchen Standard verwertete jedoch Marvin Hanus in der 66. Spielminute zum 3:3, als er Gäste-Keeper Ahmad Ahmad auf falschem Fuß erwischte. Kurz vor Ende der Partie zeigten die heimischen Hajener dann nochmal ihre Klasse, schoben sich vor dem gegnerischen Tor zweimal den Ball hin und her und verwerteten in Person von Thamo Winkler zum umjubelten 4:3-Siegtreffer (84.). „Am Ende haben wir uns für den Kampf belohnt, wenngleich wir uns über einen Punkt auch nicht hätten beschweren können“, so Geisler, der Marvin Hanus abschließend ein Sonderlob für seine hervorragende Leistung aussprach: „Er hat vorher schon 90 Minuten in der zweiten Mannschaft gespielt und dann hier noch eine klasse Leistung hingelegt“. 
Tore: 0:1 Abdulqader Aljashi (6.), 0:2 Aljashi (9.), 1:2 Kay-Jonas Dirnberger (45.), 2:2 Marcel Lutter (50.), 2:3 Yannick Wagner (52.), 3:3 Marvin Hanus (66.), 4:3 Thamo Winkler (84.).
Besonderheiten: Rote Karte für Preußen (80.).

SSV Königsförde - FC Saale/Ith 2:1 (2:1).

Der SSV Königsförde fand nach einem frühen Nackenschlag schnell zurück in die Partie und fuhr somit drei wichtige Punkte im Rennen um den Aufstieg ein! Bereits in der ersten Spielminute sahen sich die Mannen von Trainer Daniel Ivicic dabei jedoch im Rückstand. Nach einem langen Ball von FC Keeper Nicolas Franzmann zeigte sich die heimische Defensive noch leicht schläfrig. Die Unaufmerksamkeit nutzte FC-Akteur Sönke Häger eiskalt aus und schob überraschend zum 1:0-Führungstreffer für seine Farben ein. In der Folge zeigte sich laut SSV-Sprecher Oliver Meyer ein durchschnittliches Spiel in das die Hausherren jedoch nach und nach besser reinfanden. Bereits in der 13.Spielminute stellte Mittelfeldmotor Seyhmus Karayilan wieder auf Gleichstand, als er eine verunglückte Kopfballabwehr der Gäste eiskalt und unhaltbar im Tor versenkte. nur elf Zeigerumdrehungen später nutzte Ayman Kamal seine Technik, drehte sich nach guter Ballannahme im Strafraum um seinen Gegenspieler und schlenzte den Ball zur 2:1-Führung in das linke Eck (24.). Kurz vor der Halbzeit zeigte SSV-Goalie Kevin Neubauer noch einmal all seine Klasse, als er einen gut gesetzten Kopfball um den Pfosten lenkte und somit die Führung in die Pause rettetete.

Lange Bälle und ein Platzverweis bestimmen zweiten Durchgang
„In der zweiten Hälfte hatten wir kaum noch Chancen. Saale/Ith zeigte sich dabei immer wieder über lange Bälle gefährlich. Wir hätten uns in dieser Zeit nicht über den Ausgleich beschweren dürfen“, beschrieb Meyer. Nach wiederholtem Foulspiel fing sich SSV-Abwehrchef Miroslav Toman in der 75. Spielminute die Ampelkarte ein. „Komischerweise haben wir es danach sogar besser gemacht und quasi nichts mehr anbrennen lassen. Insgesamt war das heute aber ein sehr durchschnittliches Niveau“, so Meyer, der abschließend beide Torhüter hervorhob: „Es kam nicht viel auf die Tore. Das was kam, haben beide aber immer sicher herausgeholt“.
Tore: 0:1 Sönke Häger (1.), 1:1 Seyhmus Karayilan (13.), 2:1 Ayman Kamal (24.).
Besonderheit: Gelb-Rot Miroslav Toman (75.).

TSV Nettelrede - TSV Klein Berkel/Wangelist 2:1 (1:0).

Der TSV festigte mit ihrem 2:1-Erfolg über den Aufsteiger aus dem Hummetal den Platz an der Sonne und bleibt damit ungeschlagen. „Heute hat sich das erwartet schwere Spiel gegen einen guten Aufsteiger gezeigt, der immer wieder versucht hat mit dem Ball Lösungen zu finden“, beschrieb Nettelrede-Spreche Leon Meyerhoff. In einer im Allgemeinen highlightarmen Begegnung waren es dennoch die „Grönjer“ die den ersten Torerfolg feiern durften. In der 28. Spielminute steckte Mohammed Avci stark durch auf Tore Hachfeld, der wiederum legte den Ball quer auf den mitgelaufenen Luca Barthel legte, welcher locker zur 1:0-Halbzeitführung einschob. Eine gute Möglichkeit verbuchte Gäste-Zehner Alban Ramushi noch für sich, als er in der 36. Minute frei am Sechzehner auftauchte und nur knapp das Tor von Keeper René Sustrate verfehlte.

Nettelrede erkämpft sich den Arbeitssieg
Auch der zweite Durchgang war nach Sprecher Meyerhoff von viel Stückwerk und Kampf geprägt. Erst in der 67. Spielminute gelang den Hausherren der nächste Treffer, als Luca Barthel einen langen Ball auf Maik Vogt verlängerte. Vogt nahm das Spielgerät mit dem ersten Kontakt und schob ins Tor ein. Nur kurze Zeit später gelang den Gästen der Anschlusstreffer. Alban Ramushi wurde abermals freigespielt, scheiterte jedoch zunächst an Sustrate. Den Abstauber verwandelte Oleh Kopylov zum 1:2 (77.). Spät in der Partie hielt Sustrate erneut stark, entschärfte einen gut getreten Freistoß von Mirco Pierske und sicherte seinem Team damit den Dreier. „Dass war hier heute kein Spiel der Großchancen. Für uns ein klassischer Arbeitssieg. Überragender Mann war heute Tore Hachfeld, zu ihm fallen mir drei Worte ein: Sprachrohr, Mentalität und Einstellung“, betonte Meyerhoff.
Tore: 1:0 Luca Barthel (28.), 2:0 Maik Vogt (67.), 2:1 Oleh Kopylov (77.).
Besonderheiten: Gelb-Rot für Klein Berkels Alban Ramushi (85.).
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Autor des Artikels

Philipp H. Oberkötter
Philipp H. Oberkötter
Philipp ist Freier Mitarbeiter und vor allem am Wochenende im Bereich Fußball und Handball für das Team AWesA im Einsatz.
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