02.08.2026 18:37

Kreisliga


Jubel zum Saisonstart: Bisperode triumphiert im Ostkreisderby bei Saale-Ith

Saisonauftakt im Oberhaus: Hemeringen jubelt wieder, Nullnummer in Hajen und Aerzen zittert sich zum Dreier
Jubelbild Bisperode
Der TSV Bisperode durfte einen hart erkämpften und knappen Derbysieg feiern.

VfB Hemeringen - SG Flegessen/Süntel 3:1 (2:0).

Der VfB Hemeringen hat zum Auftakt der Kreisliga Hameln-Pyrmont einen verdienten 3:1-Heimsieg gegen die neu formierte Elf der SG Flegessen/Süntel eingefahren. Gegen das Team von SG-Trainer Markus Wienecke fanden die Hausherren nach anfänglichem Abtasten gut in die Partie. „In der ersten Halbzeit hat man gemerkt, dass es so eine Art Abtasten war – wir haben dann sogar noch umgestellt“, erklärte VfB-Sprecher Philipp Oberkötter. In der 25. Minute belohnte Nils Witthuhn den VfB per Strafstoß mit dem 1:0. Die Gastgeber dominierten das Spielgeschehen mit gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, verpassten es jedoch zunächst, ihre Angriffe konsequent zu Ende zu spielen.

Flegessen verbuchte vor dem Seitenwechsel lediglich wenige, nicht gut ausgespielte Aktionen. Aufregung gab es zudem in den Strafräumen, wo es vor dem 1:0 bereits strittige Szenen gab. Kurz vor der Pause fiel schließlich das 2:0: SG-Torwart Konrad Borcherding ließ einen Fernschuss von Witthuhn prallen, woraufhin Manuel Hothan schaltete und per Kopf ins lange Eck traf (43.).

Nach dem Seitenwechsel verlor Hemeringen ab der 60. Minute jedoch den Rhythmus. „Wir wollten genauso weitermachen, hatten dann aber einen komischen Bruch im Spiel. Wir haben uns zurückgezogen und selber verunsichert“, bilanzierte Oberkötter. Die Gäste wurden stärker und bekamen in der 75. Minute einen Strafstoß zugesprochen, den VfB-Schlussmann Marcel Bille jedoch überragend parierte. Dennoch gelang Finn Begemann kurz darauf fallend im Zweikampf der Anschlusstreffer zum 2:1 (80.).

Flegessen drängte auf den Ausgleich, zollte dem hohen läuferischen Aufwand aber Tribut. „Flegessen wollte unbedingt, war dann aber kaputt. Wir haben es clever gespielt und sind ruhig geblieben“, lobte Oberkötter. In der 90. Minute überspielte der VfB das hohe Pressing: Bennet Kruse bewies Auge und bediente Lucas Klein, der in einer Fünf-gegen-Zwei-Überzahl zum 3:1-Endstand einschob. „Es ist ganz angenehm, den ersten Kreisligasieg seit zweieinhalb Jahren einzufahren – der letzte war damals schon gegen Markus Wienecke und jetzt der erste auch wieder“, resümierte Oberkötter lachend.
Tore: 1:0 Nils Witthuhn (25./Strafstoß), 2:0 Manuel Hothan (43.), 2:1 Finn Begemann (80.), 3:1 Lucas Klein (90.).
Besonderes: Hemeringens Torhüter Marcel Bille pariert einen Strafstoß (75.).

FC Saale Ith - TSV Bisperode 0:1 (0:1).

Der 1. Spieltag der Kreisliga Hameln-Pyrmont hielt direkt ein umkämpftes Ostkreisderby bereit: Auf heimischem Platz musste sich der FC Saale-Ith dem TSV Bisperode knapp mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Die Hausherren fanden dabei nur schwer in die Partie, während die Gäste sofort die Initiative übernahmen. „Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Bisperode hat sich gut bewegt, die Passwege zugestellt, war griffig in den Zweikämpfen und hat es einfach mehr gewollt“, berichtete FC-Sprecher Jannik Lehnhoff.

Die Heimelf tat sich schwer im eigenen Spielaufbau: „Wir haben es nicht hinbekommen, den Ball laufen zu lassen.“ Dennoch ergaben sich vor dem Seitenwechsel Gelegenheiten für Saale-Ith: Dimitri van Eeuwen kam zweimal in aussichtsreiche Position, verpasste aber den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss. Zudem forderte die Heimelf einen Strafstoß, als ein Akteur im Bisperoder Sechzehner an der Hacke getroffen wurde – der Pfiff blieb jedoch aus. Kurz vor dem Pausentee fiel schließlich die Führung für die Gäste: Nach einer Ecke entstand im Fünfmeterraum ein unübersichtliches Gewühl, aus dem der Ball unglücklich zum 0:1 im eigenen Tor landete (42.).

Nach dem Seitenwechsel drängte der FC Saale-Ith auf den Ausgleich, fand aber gegen die kompakt stehende TSV-Defensive kein Durchkommen. „In der zweiten Halbzeit hat Bisperode richtig gut verteidigt und war enorm griffig in den Zweikämpfen. Wir hatten eigentlich keine richtige Chance mehr herausgearbeitet“, bilanzierte Lehnhoff den zweiten Durchgang. Der TSV ließ hinten nichts mehr anbrennen und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit, sodass Saale-Ith am Ende mit leeren Händen dastand. „Am Ende ein verdienter Sieg für Bisperode – wir haben unser Spiel nicht auf den Platz bekommen und sie wollten es einfach mehr als wir“, resümierte Lehnhoff nach dem Schlusspfiff fair.
Tore: 0:1 Eigentor (42.).

BW Tündern II - MTSV Aerzen 1:2 (0:0).

Zum Auftakt der neuen Kreisliga-Saison hat die Zweitvertretung von BW Tündern eine knappe 1:2-Heimniederlage gegen den favorisierten MTSV Aerzen einstecken müssen. Dabei hielten die „Schwalben“ gegen die spielstarken Gäste lange Zeit hervorragend dagegen. „Spielerisch war Aerzen in der ersten Halbzeit und bis zur 70. Minute klar spielbestimmend, aber wir haben es gut verteidigt“, fasste Tünderns Co-Trainer Dietmar Bekedorf den ersten Durchgang zusammen, in dem Tore zunächst noch Mangelware blieben.

Für Aufsehen sorgte beim Seitenwechsel stattdessen eine Szene am Rande des Spielfelds. „Der Schiedsrichter hat den Platz über die Bande zu einer verbalen Auseinandersetzung verlassen – das darf ihm eigentlich nicht passieren, ansonsten war seine Leistung gut“, merkte Bekedorf an. Schiedsrichter Mark Lorenz stellte die strittige Situation aus seiner Sicht klar: „Jemand vom Spielfeldrand – vermeintlich ein Zuschauer – hat lautstark eine Beleidigung gegen das Schiedsrichtergespann gerufen. In der Halbzeit habe ich ihn dann zur Rede gestellt und gefragt was das soll. Das war’s aber auch".

Im zweiten Durchgang drängte Aerzen weiter und belohnte sich schließlich. Ein Foulspiel im Tünderschen Strafraum führte zu einem berechtigten Strafstoß, den Arlind Avdiu souverän zur 1:0-Führung für die Gäste verwandelte (54.). „Der erste Elfmeter nach einem Foul war berechtigt“, räumte auch Bekedorf ein. In der 80. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Zweikampf im Sechzehner erneut auf den Punkt. Eduard Mittelstädt ließ sich nicht bitten und stellte auf 0:2. Bekedorf ärgerte sich dabei über die Entstehung: „Vorher gab es ein Foul an uns, das nicht gepfiffen wurde, danach war es aber ein berechtigter Foulelfmeter: griechisch-römisch niedergerungen.“

Wer nun dachte, die Partie sei entschieden, sah sich getäuscht. Tündern warf in der Schlussphase alles nach vorne. Nach einem weiten Pass in die Spitze landete der Ball bei Grischa Kowalski. „Der Innenverteidiger steht schlecht und Grischa geht vorbei und schiebt ein“, beschrieb Bekedorf den 1:2-Anschlusstreffer in der 89. Minute. Kurz darauf lag der Ausgleich sogar in der Luft: In der 92. Minute zirkelte Kowalski einen Freistoß an den Pfosten – Pech für Tündern. Am Ende stand eine unglückliche, knappe Niederlage. „Zum Ende hin wäre ein Unentschieden gerecht gewesen, wir haben gut verteidigt“, bilanzierte Bekedorf abschließend und zeigte sich dennoch stolz auf seine Elf: „Unsere Mannschaft hat unsere Taktik gut umgesetzt. Aerzen war der erwartet gute Gegner, aber wir haben ihnen das Leben schwer gemacht.“
Tore: 0:1 Arlind Avdiu (54./Strafstoß), 0:2 Eduard Mittelstädt (80./Strafstoß), 1:2 Grischa Kowalski (89.).

SG Hajen-Latferde - TSV Grohnde 0:0 (0:0).

In Hajen bekamen die Zuschauer direkt ein umkämpftes Gemeindederby geboten, bei dem sich die SG Hajen-Latferde und der TSV Grohnde schlussendlich mit einem torlosen 0:0-Unentschieden trennten. Die Hausherren erwischten dabei den besseren Start in die Partie. „Wir sind gut reingekommen und hatten direkt in der 4. Minute über Thano Wittler ein Eins-gegen-Eins, welches der Torhüter der Gäste, Dominik Feldmann, aber entschärfen konnte. In der 13. Minute hatten wir zudem noch eine Chance zum Tor durch einen geblockten Schuss von Kay-Jonas Dirnberger“, berichtete SG-Trainer Bastian Geisler. Nach der verordneten Trinkpause riss der Faden beim Gastgeber jedoch vorübergehend.

„Nach der Trinkpause waren wir von der Rolle: In der 28. Minute gibt es ein Eins-gegen-Eins von Sebastian Brockmann, aber auch unser Torhüter Rouven Gasde blieb Sieger, den Abpraller schießt ein Grohnder dann aufs Tor und Nils Bleibaum rettet kurz vor der Linie“, beschrieb Geisler die brenzlige Situation. Kurz vor dem Pausentee drückte Hajen-Latferde wieder aufs Tempo und schrammte gleich zweimal haarscharf an der Führung vorbei: In der 34. Minute traf Jannik Borchers nur die Latte, ehe Yannic Bohne in der 42. Minute am Pfosten scheiterte. „Da ärgern wir uns natürlich, dass wir in der ersten Halbzeit nicht in Führung gehen“, bedauerte Geisler.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein ausgeglicheneres Derby. Die SG Hajen-Latferde verbuchte in der 57. und 66. Minute zwei gefährliche Abschlüsse, ehe der TSV Grohnde in der Schlussphase das Heft des Handelns wieder in die Hand nahm. Ein Fernschuss in der 72. Minute verfehlte das Ziel knapp, ehe SG-Schlussmann Gasde in der 80. Minute erneut im Eins-gegen-Eins glänzend parierte und die Null festhielt. „Die zweite Halbzeit war ausgeglichener. Die letzten 20 Minuten gingen eher an Grohnde, wir hatten viele Ballverluste und Glück, dass wir nicht bestraft wurden“, gab Geisler zu.

Nach 90 intensiv geführten Minuten stand am Ende die Punkteteilung zu Buche. „Aufgrund der ersten Halbzeit hätten wir gewinnen können, am Ende geht das Ergebnis aber wohl so in Ordnung“, resümierte der SG-Coach schlussendlich fair. Ein Sonderlob hatte er noch für die Hintermannschaften übrig: „Yannis Gandsel bei Grohnde und Nils Bleibaum bei uns haben in der Defensive einen sehr guten Job gemacht.“
Tore: -
25 / 2036

Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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