03.09.2026 11:28

Kreisliga


Plötzlich Dritter: Gelingt den „schwarzen Katzen“ der nächste Fang?

Aerzen hadert mit Offensivproblemen / Köfö-Coach Ivicic trifft auf alte Weggefährten
Felix Koenig MTSV Aerzen Torwart Schrei
Aerzens Keeper Felix König hat angesichts der personellen Situation beim MTSV viel Anlass zum Brüllen.


SG Hajen-Latferde – FC Saale-Ith (Freitag, 19 Uhr).

„Gegner hat sicherlich auf mehr Punkte zum jetzigen Zeitpunkt gehofft“
„Das erste Flutlichtspiel dieser Saison steht an, wenn wir bereits am Freitagabend den FC Saale-Ith begrüßen dürfen. Aufgrund der Uhrzeit findet das Spiel im Latferder Käfig statt, was sicherlich für eine gute Stimmung sorgt. Wir sind froh, dass wir gegen Hemeringen die drei Punkte geholt haben, allerdings haben wir das Spiel deutlich hektischer gestaltet, als es hätte sein müssen. Das hat sich bereits in der zweiten Halbzeit gegen Flegessen abgezeichnet und wir müssen diese Tendenz schleunigst wieder korrigieren. Unser kommender Gegner hat sicherlich auf mehr Punkte zum jetzigen Zeitpunkt gehofft. Sie hatten bereits eine gute Mannschaft und haben sich nochmals hochkarätig verstärkt. Die letzten Wochen zeigen jedoch einen deutlichen Aufwärtstrend. Sie scheinen sich gefunden zu haben. Ich gehe stark davon aus, dass sie in den kommenden Wochen in der Tabelle noch weiter klettern werden, aber wir werden alles dafür tun, dass sie damit nicht bereits am Freitag starten. Wir nehmen uns vor, wieder kompakter zu stehen und offensiv müssen wir konzentrierter beim vorletzten Kontakt und dem Abschluss sein. Aufgrund von Verletzungen und beruflichen Verpflichtungen haben wir ein paar Ausfälle, die zum Teil durch die Leistungsträger der Zweiten aufgefangen werden.“

„Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt“
„Der Sieg am letzten Wochenende gegen Klein Berkel war am Ende aufgrund der zweiten Halbzeit verdient. Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt und auch alles dafür investiert, um das Spiel zu drehen. Ich hoffe, wir können an die Leistung und an den Kampf am Freitagabend anknüpfen. Das wird nämlich alles andere als eine angenehme Aufgabe sein, auf einen Freitagabend im Latferder Käfig. Wir müssen von Beginn an da sein und den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Hajen-Latferde ist sehr gut in die Saison gestartet und geht natürlich mit ordentlich Selbstvertrauen in das Spiel. Der Kader wird sich erst aufgrund von Arbeit und Verletzungen kurzfristig entscheiden.“

MTSV Aerzen – TSV Grohnde (Samstag, 16 Uhr).

„Fällt fast unser kompletter Sturm aus“
„Die Situation ist momentan leider nicht so erfreulich, da wir viele Ausfälle haben, die wir in Topspielen wie gegen Königsförde einfach nicht kompensieren können. Wir haben das Spiel letzte Woche völlig verdient verloren. Jetzt müssen wir schauen, dass wir – wie auch schon zuvor – von Spiel zu Spiel weiterdenken. Das Gute daran ist, dass wir nun erst einmal aus dem Kreis der Aufstiegsaspiranten raus sind und damit nichts mehr zu tun haben. Unsere Verletztenliste ist momentan sehr lang: Mit Arlind Avdiu, Lando Homik, Marco Klein, Leandro Franco Ribero und Patrick Hoppe fällt fast unser kompletter Sturm aus. Das kann man einfach nicht kompensieren. Da bricht zu viel Qualität weg und es fehlt uns momentan einfach der Biss vorne. Das ist absolut kein Vorwurf an unsere jungen Spieler, die das sicherlich gut machen, aber diese fehlende Qualität müssen wir im Moment einfach akzeptieren. An den TSV Grohnde haben wir leider keine guten Erinnerungen. Wir haben im letzten Jahr ein total verrücktes Spiel zu Hause verloren und danach auch auswärts – das hat uns in der vergangenen Saison leider das Genick gebrochen. Dementsprechend haben wir noch eine kleine Rechnung offen, die wir jetzt hoffentlich begleichen. Ich erwarte einen robusten Gegner, der versuchen wird, uns das Leben schwer zu machen. Aber auf unserem großen Platz müssen und werden wir versuchen, die Hintermannschaft von Grohnde zu knacken, um das Spiel am Samstag für uns zu entscheiden.“

„ Aerzen ist gut in die Saison gestartet und zählt für mich zu den Top-Drei der Liga“
„Wir haben am letzten Wochenende endlich den ersten Sieg feiern dürfen. Das fühlt sich gut an.
Leider haben wir wieder zwei Verletzte mehr. Aerzen ist gut in die Saison gestartet und zählt für mich zu den Top-Drei der Liga. Dementsprechend schwierig wird es dort am Samstag, etwas Zählbares mitzunehmen. Dass das nicht unmöglich ist, haben wir letztes Jahr gezeigt. Aber damit so etwas erneut gelingen kann, brauchen sie einen ihrer schlechteren Tage und bei uns muss alles passen. Wir müssen läuferisch und kämpferisch alles geben und diszipliniert dagegenhalten sowie die wenigen Chancen, die wir haben, dazu auch noch verwerten. Bisher ist unsere Chancenverwertung nämlich ausbaufähig.“


FC Preussen Hameln – SC Weser HO (Samstag, 18 Uhr).

„In der Pflicht, eine Reaktion zu zeigen“
„Die Erwartungshaltung für Samstag ist ganz klar: Wiedergutmachung. Nach der unnötigen Niederlage in der vergangenen Woche ist die Mannschaft in der Pflicht, eine Reaktion zu zeigen. Dass der Tabellenplatz eines Gegners nichts über die tatsächliche Stärke aussagt, haben wir gegen Tündern bitter zu spüren bekommen. Diesmal müssen wir vom Anpfiff an mit der richtigen Einstellung, der nötigen Intensität und voller Konzentration auftreten. Wir müssen gegen jeden Gegner 100 Prozent investieren, denn sobald wir nachlassen, kann uns in dieser Liga jede Mannschaft schlagen. Weser verfügt über einige Spieler, die uns mit ihrer Qualität gefährlich werden können. Auf sie müssen wir besonders achten und als Mannschaft konsequent verteidigen. Nichtsdestotrotz spielen wir zu Hause und wollen unser eigenes Spiel durchziehen. Wir möchten mutig auftreten, das Spiel kontrollieren und dem Gegner unseren Fußball aufzwingen. Unsere weiße Heimweste soll auch nach den 90 Minuten Bestand haben und am besten wollen wir sie mit drei Punkten verteidigen.“

Noel Benski SG Grossenwieden Sprecherbild „Viel zu erzählen gibt es aktuell nicht mehr“
„Nach der – wenn auch verdienten - Last-Minute-Niederlage letzten Samstag in Grohnde geht es jetzt am Samstag für uns auf dem Hamelner Kunstrasen gegen die Hamelner Preussen. Die Mannschaft von Özkan Ünsal sowie Henning Schulz verfügt über eine teilweise neustrukturierte dennoch sehr talentierte und auch erfahrene Truppe. Viel zu erzählen gibt es aktuell nicht mehr. Wir sind Letzter haben null Punkte auf dem Konto. Aktuell stimmt der Einsatz und die Leistung einfach nicht über 90-Minuten. Wir müssen langsam anfangen zu punkten, bevor der Abstand ans rettende Ufer irgendwann zu groß wird. Natürlich haben wir uns den Start anders vorgestellt, dennoch kann man Geschehenes jetzt nicht rückgängig machen. Es heißt, nach vorne zu gucken und anzufangen, Leistung auf den Platz zu bringen und zu punkten. Auch wenn es am Samstag schwierig wird, müssen wir auch alles dafür investieren.“


VfB Hemeringen – TSV Nettelrede (Sonntag, 15 Uhr).

„Es liegen harte Wochen vor uns“
„Kommenden Sonntag treffen wir mit Nettelrede auf einen der größten Meisterschaftskandidaten. Vier Siege und ein Unentschieden nach fünf Begegnungen sprechen dabei für sich. Tabellarisch sind die Kräfteverhältnisse also klar verteilt. Nach dem Pokalsieg gestern Abend konnten wir schmales Selbstvertrauen tanken und unsere Niederlagenserie vorerst beenden. Daran müssen wir zwingend anknüpfen. Es liegen harte Wochen vor uns, in denen es zu zeigen gilt, dass wir ohne Wenn und Aber in diese Klasse gehören und im letzten Jahr zurecht Meister geworden sind. Diese Gier auf Erfolg und Punkte muss langsam wieder in die Köpfe der Jungs kommen. Ein Punktgewinn, bestenfalls natürlich ein klassischer Dreierlachs am Super-Sonntag, wäre ganz was Feines!“

„Nicht einen Schritt weniger machen als zuletzt“
„Dass Auswärtsspiele in Hemeringen echt ungemütlich werden können, haben wir in den letzten Jahren auch schon erleben dürfen. Der VfB konnte sich unter der Woche positiven Schwung holen und wird auch in der Liga wieder punkten wollen. Dazu werden sie uns insbesondere kämpferisch alles abverlangen. Es gilt für uns jetzt weiterhin, mit der Intensität der letzten Wochen nicht einen Schritt weniger zu machen als zuletzt. Nur wenn wir weiterhin so diszipliniert bleiben, können wir auch erfolgreich sein.“


TSV Bisperode – SSV Königsförde (15 Uhr).

Kriku „Engagement und Erfolg gehen nun einmal Hand in Hand“
„Auf der Rückfahrt von unserem kleinen, blamablen Ausflug im Pokal steht uns nun direkt ein richtig dicker Brocken im Weg. Königsförde ist für mich individuell mit Abstand am besten in der Kreisliga besetzt. Problematisch kommt für uns hinzu, dass sie scheinbar auch als Mannschaft schneller zusammengewachsen sind als vielleicht erwartet. Zumindest lassen die bisherigen Ergebnisse darauf schließen. Der SSV war für mich schon vor der Saison der Meisterschaftsfavorit und die aktuelle Entwicklung zeigt, dass sie diesem Anspruch wohl auch gerecht werden könnten. Ich kenne 'Ivi' schon sehr lange und weiß, wie sehr er für den Fußball lebt. Erst zu 100 Prozent als Spieler und nun mit dem gleichen Engagement als Trainer. Sollte am Ende tatsächlich der große Erfolg dabei herausspringen, wäre dieser also alles andere als Zufall. Denn Engagement und Erfolg gehen nun einmal Hand in Hand. Und damit lässt sich auch unsere Niederlage in Marienau ziemlich leicht erklären. Wenn du nicht einmal bereit bist, 50 Prozent zu geben, verlierst du eben auch gegen eine Mannschaft wie Marienau. Das war schon immer so, das ist so und das wird auch immer so bleiben! Wenn unser Ausflug nach Marienau also etwas Positives mit sich gebracht hat, dann vielleicht die Erkenntnis, dass wir das jetzt genau wissen sollten. Und da nehme ich mich selbst überhaupt nicht aus der Verantwortung. Unser Kader ist für Sonntag extrem ausgedünnt. Im Grunde spielt es aber keine Rolle, wer auf welcher Position aufläuft, solange wir wieder als gesamte Mannschaft im Verbund funktionieren. Genau das wird gegen Königsförde zwingend notwendig sein.“

Enis-Kaan Bolat „Jeder, der 'Ivi' kennt, kennt ihn eigentlich aus Bisperode“
„Am Sonntag steht für unseren Trainer Daniel Ivicic ein besonderes Spiel an. Jeder, der 'Ivi' kennt, kennt ihn eigentlich aus Bisperode. Für uns Spieler ist es allerdings ein normales Spiel. Uns ist nicht entgangen, dass Bisperode in der Liga starke Ergebnisse erzielt hat. Wir wissen um ihre mentale Stärke und dass sie kämpfen ohne Ende. Es liegt an uns, ob wir dort bestehen. Wenn jeder seine Leistung bringt, die Meter auf dem Platz macht und die Zweikämpfe annimmt, holen wir uns den nächsten Dreier. Es fehlen Donat Sejdijaj und Erdonit Nikqi.“


BW Tündern II – TSV Klein Berkel (15 Uhr).

„Haben viel Rückenwind aus dem Spiel gegen Preussen mitgenommen“
„Wir treffen am Sonntag auf einen gut gestarteten, engagierten Aufsteiger. Mit zehn Punkten steht Klein Berkel schon sehr gut da – im Prinzip sogar in Schlagdistanz nach oben. Aber wir wollen uns am Sonntag dagegen wehren, dass sie die Punkte mitnehmen. Wir haben viel Rückenwind aus dem Spiel gegen Preussen mitgenommen und wollen diese Leistung am Sonntag erneut aufs Feld bringen. Das Team ist heiß und wir haben eine gute Mannschaft zusammen. Wie am letzten Wochenende werden wir aus einer sicheren Abwehr heraus um jeden Grashalm kämpfen, um die drei Punkte auf der Kampfbahn zu behalten. Wir sind gewappnet, haben ein Auge auf die schnellen Außenspieler von Klein Berkel und dafür hoffentlich schon eine Lösung gefunden.“

„Erwarte daher von meiner Mannschaft eine deutliche Reaktion“
„Am Sonntag sind wir bei Tündern zu Gast. Die Mannschaft von Thomas Pernath steht aktuell zwar im unteren Drittel der Tabelle, mit Blick auf die Ergebnisse hätte dort auch punktetechnisch mit ein bisschen mehr Spielglück mehr drin sein können. Gerade der letzte Erfolg gegen Preussen zeigt, dass wir uns keinesfalls von der Platzierung täuschen lassen dürfen. Nach der unglücklichen, aber absolut verdienten Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Saale-Ith sollten wir daher erst recht wieder hellwach und fokussiert sein. Ich erwarte daher von meiner Mannschaft eine deutliche Reaktion, was vor allem das Läuferische gegen den Ball, den Abstand zu den Gegenspielern und die Konzentration beim Passspiel angeht. Personell fehlen werden definitiv Daniel Budde, Luca Remmer, Matthias Günzel und Erhan Yalcin.“
27 / 2059

Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
Telefon: 05155-2819 320 / 0176-8220 6485
besser@awesa.de

Webdesign & CMS by cybox