30.08.2026 19:25
Kreisliga
Traumtore bei Flecken-Derby: „Köfö" macht Aerzen den Rang streitig!
Nettelrede ebenfalls weiter auf der Erfolgswelle / Gesterling später Matchwinner - FC Saale-Ith dreht Spiel per Doppelschlag

Königsförde im Jubelmodus.
SSV Königsförde – MTSV Aerzen 4:1 (2:1).
Königsförde untermauerte die Tabellenführung mit einem 4:1-Derbysieg gegen den Flecken-Platzhirsch MTSV Aerzen. „Wir wussten genau, worauf wir uns einstellen mussten. Aerzen stand tief und hat lange Bälle auf Patrick Hoppe gespielt, aber das konnten wir gut entschärfen. Wir wollten geduldig bleiben und sie müde laufen, weil wir wussten, dass wir die jüngere Mannschaft haben“, erklärte Königsfördes Sprecher Enis Bolat.
Zwei Traumtore stellen Weichen
In der 28. Minute belohnte Seyhmus Karayilan den Aufwand mit einer feinen Direktabnahme nach einem Abpraller genau in den Winkel – ein Traumtor zum 1:0. Nur sieben Minuten setzte Bartosz Palm noch einen drauf: Unbedrängt kam er zum Schuss schlenzte das Leder aus rund 20 Metern ebenfalls sehenswert in den Winkel (35.) - 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff brachte David Frevert die Gäste wieder heran, nachdem sich SSV-Keeper Kevin Neubauer bei einem langen Ball verschätzt hatte (45.+2).
Wer nach dem Seitenwechsel mit wütenden Angriffen der Aerzener rechnete, sah sich getäuscht. Königsförde behielt die Spielkontrolle und stellte früh die Weichen auf Sieg: Dennis Fulek (52.) und Liam Utikal (55.) schraubten das Flecken-Derby binnen weniger Minuten auf 4:1 hoch. In der Folge vergab die Heimelf noch weitere Gelegenheiten für einen noch höheren Erfolg. „In der zweiten Halbzeit kam nicht das erwartete Aufbäumen von Aerzen. Wir hatten bis zum Schluss alles im Griff und zahlreiche Chancen“, bilanzierte Bolat, der Keke Utikal und Justin Dürre ein Sonderlob aussprach. Mit vier Siegen und zwei Unentschieden bleibt der SSV damit weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze.
Tore: 1:0 Seyhmus Karayilan (28.), 2:0 Bartosz Palm (35.), 2:1 David Frevert (45.+2), 3:1 Dennis Fulek (52.), 4:1 Liam Utikal (55.).
TSV Nettelrede – SG Flegessen 3:0 (3:0).
Der TSV Nettelrede bleibt „Köfö“ auf den Fersen und hat im Heimspiel gegen die SG Flegessen einen souveränen 3:0-Erfolg verbucht. Die Hausherren erarbeiteten sich von Beginn an Feldvorteile und hatten Pech, als Jonah Hirtz nach Vorarbeit von Mohammed Avci nur beide (!) Innenpfosten traf – der Ball kullerte von Pfosten zu Pfosten über die Torlinie. In der 29. Minute fiel schließlich die Führung, als ein Flegesser Verteidiger den Ball unglücklich an die Brust bekam und ins eigene Tor lenkte. Kurz darauf foulte die SG-Defensive Avci im Strafraum, doch Flegessens Keeper Konrad Borcherding parierte den fälligen Elfmeter stark. Nettelrede ließ sich davon nicht beirren: Luca Barthel erhöhte auf 2:0 (38.), ehe Nils Böckmann kurz vor dem Pausentee einen Gegenspieler ausspielte und einen gefühlvollen Chipball zum 3:0-Halbzeitstand versenkte (45.).
Alles im Griff
Nach der Pause flachte die Begegnung spürbar ab. Böckmann verpasste in der 67. Minute per Kopf noch einmal die Gelegenheit zum Doppelpack, weitere Hochkaräter blieben auf beiden Seiten jedoch Mangelware. Flegessen fand in der Offensive kaum Mittel gegen den kompakten Verbund der Gastgeber.
Nettelredes Trainer Leon Meyerhoff zeigte sich nach dem Abpfiff rundum zufrieden: „Das war über die volle Distanz ein ungefährdeter Sieg. Wir machen es aktuell im Kollektiv richtig gut und haben eine gute Breite im Kader. Jeder kann aktuell in der Startelf stehen, da muss man sich absolut keine Sorgen machen.“
Tore: 1:0 Eigentor (29.), 2:0 Luca Barthel (38.), 3:0 Nils Böckmann (45.).
SG Hajen-Latferde – VfB Hemeringen 3:2 (1:0).
In einer umkämpften Partie setzte sich die SG Hajen-Latferde knapp mit 3:2 gegen den VfB Hemeringen durch. „Insgesamt war es ein extrem zerfahrenes und hektisches Spiel. Fußballerisch war es sicher kein Leckerbissen“, erklärte Hajen-Latferde-Trainer Bastian Geisler. Die Gäste erwischten den besseren Start, doch nach etwa zehn Minuten fanden die Hausherren ihren Rhythmus. Frederik Bleibaum schaltete bei einem Abpraller am schnellsten und staubte zur 1:0-Pausenführung ab (41.).
Späte Entscheidung
Direkt nach dem Seitenwechsel schwächten sich die Hemeringer selbst: Nach einem groben Foulspiel zeigte der Schiedsrichter die Rote Karte (46.). Trotz Unterzahl steckte der VfB nicht auf und glich durch Fabian Keil zum 1:1 aus, nachdem Hajen den Ball im Sechzehner nicht konsequent geklärt bekam (63.). Die SG antwortete postwendend: Nach einem Einwurf bediente Ebeling den mitgelaufenen Kay-Jonas Dirnberger, der zum 2:1 einschob (70.).
Hemeringen drängte erneut auf den Ausgleich, scheiterte jedoch an Hajens Schlussmann Rouven Gasde. Auf der Gegenseite sorgte Nazaar Barheem in der 83. Minute nach erneuter Vorarbeit von Ebeling für das 3:1. Der Flachschuss von Nico Grett ins lange Eck zum 2:3-Anschluss (87.) kam für die Gäste zu spät. „Das war am Ende ein verdienter Sieg, aber Hemeringen hat in der zweiten Halbzeit kämpferisch sehr stark dagegengehalten“, beurteilte Hajens Trainer Bastian Geisler das Geschehen. Lobende Worte richtete der Coach an Jannik Borchers und Kay-Jonas Dirnberger für ihre hohe Aktivität im Zentrum sowie an Hemeringens Marvin Schulte für eine „bärenstarke“ Abwehrleistung.
Tore: 1:0 Frederik Bleibaum (41.), 1:1 Fabian Keil (63.), 2:1 Kay-Jonas Dirnberger (70.), 3:1 Nazaar Barheem (83.), 3:2 Nico Grett (87.).
Besonderes: Rote Karte für Hemeringen (46.).
BW Tündern II – FC Preussen Hameln 3:0 (1:0).
Die Reserve von BW Tündern hat im Hamelner Derby gegen den FC Preussen Hameln eine starke Vorstellung abgeliefert und einen deutlichen 3:0-Heimerfolg eingefahren. Tünderns Trainer Thomas Pernath zeigte sich nach dem Schlusspfiff begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft: „Wir hatten heute wirklich ein gutes Team beisammen und haben eine brettstarke Leistung gebracht. Wir können extrem zufrieden sein mit dem, was wir heute gespielt haben.“
Kowalski-Doppelpack
Insbesondere die Außenverteidiger Dilkhwaz Ali Kurdi Kurdi und Finn Wieneke machten auf den Außenbahnen sämtliche Räume dicht, während Sechser René Marzinzik das Spielzentrum dominierte. Nach vergebenen Chancen von Grischa Kowalski und Hendric Müller belohnte Lukas Kramer seine Farben in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit dem 1:0-Führungstreffer (45.+5).
Nach dem Seitenwechsel überstand die Heimelf eine Drangphase der Preussen schadlos. Mit frischen Kräften von der Bank übernahm Tündern wieder die Spielkontrolle. Der stark aufspielende Kramer avancierte im zweiten Durchgang zum Vorbereiter und setzte Kowalski zweimal entscheidend in Szene, der mit einem Doppelschlag in der 73. und 77. Minute für den 3:0-Endstand sorgte. „Für ihn freut es mich besonders, dass er sich zuletzt viel Abschlusspech ein bisschen den Frust von der Seele schießen konnte“, so Trainer Pernath. „Wir schauen nach dem heutigen Derbysieg wieder deutlich positiver nach vorne.“ Zudem verteilte der Coach ein Sonderlob an das Unparteiischen-Gespann um Schiedsrichter Lorenz Menze: „Das war kein leichtes Spiel. Trotzdem hatte das Gespann jederzeit alles im Griff. Respekt!“
Tore: 1:0 Lukas Kramer (45.+5), 2:0 Grischa Kowalski (73.), 3:0 Kowalski (77.).
TSV Klein Berkel – FC Saale-Ith 2:3 (1:1).
Der FC Saale-Ith hat in einer dramatischen Schlussphase in Klein Berkel das Spiel gedreht und sich mit einem späten 3:2-Auswärtssieg belohnt. Die Hausherren erwischten dabei eigentlich den besseren Start: Nach einem Foul an Alpay Kaymak verwandelte Oleh Kopylov den fälligen Strafstoß zur frühen 1:0-Führung für den TSV (6.). Saale-Ith steckte den Dämpfer weg und glich durch Sönke Häger zum 1:1 aus (20.). In der Folge scheiterte Klein Berkel am Pfosten sowie Alban Ramushi im Eins-gegen-Eins am stark reagierenden FCSI-Schlussmann Nicolas Franzmann, ehe Ramushi kurz nach dem Seitenwechsel doch noch die 2:1-Führung für die Heimelf erzielte (49.).
Gesterling der Matchwinner
Nach dem Seitenwechsel ließen die weiteren Tore lange auf sich warten. Nachdem Saale-Ith zunächst per Freistoß an der Latte scheiterte, schlug kurz vor Ende die Stunde von David Gesterling. In der 85. Minute belohnte Gesterling seine Farben nach ein Durcheinander in der Klein Berkeler Gefahrenzone zum 2:2, ehe der Matchwinner in der Nachspielzeit alles auf eine Karte setzte: Ein langer Ball über die rechte Seite überspielte die Klein Berkeler Hintermannschaft und Gesterling vollendete den Angriff eiskalt zum 3:2-Endstand (90.+1).
Klein Berkels Trainer Julian Seifert zeigte sich nach der bitteren Last-Minute-Pleite selbstkritisch: „Wir waren gefühlt nicht so richtig da, das hat man über das ganze Spiel gemerkt. Wenn man es nur zu 98 Prozent will, reicht es am Ende einfach nicht. Saale-Ith hat es in der Schlussphase einfach gut gemacht und bei uns hat es sich gerächt, dass wir nicht vorher das 3:1 gemacht haben.“ Ein Sonderlob verdiente sich bei den Gästen Ousmane Soumah, der die Fäden im Mittelfeld der Ostkreisler zog.
Tore: 1:0 Oleh Kopylov (6./Strafstoß), 1:1 Sönke Häger (20.), 2:1 Alban Ramushi (49.), 2:2 David Gesterling (85.), 2:3 Gesterling (90.+1).
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