31.05.2026 18:39
Kreisliga
Entscheidungen vertagt: Großer Finaltag im Auf- & Abstiegsrennen steht bevor!
Hajen-Latferde & Bisperode nah am Punktgewinn / Hilligsfeld müht sich im Ostkreis zum Erfolg

Hajen-Latferdes Coach Bastian Geißler schwebt mit seinem Team weiterhin in akuter Abstiegsgefahr.
SG Hajen-Latferde – SSV Königsförde 1:2 (0:0).
Im Kampf um den Klassenerhalt ist die SG Hajen-Latferde haarscharf an wichtigen Punkten vorbeigeschrammt. „Die Möglichkeiten waren da, heute mindestens einen Punkt mitzunehmen“, bilanzierte SG-Trainer Bastian Geißler nach der knappen Heimniederlage gegen den SSV Königsförde enttäuscht. Sportlich verlief die Partie zunächst relativ ausgeglichen. Bereits in der 8. und 14. Minute tauchten die Hausherren zweimal frei vor dem Tor auf, kamen jedoch jeweils nicht zum Abschluss. Auf der Gegenseite profitierte Königsförde von einem Fehlpass von SG-Keeper Rouven Gasde. Dadurch ergab sich eine Eins-gegen-Eins-Situation den Schlussmann der SGHL, der seinen eigenen Fehler jedoch wieder ausbügelte. Kurz vor dem Pausenpfiff bot sich Hajen-Latferde die Riesenchance zur Führung: Nach einem Foul gab es in der 43. Minute Elfmeter für die Gastgeber, doch SSV-Schlussmann Kevin Neubauer parierte den Strafstoß von Kay-Jonas Dirnberger stark, sodass es torlos in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start. In der 55. Minute setzte sich Edon Musliji auf der Außenbahn durch und legte quer auf Justin Dürre, der zum 1:0 für Königsförde einschob. Nur wenig später legten die Gäste nach: Nach einem Ballverlust der SG spielte der SSV einen Steckpass in die Spitze, den Musliji in der 64. Minute selbst zum 2:0 verwertete. Die Gastgeber gaben sich jedoch nicht auf. In der 80. Minute verkürzte Kay-Jonas Dirnberger per Strafstoß auf 1:2. In der Schlussphase drängte die Geißler-Elf auf den Ausgleich, traf unter anderem noch die Latte und scheiterte mit einem weiteren Abschluss am gut reagierenden Neubauer. Auf der Gegenseite verbuchte aber auch Königsförde weitere Tormöglichkeiten.
Am Ende blieb es beim knappen Auswärtssieg für den SSV. „Wir müssen uns selbst den Vorwurf machen, dass wir uns zu sehr mit dem Gegner und dem Schiedsrichter aufgehalten haben. Beide Seiten waren sich nach dem Abpfiff einig, dass die Unparteiischen heute nicht den glücklichsten Tag erwischt haben“, so das Fazit von Geißler. In der Tabelle bleibt die Situation für Hajen-Latferde trotz der Niederlage unverändert: Da der Konkurrent aus Bisperode parallel in Nettelrede unterlag, beträgt der Rückstand vor dem letzten Spieltag weiterhin drei Punkte. Einen bitteren Schlusspunkt gab es für die Hausherren dennoch: Nach dem Schlusspfiff sah Niklas Ebeling noch die Gelb-Rote Karte.
Tore: 0:1 Justin Dürre (55.), 0:2 Edon Musliji (64.), 1:2 Kay-Jonas Dirnberger (80./Elfmeter).
Besonderes: Gelb-Rote Karte für Hajen-Latferdes Niklas Ebeling (nach Spielende).
FC Saale-Ith – TB Hilligsfeld 0:1 (0:0).
Nach dem Kreispokalsieg hat der TB Hilligsfeld auch die Chance auf die Kreismeisterschaft gewahrt. Durch einen mühsamen 1:0-Erfolg auswärts beim FC Saale-Ith stießen die Rot-Weißen den MTSV Aerzen wieder von Rang zwei der Tabelle. Für die Gastgeber war die Ausgangslage bereits vor dem Anpfiff kompliziert. „Wir waren heute nur elf Leute ohne Auswechselspieler. Dass das schwierig werden würde, war uns bewusst“, erklärte Saale-Ith-Co-Trainer Jannik Lehnhoff nach dem Abpfiff. So hatten die Hilligsfelder erwartungsgemäß viel Ballbesitz, während sich die Hausherren auf das Verteidigen konzentrierten. Im ersten Durchgang erarbeitete sich der TBH zwei gute Gelegenheiten, die FC-Keeper Robin Scholz jedoch gut parierte. Die Gastgeber selbst verbuchten nach vorne lediglich eine Halbchance, bei welcher der Ball einige Meter am Tor vorbeiging, sodass es mit dem torlosen Remis in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start. In der 53. Minute kam Louis Heucke am Sechzehner frei zum Abschluss, setzte den Ball jedoch an den Pfosten. In der 62. Minute belohnte sich der TBH schließlich für den Aufwand: Nach einer der vielen Ecken war Jannik Stolpe am kurzen Pfosten zur Stelle und nickte zum 1:0 ein. In der Folgezeit erspielten sich die Hilligsfelder weitere gute Gelegenheiten, doch Scholz hielt erneut stark – unter anderem in einer Eins-gegen-Eins-Situation.
Die Hausherren konnten im zweiten Durchgang nach vorne kaum noch Akzente setzen. „Wir waren nach vorne kaum aktiv, auch weil uns die Kräfte ausgegangen sind. Gegen so einen Gegner und eine junge Mannschaft, die wechseln kann ohne Qualitätsunterschied, ist das brutal schwierig“, bilanzierte Lehnhoff. Dennoch fand der Co-Trainer lobende Worte für das eigene Team: „Dafür haben wir uns gut verkauft und es dem Gegner so schwierig wie möglich gemacht. Am Ende ist es ein verdienter Sieg.“
Tore: 0:1 Jannik Stolpe (62.).
TSV Nettelrede – TSV Bisperode 3:1 (1:0).
Auswärts in „Grönje“ hat der TSV Bisperode den vorzeitigen Klassenerhalt verpasst. Die Gäste mussten sich dem TSV Nettelrede mit 1:3 geschlagen geben. „Für uns war das heute ein absoluter Pflichtsieg. Bisperode war aber relativ nah am Punktgewinn dran und hätte gut und gerne etwas mitnehmen können“, bilanzierte Nettelredes Teamsprecher Leon Meyerhoff nach dem Schlusspfiff. Dabei erwischten die Hausherren in den ersten 10 bis 15 Minuten einen guten Start. Die erste Torgelegenheit gehörte jedoch den Gästen, als Philip Vahlpagel den Ball nach einem Diagonalball über das Tor zog. In der 15. Minute gingen dann die Gastgeber in Führung: Luca Barthel bediente Maik Vogt, der aus zwölf Metern zum 1:0 vollendete. Nur zehn Minuten später hatte Nettelrede das nächste Tor auf dem Fuß, doch Moritz Ketelake traf nach guter Vorarbeit von Jonah Hirtz lediglich den Pfosten (25.). Kurz vor dem Pausenpfiff meldete sich Bisperode noch einmal gefährlich zurück, als Joshua Wiechens nach einem Chipball per Kopf abschloss, TSV-Keeper René Sustrate den Ball jedoch über den Querbalken lenkte (45.).
Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste im Spiel und schlugen aus dem Halbfeld immer wieder gefährliche Bälle in den Nettelreder Sechzehner. „Am Ende hat heute die individuelle Qualität den Unterschied gemacht“, so Meyerhoff. In der 70. Minute wurde Nils Böckmann nach einer Einzelaktion im Strafraum der Bisperoder gefoult, den fälligen Strafstoß verwandelte Levin Ketterer zum 2:0. Die Antwort der Gäste folgte jedoch prompt: Nur eine Minute später legte Bisperode den Ball von der Grundlinie zurück auf Jan Utenwiehe, der sich die Ecke aussuchen konnte und aus 16 Metern direkt zum 2:1-Anschluss einschoss (71.). Die endgültige Entscheidung fiel schließlich in der 88. Minute durch eine Einzelaktion von Bennet Koch über die rechte Seite. Koch ließ mehrere Bisperoder stehen, umkurvte den Torwart und schob zum 3:1-Endstand ein.
Ein Sonderlob verteilte der Teamsprecher nach der Partie an zwei Akteure: „Ein Lob geht an Julien Hirtz und Luca Barthel, weil sie gerade im Zentrum sehr viele Meter gemacht und gute Entscheidungen getroffen haben.“ Durch den Heimerfolg der Nettelreder bleibt die Situation im Tabellenkeller spannend. Einen Spieltag vor Schluss stehen die Ostkreisler aus Bisperode weiterhin drei Punkte vor dem potenziell ersten Abstiegsplatz, weisen jedoch das schlechtere Torverhältnis gegenüber der SG Hajen-Latferde auf.
Tore: 1:0 Maik Vogt (15.), 2:0 Levin Ketterer (70./Foulelfmeter), 2:1 Jan Utenwiehe (71.), 3:1 Bennet Koch (88.).
von Maximilian Wittkop
SV Azadi Hameln – TSG Emmerthal 0:7 (0:2).
Mit einem deutlichen 0:7 musste sich der SV Azadi Hameln im letzten Heimspiel der Saison gegen die TSG Emmerthal geschlagen geben. Allerdings kamen die Hausherren gut ins Spiel und hatten unmittelbar nach dem Anpfiff die erste Chance. „Ibrahim Seyyar nutzt diese leider nicht und im direkten Gegenzug bekommen wir dann das Gegentor“, so SV-Manager Yalzin Uzun. Justin Schröter, der trocken abschloss und auch sonst im Spiel Dreh- und Angelpunkt der TSG war, war zur Führung der Gäste erfolgreich.
Dennoch blieben die Hamelner konzentriert im Spiel und zeigten sich mutig. „Wir haben leider unsere Chancen in der Folge nicht genutzt“, so Uzun. Zu psychologisch ungünstigen Zeitpunkten aus Sicht der Hausherren gelang es der TSG jedoch erneut, ihre Führung auszubauen. „Wir bekommen dann leider kurz vor und kurz nach der Pause ein Gegentor. Das hat uns gebrochen“, so Uzun. Die Hausherren erholten sich davon nicht mehr, sodass die Gäste das Ergebnis in die Höhe schrauben konnten. „Das Unheil nahm dann ein bisschen seinen Lauf“, so Uzun. Den Schlusspunkt setzte Kevin Vogt in der 89. Minute. „Ich habe wirklich Respekt vor den Jungs, die sich hier jede Woche auf die Matte stellen und die nächste Klatsche bekommen. Wir müssen diese Saison ganz schnell abhaken“, resümierte Uzun abschließend.
Tore: 0:1 Justin Schröter (5.), 0:2 Osman-Can Yilmaz (41.), 0:3 Osman-Can Yilmaz (52.), 0:4 Rald Pister (70.), 0:5 Jean-Pierre Albe (72.), 0:6 Ralf Pister (75.), 0:7 Kevin Vogt (89.)
BW Tündern II – TSV Grohnde 3:3 (3:2).
BW Tündern II und der TSV Grohnde trennten sich am Sonntagnachmittag mit 3:3 unentschieden. „Wir waren eigentlich schnell gut im Spiel drin, wollten uns nochmal gut präsentieren und hatten auch gute Unterstützung aus der ersten Mannschaft“, so BW-Coach Thomas Pernath. Seine Elf ging nach einer Flanke schnell durch Tim Piontek in Führung, die Torjäger Grischa Kowalski ausbaute.
Danach ging es hin und her: Zunächst traf Engel zum Anschluss für die Gäste, Kowalski baute die Führung wieder aus und Yannis Gandsel brachte seinen TSV wieder hran. „Wir hatten eigentlich alles im Griff und haben Grohnde da leider wirklich eingeladen“, so Pernath. Kurz nach Wiederanpfiff gelang den Gästen der Ausgleich. „Das war wirklich sehr ärgerlich. Danach ist das Spiel auch erstmal vor sich hingeplätschert“, so Pernath. Dennoch hatte seine Mannschaft noch gute Gelegenheiten durch Jannik Hilker und Lukas Kramer, die aus drei Metern am Torwart scheiterten.
„Wir hatten eigentlich genug Chancen, um das Spiel zu entscheiden. Grohnde hat vor allem verteidigt. Das bessere Ende hätten wir wohl verdient gehabt“, so Pernath, der betonte: „Loben möchte ich noch Grischa Kowalski als 'Mister Zuverlässig'. Der spielt eine wahnsinnige Saison“, so Pernath. Ein emotionales Highlight gab es noch: Kurz vor dem Abpfiff wurde der zweite Trainer der Hausherren, Dietmar Bekedorf, eingewechselt, der für die letzten Minuten zusammen mit seinem Sohn, Gianluca Bekedorf, auf dem Platz stand.
Tore: 1:0 Tim Piontek (4.), 2:0 Grischa Kowalski (21.), 2:1 Robert Engel (23.), 3:1 Grischa Kowalski (25.), 3:2 Yannis Gandsel (30.), 3:3 Saad Azad Haji Haji (46.)
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