05.08.2026 21:38

Kreisliga


Aerzen zeigt Aufsteiger Grenzen auf - Bisperode erobert Emmerspitze

Bartolillo: „Wir sind sehr glücklich mit der Leistung, können das aber richtig einschätzen" / Scheel: „Bisperode hat völlig verdient die drei Punkte mitgenommen"
MTSV Aerzen Patrick Hoppe Leandro Ribeiro
Patrick Hoppe erzielte für Aerzen einen lupenreinen Hattrick.

MTSV Aerzen – TSV Klein Berkel 5:0 (1:0).

Der MTSV Aerzen hat in der Kreisliga Hameln-Pyrmont ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und den TSV Klein Berkel souverän mit 5:0 geschlagen. Dabei brannten die Hausherren von Beginn an ein hohes Tempo ab. „In den ersten 30 Minuten haben wir das Spiel klar kontrolliert und hätten eigentlich schon früher führen müssen“, blickte Aerzens Trainer Gaetano Bartolillo zurück. Mehrfach tauchten die Aerzer Angreifer – darunter Arlind Avdiu und Leandro Ribeiro – frei vor dem Gehäuse der Gäste auf, ließen jedoch zunächst die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen. In der 31. Minute belohnte sich der MTSV schließlich: Nach einem lang geschlagenen Freistoß stieg Jann Kiupel am höchsten und köpfte zur hochverdienten 1:0-Führung ein.

Vor dem Seitenwechsel verloren die Platzherren jedoch etwas den Faden. Klein Berkel legte den Respekt allmählich ab und fand besser in die Partie, ohne sich allerdings zwingende Großchancen zu erarbeiten. Dass hinten die Null stand, lag auch an einer sattelfesten Aerzer Defensivreihe. „Unsere Viererkette stand heute extrem gut. Ein Sonderlob geht an Jannis Lücke, der gefühlt nicht einen Zweikampf verloren hat“, schwärmte Bartolillo.

Nach der Pause forderte der Aerzener Übungsleiter wieder mehr Aggressivität – und die Mannschaft lieferte prompt. Mit frühem Pressing erzwang der MTSV wiederholt Fehler im Spielaufbau der Gäste, was binnen weniger Minuten zur Vorentscheidung führte. Erst schraubte Leandro Ribeiro das Ergebnis auf 2:0 (52.), ehe Patrick Hoppe nur 120 Sekunden später per Doppelschlag auf 4:0 stellte (53./54.). Damit nicht genug: In der 85. Minute legte Hoppe nach einer Ecke nach und schnürte einen lupenreinen Hattrick zum 5:0-Endstand. Im Gegenzug verhinderte Aerzens Schlussmann Felix König mit zwei Glanzparaden den Ehrentreffer der Gäste.

Am Ende zeigte sich Bartolillo vollauf zufrieden, blieb aber bodenständig: „Wir sind sehr glücklich mit der Leistung, können das aber richtig einschätzen – da ist immer noch Luft nach oben. Wir leben aktuell auch enorm von der Stärke unserer Bank. Ein großes Kompliment an die Einwechselspieler, die sich nahtlos eingefügt haben.“
Tore: 1:0 Jann Kiupel (31.), 2:0 Leandro Ribeiro (52.), 3:0 Patrick Hoppe (53.), 4:0 Hoppe (54.), 5:0 Hoppe (85.).

TSG Emmerthal – TSV Bisperode 0:2 (0:1).

Einen gebrauchten Tag erwischte die TSG Emmerthal: Im Heimspiel gegen den TSV Bisperode mussten sich die Grün-Weißen mit 0:2 geschlagen geben. Dabei fanden die Hausherren eigentlich ordentlich in die Begegnung. „In den ersten 20 Minuten haben wir einen guten Ball gespielt und waren spielbestimmend, ohne uns allerdings klare Hochkaräter herauszuspielen“, analysierte Emmerthals Trainer Hendrik Scheel. Die riesige Chance zur Führung bot sich schließlich Marven Manser, der nach einem zu kurzen Rückpass der Bisperoder frei vor dem Gästetor auftauchte, im Eins-gegen-Eins jedoch am stark parierenden TSV-Schlussmann Niklas Pfleger scheiterte.

Die Quittung folgte kurz vor dem Pausentee auf der Gegenseite: Nach einem Eckball stimmte die Zuordnung in der Emmerthaler Hintermannschaft überhaupt nicht, sodass Michael Faßhauer ungehindert per Kopf zur 1:0-Gästeführung vollstrecken konnte (40.).

Nach dem Seitenwechsel keimte bei der TSG kurzzeitig Hoffnung auf, als Kartal Özbek den Ausgleich auf dem Fuß hatte, sein Abschluss jedoch nur an der Latte landete. Die verpasste Chance rächte sich postwendend: Direkt im Gegenzug schaltete Bisperode nach einem Ballgewinn blitzschnell um, spielte über die linke Außenbahn nach vorne und Paul Egly musste den Querpass nur noch zum 2:0 einschieben (53.).

In der verbleibenden Spielzeit bemühte sich Emmerthal zwar um den Anschlusstreffer und verzeichnete viel Ballbesitz, fand gegen die gut gestaffelte Bisperoder Defensive aber keinerlei Mittel mehr. „Bisperode hat völlig verdient die drei Punkte mitgenommen. Wir hatten eine wirklich gute Vorbereitung, von daher hat sich so eine Leistung überhaupt nicht abgezeichnet. Das müssen und werden wir im Team ganz klar ansprechen – das war heute nicht in Ordnung von uns. Wir haben nach vorne keine spielerischen Lösungen gefunden und waren eigentlich mehr mit uns selbst als mit dem Spiel beschäftigt“, so Scheel nach dem Schlusspfiff.
Tore: 0:1 Michael Faßhauer (40.), 0:2 Paul Egly (53.).
8 / 2021

Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 05155-2819 320 / 0176-8220 6485
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