06.06.2026 00:42

Kreisliga


Der Becker-Schreck: Bisperode verpasst vorzeitigen Klassenerhalt

TSV muss am Samstag auf Schützenhilfe von Hilligsfeld hoffen / Saale-Ith verabschiedet Martin Gröhlich
Martin Groehlich Saale Ith
Martin Gröhlich spielte sein letztes Spiel für den FC Saale Ith und hätte sich fast noch mit einem Tor gekrönt.

TSV Bisperode – FC Saale-Ith 1:4 (1:2).

Bitterer Abend für den TSV Bisperode: Im wegweisenden Heimspiel gegen den FC Saale-Ith mussten sich die Blau-Gelben mit 1:4 geschlagen geben und verpassten den vorzeitigen Klassenerhalt. Der TSV rangiert zwar weiterhin drei Punkte vor Hajen, hat aber das deutlich schlechtere Torverhältnis. Gewinnt Hajen am Samstag, ziehen sie vorbei – Bisperode ist zum Zuschauen verdammt und benötigt Schützenhilfe von Hilligsfeld.
Dabei begann die Partie vielversprechend. „Das Spiel ging denkbar gut los für uns. Generell zeigten wir in der ersten Halbzeit eine prinzipiell sehr gute Leistung“, bilanzierte Sprecher Levin Winter. In der 6. Minute strich ein Kopfball von Leon Pötsch nach Flanke von Philip Vahlpagel knapp vorbei – „absolut super herausgespielt!“ Nur zwei Zeigerumdrehungen später lässt Carlos Wiechens Verteidiger Lauric Langer stehen, scheitert aber am überragend reagierenden FC-Keeper Robin Scholz.

Mitten in diese Drangphase fiel das 0:1 (15.): Nach einem Ballverlust in der Innenverteidigung schaltete Saale-Ith blitzschnell um und Marcel Becker netzte überlegt ein. Bisperode steckte nicht auf, doch ein Treffer nach einem Freistoß (19.) wurde wegen einer Abseitsentscheidung aberkannt. In der 35. Minute vergab Vahlpagel zudem freistehend im Eins-gegen-Eins. Die Quittung folgte im direkten Gegenzug: Nach einem herausgespielten Angriff über die linkte Seite wurde der Ball in die Mitte geflankt und Marcel Becker erhöhte per Kopf auf 0:2. „Da wurden wir eiskalt bestraft“, so Winter. Die Hausherren bewiesen jedoch Moral. In der 44. Minute gelang der verdiente Anschluss: Nach Ballgewinn legte Vahlpagel quer, Robert Voss verlängerte und Joshua Wiechens traf zum 1:2.

Mit psychologischem Vorteil ging es in die Kabine, doch der zweite Durchgang sorgte für Rätselraten. „Was in der zweiten Halbzeit passierte, ist schwer zu erklären“, so Winter. Nach einem verunglückten Rettungsversuch erhöhte Max Becker aus 16 Metern auf 1:3 (64.). Bisperode warf alles nach vorne: „Danach haben wir komplett auf gemacht. Wir konnten die PS aber einfach nicht mehr auf die Straße bringen.“ Den Schlusspunkt setzte erneut Marcel Becker in der Nachspielzeit (90.+3) zum 1:4-Endstand, nachdem er mustergültig durch einen Querpass von Nikolaus Franzmann bedient wurde.

Nach dem Abpfiff herrschte tiefe Enttäuschung. Winter resümierte gebrochen: „Die letzten zwei Spiele waren echt nicht verkehrt. Und dann spielst du in so einem vermeintlichen Endspiel eine richtig gute erste Halbzeit – und am Ende läuft das Spiel komplett gegen dich.“ Trotz des Dämpfers wurde die Saison im Anschluss gebührend ausgeklungen, „auch das ist eben Bisperode“. Auf der Gegenseite verabschiedete sich Martin Gröhlich mit einem Sieg offiziell in die Fußballrente.
Tore: 0:1 Marcel Becker (15.), 0:2 Becker (38.), 1:2 Joshua Wiechens (44.), 1:3 Max Becker (64.), 1:4 Mar. Becker (90.+3).
2 / 2008

Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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