05.09.2026 20:27
Kreisliga
Weser HO wartet weiter - Bartolillo brastig: „Körpersprache teilweise katastrophal“
Zwei Kreisliga-Duelle ohne Sieger

Der SC Weser HO wartet weiter auf den ersten Saisonsieg.
MTSV Aerzen – TSV Grohnde 1:1 (0:0).
Der MTSV Aerzen ist auf heimischem Platz nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen den TSV Grohnde hinausgekommen. Nach dem Abpfiff zeigte sich Aerzens Trainer Gaetano Bartolillo sichtlich enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft, die wie auch die Gäste mit vielen Ausfällen zu kämpfen hatte: „Das hatte heute von beiden Seiten kein Kreisliga-Niveau. Für uns ist das Ergebnis absolut enttäuschend. Uns haben heute die letzten Prozente gefehlt, die Körpersprache war teilweise katastrophal. Einige Spieler hatten heute ihre Chance, haben sie aber leider nicht genutzt.“ Dabei gehörten den Hausherren im ersten Durchgang gegen tiefstehende Gäste die klareren Tormöglichkeiten.
Mehrfach hatten die Hummetaler die Führung auf dem Fuß: David Frevert schob das Leder im Eins-gegen-Eins am Tor vorbei und verfehlte auch kurz darauf knapp, ehe Dominik Wagener und Jann Kiupel weitere Hochkaräter aus aussichtsreicher Position liegen ließen. „Grohnde hat sich im ersten Durchgang tief hinten eingeigelt, wir haben im Spiel nach vorne aber oft zu überhastet agiert. Wir müssen zur Pause eigentlich schon führen“, haderte Bartolillo. Der TSV beschränkte sich bis dahin im Spielaufbau weitgehend auf Distanzschüsse.
Kiupel belohnt späte Schlussoffensive
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber einen denkbar schlechten Start. „Wir haben die ersten 20 Minuten nach der Pause total verschlafen und gleich zwei Gänge zurückgeschaltet“, ärgerte sich der MTSV-Coach. Die Quittung folgte auf dem Fuße: Über die linke Seite setzte sich der TSV durch, ehe der Ball im Rückraum bei Jonas Herr landete, der zur 1:0-Gästeführung vollendete (55.).
Aerzen brauchte eine Weile, um den Schock zu verdauen. Erst in der Schlussviertelstunde übernahm die Heimelf wieder die Kontrolle und drückte auf den Ausgleich, während Grohnde über Konter gefährlich blieb. In der 89. Minute belohnten sich die Aerzener schließlich: Vincenzo Bartolillo tankte sich auf dem linken Flügel durch und bediente Kiupel, der zum 1:1 einschob. In der hektischen Nachspielzeit hatte der MTSV durch Wagener sowie einen Kopfball von Timo Guckel sogar noch Chancen auf den Siegtreffer, doch TSV-Keeper Vlad Bletea hielt den Punkt für die Gäste fest. Bartolillo blickte abschließend bereits voraus: „Wir müssen weiter von Spiel zu Spiel denken und hoffen, dass der eine oder andere Akteur zeitnah wieder zurückkommt.“
Tore: 0:1 Jonas Herr (55.), 1:1 Jann Kiupel (89.).
FC Preussen Hameln – SC Weser HO 1:1 (0:1).
Der FC Preussen Hameln ist auf heimischem Platz nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen den SC Weser HO hinausgekommen. Die bis dato noch punktlosen Gäste erwischten einen Auftakt nach Maß und brachten den Favoriten früh in Bedrängnis: Bereits in der 7. Spielminute nutzte Daniel Lukas seine Schnelligkeit und traf zur 1:0-Führung für die Weser-Kicker. Preussen-Trainer Özkan Ünsal hatte seine Elf vor dem gegnerischen Angreifer gewarnt: „Weser HO hat das klug gemacht. Ich hatte vorher noch vor Daniel Lukas gewarnt, weil er ein extrem schneller Spieler ist. Nach dem 1:0 haben sie hinten zugemacht und es war extrem schwierig für uns, Lösungen zu finden.“
Später Ausgleich und zwei Platzverweise in der Schlussphase
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Hamelner verbessert und drückten auf den Ausgleich. In der 52. Spielminute belohnte Adnan Abdullah die Bemühungen der Hausherren, als er das Leder per platziertem Flachschuss zum 1:1 in den Maschen unterbrachte. „In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Wir wollten unbedingt gewinnen, haben gedrückt und hatten auch unsere Aktionen, aber wir haben sie nicht verwertet“, bilanzierte Ünsal. In einer hektischen Schlussphase rückte zudem das Schiedsrichtergespann in den Mittelpunkt: Erst sah ein Hamelner Akteur die Gelb-Rote Karte, nachdem er nach einer Behandlung an der Seitenlinie eigenmächtig wieder auf den Platz gelaufen war (85.), ehe nur zwei Minuten später auch ein Spieler von Weser HO mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt wurde (87.).
Ünsal zog nach dem Abpfiff sein Fazit: „Am Ende geht das Remis in Ordnung. Es ist natürlich ärgerlich, wenn man wegen so einer Unachtsamkeit dann noch einen Platzverweis bekommt und der Spieler jetzt gesperrt ist. Aber so sind die Regeln.“ Zudem lobte der Coach: „Ein Sonderlob geht an unseren Torwart Ahmad Ahmad, der uns Rückhalt gegeben hat. Außerdem war die Schiedsrichterleistung von Jan Stollberg und seinem Gespann absolut top.“
Tore: 0:1 Daniel Lukas (7.), 1:1 Adnan Abdullah (52.).
Besonderes: Gelb-Rote Karte für Preussen Hameln (85.), Gelb-Rote Karte für SC Weser HO (87.).
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