09.08.2026 18:59
Kreisliga
Flegessen schockt Saale-Ith: Null-Punkte-Fehlstart für den FC
Emotionales Remis zwischen Königsförde und Emmerthal / Preussen gewinnt hitzige Partie in Hemeringen

Jan Branske und die TSG Emmerthal erlebten ein hitziges 1:1 in Königsförde.
VfB Hemeringen - FC Preussen Hameln 0:1 (0:0).
In der Kreisliga musste sich der VfB Hemeringen auf heimischem Platz dem FC Preussen Hameln knapp mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Die Gäste übernahmen von Beginn an die Initiative und setzten die Hausherren früh unter Druck. „In der ersten Halbzeit, in den ersten 25 Minuten, hat Preussen uns sehr hoch angelaufen und viel Druck gemacht. Sie hatten zwar keine zwingende Torchance, aber wir mussten das erst einmal lösen“, berichtete VfB-Sprecher Philipp Oberkötter. Nach knapp einer halben Stunde fand die Heimelf besser in die Partie und neutralisierte das Geschehen. Im letzten Drittel fehlte beiden Teams jedoch die letzte Präzision, sodass hochkarätige Möglichkeiten Mangelware blieben. Zu allem Überfluss verletzten sich bei den Hausherren schon im ersten Durchgang gleich mehrere Akteure: „Wir mussten leider bereits in der ersten Halbzeit dreimal wechseln, das war sehr unglücklich für uns“, bedauerte Oberkötter.
Doppelter Platzverweis in der zweiten Hälfte
Auch nach dem Seitenwechsel begegneten sich beide Mannschaften zunächst auf Augenhöhe, ehe es ab der 60. Minute auf dem Platz wild wurde. In der 59. Minute sah ein Hamelner Akteur nach einer Tätlichkeit abseits des Balls die glatte Rote Karte – die Szene war vom Schiedsrichter-Assistenten geahndet worden. Der numerische Vorteil für die Hausherren währte jedoch nur kurz: Nur drei Minuten später musste auch ein Hemeringer nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen (62.). In der 75. Minute schlug schließlich die Stunde der Gäste: Nach einem Fernschuss und einer unübersichtlichen Situation im Hemeringer Sechzehner staubte Can Gürek per Nachschuss zur 1:0-Führung für Preussen ab.
Hemeringen steckte trotz des Dämpfers nicht auf und drängte in den Schlussminuten auf den Ausgleich. Zunächst brachten zwei gefährliche Standards nicht den erhofften Erfolg, ehe die Hausherren bei der dicksten Chance der Partie vom Pech verfolgt wurden: Bennet Kurse legte im Strafraum stark ab auf Oberkötter, dessen strammer Abschluss jedoch nur am Lattenkreuz einschlug. Auf der Gegenseite verpasste Preussen bei Kontern die vorzeitige Entscheidung. Weil sich kurz vor dem Abpfiff noch ein weiterer VfB-Akteur verletzte und das Wechselkontingent bereits aufgebraucht war, mussten die Gastgeber die Schlussphase sogar in doppelter Unterzahl bestreiten. „Insgesamt also ein gebrauchter Nachmittag für uns, aber Mund abputzen und weiter geht's!“, resümierte Oberkötter trotz des bitteren Ausgangs gewohnt kampflustig.
Tore: 0:1 Can Gürek (75.).
Besonderes: Rote Karte für Preussen Hameln (59.), Gelb-Rote Karte für Hemeringen (62.).
SSV Königsförde - TSG Emmerthal 1:1 (0:1).
Am Beberbach in Königsforde trennten sich der heimische SSV und die TSG Emmerthal nach einem umkämpften Spielverlauf mit einem 1:1-Unentschieden. Die Gäste aus Emmerthal erwischten dabei den besseren Start in die Partie und belohnten sich früh für ihren Aufwand. „In der ersten Halbzeit war Emmerthal besser als wir und die TSG geht verdient in Führung“, gab SSV-Sprecher Enis-Kaan Bolat ehrlich zu. In der 17. Minute segelte eine Flanke in den Sechzehner des SSV, wo Cihan Cetin den Ball unglücklich an die Brust bekam und per Eigentor zur 1:0-Gästeführung abfälschte. In der Folge verflachte die Begegnung bei sommerlichen Temperaturen jedoch zusehends. „Danach haben sich beide Mannschaften schwergetan – ein typischer Sommerkick“, beschrieb Bolat das Geschehen bis zum Pausenpfiff.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild auf dem Platz komplett, denn die Hausherren übernahmen das Kommando. „In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor, Emmerthal hat viel verteidigt“, berichtete der SSV-Sprecher.
Strittige Szenen sorgen für Ärger
Mit fortlaufender Spieldauer gewann die Begegnung extrem an Hektik. „Die Gemüter sind übergekocht: Es gab viele Rudelbildungen, mehrere Strafstöße wurden nicht gegeben und es gab viele Unterbrechungen, erklärte Bolat“ Auch auf Seiten der Gäste kochte die Wut über eine ungeahndete Szene hoch. TSG-Trainer Hendrik Scheel fand nach dem Abpfiff deutliche Worte: „Wir hatten in der zweiten Halbzeit überlegt das Feld zu verlassen, aufgrund einer Kopfnuss, die nicht geahndet wurde und im Zuge dessen ist das Spiel außer Kontrolle geraten.“
In der 82. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einer kniffligen Szene im Sechzehner schließlich doch auf den Punkt. „Wir bekommen dann doch noch einen Elfmeter, den wir verwandeln“, erklärte Bolat. Bartosz Palm behielt die Nerven und schob sicher zum 1:1-Ausgleich ein. In der Schlussphase drängte Königsförde sogar noch auf den „Lucky Punch“: Hasan Yanalak tauchte kurz vor dem Abpfiff frei im Eins-gegen-Eins auf, scheiterte jedoch am stark reagierenden Emmerthaler Torhüter Justin Höhnisch, der den Punkt für die TSG festhielt.
Am Ende blieb es beim Unentschieden, das aus Sicht der Gastgeber einen bitteren Beigeschmack hinterließ. „Für uns war heute mehr drin, das Ergebnis ärgert uns“, bilanzierte Bolat, der trotz der Enttäuschung noch lobende Worte für zwei Akteure fand: „Bei Emmerthal ist mir Andrej Vorrat hinten drin aufgefallen, der sehr gut verteidigt und gute Bälle verteilt hat. Bei uns hat Justin Dürre als Mittelfeldmotor ein gutes Spiel gemacht – und das bei diesem Wetter.“
Tore: 0:1 Eigentor Cihan Cetin (17.), 1:1 Bartosz Palm (82./Strafstoß).
SG Flegessen/Süntel - FC Saale-Ith 3:1 (0:0).
Überraschung in Unsen. Die SG Flegessen/Süntel hat einen leidenschaftlich erkämpften 3:1 (0:0)-Heimerfolg gegen den FC Saale-Ith eingefahren. Die Gäste übernahmen von Beginn an das Kommando auf dem Platz und versuchten, das Spiel mit Ballbesitz zu diktieren. „Saale-Ith war von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft, vor allem mit diagonalen Bällen hinter unsere Abwehr. Aber wir haben gut verteidigt und wenig Torchancen zugelassen“, berichtete SG-Trainer Markus Wienecke über den ersten Durchgang. Die Hausherren beschränkten sich auf eine kompakte Defensive, verpassten es jedoch bei ein bis zwei vielversprechenden Umschaltmomenten vor der Pause, ihre Konter zielstrebig auszuspielen.
Auch nach dem Seitenwechsel schickte sich der FC an, den Druck zu erhöhen. „Saale-Ith wollte mit Tempo mehr machen. Genau in diese Phase hinein kontern wir aber, spielen uns hinten sauber raus und schlagen einen langen Ball über die Kette“, beschrieb Wienecke die Führungsszene in der 51. Minute: Leo Matti Ende spitzelte das Leder am herauseilenden Gäste-Keeper Franzmann vorbei und schob zum 1:0 ins leere Tor ein. Der FC reagierte mit Wut im Bauch, lief sich an der aufmerksamen SG-Hintermannschaft aber immer wieder fest. Zudem pflückte Flegessens Schlussmann Alexander Schmidt zahlreiche hohe Bälle sicher herunter.
Torreiche Schlussphase
In der 72. Minute belohnten sich die Gastgeber schließlich mit dem zweiten Treffer: Alexander Wies zirkelte einen Freistoß aus halblinkem Winkel aufs lange Eck. Franzmann bekam den Ball zwar zu fassen, fiel damit jedoch über die eigene Torlinie – 2:0. Wer glaubte, die Partie sei damit gelaufen, sah sich getäuscht: In der 79. Minute verkürzte Karsten Eberding per Abstauber auf 2:1, nachdem ein Gästefreistoß in der Mauer abgefälscht worden war. Die endgültige Entscheidung fiel kurz vor dem Ende erneut über einen blitzsauberen Konter der Heimelf: Die Flegesser haben sich über das Zentrum durch kombiniert und auf der rechten Außenbahn Leo Vitali Niemeyer bedient, der eiskalt ins lange Eck zum 3:1 vollendete (88.). In der Nachspielzeit verpasste Julius Austmann frei vor Franzmann sogar noch den vierten Treffer (92.).
„Über die 90 Minuten gesehen war der Sieg über Kampf, Wille und Einstellung nicht unverdient, wobei Saale-Ith mehr vom Spiel hatte, aber nicht zwingend genug war. Wir haben tief verteidigt und ihnen so das Leben schwer gemacht“, bilanzierte Wienecke nach dem Schlusspfiff. Ein Lob richtete der Coach zudem an die Unparteiischen: „Wir hatten Austauschschiedsrichter aus Pattensen hier, die das faire Spiel sehr gut geleitet haben.“
Tore: 1:0 Leo Matti Ende (51.), 2:0 Alexander Wies (72.), 2:1 Karsten Eberding (79.), 3:1 Leo Vitali Niemeyer (88.).
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