13.05.2026 10:49

Kreisliga


Meisterbammel oder Befreiung? „Solte" vor Ostkreis-Derby!

TBH & Aerzen buhlen um Vizemeisterschaft - und hoffen auf stolpernden Spitzenreiter / Gemeinde-Derby: Hält TSG die SG Hajen-Latferde unter dem Strich?
Hajen Latferde Jubel
Im Hinspiel rettete Kay-Jonas Dirnberger seine Hajen-Latferder mit einem späten Strafstoß zum 1:1 im Derby gegen Emmerthal.


SSV Königsförde – FC Saale-Ith (Samstag, 15 Uhr).

„Uns nach dem Spiel ein offizielles Nichtabstiegsbier gönnen“
„Bereits drei Tage nach unserem schweren Pokalspiel erwarten wir mit dem FC Saale-Ith den nächsten unangenehmen Gegner am Beberbach. Die Gäste stellen uns sicherlich vor eine anspruchsvolle Aufgabe, da sie extrem diszipliniert auftreten und somit schwierig zu bespielen sind. Für uns wird deshalb die Marschroute sein, möglichst wenig Fehler im Aufbauspiel zu machen und unsere Chancen konsequent zu nutzen. Ziel sind trotzdem drei Punkte, um uns in der Tabelle weiter zu verbessern und uns nach dem Spiel hoffentlich ein offizielles ‚Nichtabstiegsbier‘ gönnen zu können. Zum Personal können wir heute leider noch keine verlässlichen Angaben machen.“


„Dass der Druck nun komplett raus ist“
„Zuerst einmal vielen Dank an Königsförde, dass sie der Spielverlegung zugestimmt haben. Der Sieg in der letzten Woche war enorm wichtig für uns. Dass der Druck nun komplett raus ist, hilft uns hoffentlich dabei, endlich wieder befreit aufzuspielen. Vielleicht hilft uns das in gewissen Spielsituationen sogar, etwas cleverer zu agieren. Trotz der gesicherten Situation wollen wir auch die letzten Spiele der Saison erfolgreich gestalten. Königsförde spielt eine sehr gute Rückrunde und das Hinspiel war bereits eine sehr ausgeglichene Angelegenheit. Wir sind gespannt, was uns am Samstag erwartet. Positiv ist, dass uns für die Partie auch wieder ein Torhüter zur Verfügung steht.“


MTSV Aerzen – BW Tündern II (Samstag, 16 Uhr).

„Patti ist ‚Mister MTSV‘ und wird es auch immer bleiben“
„Zuerst möchte ich kurz einen lobenden Satz für einen Spieler loswerden, den ich seit acht Jahren begleiten darf: Patrick Hoppe. Er ist immer beim Training und unser ‚Mister MTSV‘. Es freut mich ganz besonders für ihn, dass er am letzten Wochenende nach ein paar Wochen Ladehemmung wieder getroffen hat. Man sieht richtig, wie er momentan wieder aufblüht, was mich persönlich sehr für ihn freut. Patti ist ‚Mister MTSV‘ und wird es auch immer bleiben – die Jungs und ich wollen ihm dafür einen großen Dank aussprechen. Grundsätzlich zum Spiel: Wir spielen gegen Tündern II. Das Hinspiel haben wir zwar klar gewonnen, aber ich erwarte diesmal eine andere Partie. Ich rechne mit einem tiefstehenden Gegner, der versucht, die Räume zuzulaufen. Wir müssen sie ins Laufen bringen und schnell spielen, dann ist etwas drin. Mit Grischa Kowalski treffen wir auf den besten Torjäger der Liga, den wir im Zaum halten müssen. Tündern hat im gesicherten Mittelfeld nichts zu verlieren, es wird also nicht einfach. Wenn wir unsere Attribute abrufen, bleiben die Punkte aber bei uns. Wir spielen bisher eine tolle Saison und hätten nicht erwartet, so weit oben zu stehen. Wir integrieren viele junge Spieler wie unseren neuen Leonid Aliu, der großes Potenzial besitzt. Wir haben keinen Druck vom Verein und freuen uns einfach auf das Spiel.“
Personal: Leandro Ribeiro und Andrej Gljanz rücken wieder in den Kader.


Keine Stimme abgegeben.

TSG Emmerthal – SG Hajen-Latferde (Samstag, 16 Uhr).

Jan Branske„Sicher kein fußballerischer Leckerbissen“
„Am Samstag ist Derbyzeit! Es ist ein Spiel, über das intern schon seit einigen Wochen gesprochen wird. Wenngleich die Saison leider nicht so verlaufen ist, wie erhofft, kann ein Sieg in diesem einen Spiel zwar nicht alles verbessern, aber er kann zumindest die eine oder andere Niederlage vergessen machen. Entsprechend motiviert gehen wir in die Partie. Im Hinspiel hat uns ein Elfmeter in der Schlussminute die drei Punkte geklaut, nachdem wir das Spiel vorher hätten ‚killen‘ müssen. Das müssen wir diesmal besser machen. Hilfreich wäre es, wenn wie gegen Nettelrede die erste Chance gleich sitzt, damit sich ein gewisses Selbstverständnis entwickelt. Wir sind 2026 zu Hause noch ungeschlagen und wenn wir alles investieren, wird das auch so bleiben. Wir erwarten einen Gegner von der anderen Weserseite, der ums Überleben kämpft. Man muss kein Experte sein: Das wird sicher kein fußballerischer Leckerbissen, sondern eine Partie mit hoher Intensität und Aggressivität.“
Personal: Die TSG ist kadermäßig gut aufgestellt.


„Enttäuschung der letzten Woche in neue Energie umwandeln“
„Am Samstag steht das letzte Derby für diese Saison an. Im Hinspiel haben wir lange gebraucht, um in die Partie zu finden und konnten am Ende sicherlich etwas glücklich einen Punkt mitnehmen. Im letzten Spiel haben wir eigentlich sehr viel richtig gemacht, umso ärgerlicher ist es, dass wir am Ende ohne Punkte dastanden. Ich wünsche mir, dass wir die Einstellung und den Mut nun mitnehmen können. Dazu brauchen wir allerdings noch mehr Überzeugung vor dem Tor. Emmerthal hat eine gute Mannschaft und wird uns vor große Herausforderungen stellen. Es wird sicherlich eine zweikampfbetonte Partie. Ich hoffe, dass wir den Kampf annehmen und die Enttäuschung der letzten Woche in neue Energie umwandeln können.“


TSV Bisperode – BW Salzhemmendorf (Samstag, 16 Uhr).

Kriku„Zeigen mir nun, dass sie das Bisperöder Gen in sich tragen“
„Endlich haben wir mal wieder ein Spiel vor uns, bei dem die Nadel an der Baranzeige des Kessels nicht dauerhaft im roten Bereich zittert. Zwei ‚Do or Die‘-Spiele hintereinander waren schon extrem nervenaufreibend. Umso mehr freut es mich, wie meine Jungs diese Situationen gemeistert haben. Ich habe die Einstellung hier und da kritisiert, aber die Jungs zeigen mir nun, dass sie das Bisperöder Gen in sich tragen. Trotz der angenehmeren Ausgangslage sind wir noch nicht durch. Mit dem Tabellenführer wartet die nächste große Aufgabe. Ich wünsche ‚Solte‘, dass sie die Führung ins Ziel bringen, aber die Punkte müssen sie sich bei uns hart erarbeiten. Gastgeschenke verteilen wir nicht. Ich rechne damit, dass sie mit ordentlich Wut im Bauch anreisen, da die letzten Ergebnisse für sie wie zwei Nackenschellen waren. Gegner auf Wiedergutmachungstour können richtig gefährlich sein. Wir müssen auf einige Akteure verzichten, aber wir werden uns ganz sicher nicht kampflos ergeben.“


„Vielleicht kommt der Feiertag mit ein, zwei Brausen ganz gelegen“
„Nach zwei Rückschlägen in den vergangenen Tagen gilt es nun, das Geschehene schnell abzuhaken und den Fokus wieder voll auf die Liga zu richten. Vielleicht kommt der Feiertag mit ein, zwei Brausen sogar ganz gelegen, um die Köpfe freizubekommen und sich als Mannschaft neu zu sortieren. Natürlich hätten wir uns nach dem Spiel in Hilligsfeld lieber in einer komfortableren Situation gesehen. Trotzdem hat sich an der Gesamtlage nicht viel verändert: Wir haben weiterhin alles in der eigenen Hand und müssen unsere Spiele erfolgreich gestalten. Dass uns mit dem TSV ein Gegner erwartet, der selbst dringend Punkte braucht, macht die Aufgabe nicht einfach. Wenn wir die richtige Reaktion und Einstellung zeigen, bin ich optimistisch, dass wir etwas Zählbares mitnehmen können.“


TB Hilligsfeld – TSV Nettelrede (Sonntag, 15 Uhr).

„Physisch ohnehin unangefochten die Nummer eins der Liga“
„Der Kampf um Platz zwei spitzt sich zu. Von den drei verbliebenen Kandidaten für die Relegation hatten wir vermutlich das schwerste Restprogramm. Wenn wir am Ende tatsächlich auf dem Silberrang landen wollen, müssen weiter Siege her – da beißt die Maus keinen Faden ab. Dass unser sympathischer Gast vom Deister nicht bis zum Schluss oben mitmischt, liegt vorrangig an dem Remis-Quartett seit Jahresbeginn. Fraglos ist Nettelrede substanziell klar besser als ihr Tabellenplatz und physisch ohnehin unangefochten die Nummer eins der Liga! Das belegt auch der erneute Einzug ins Kreispokalfinale. Schon bei unserem 3:0 im Hinspiel stand die Partie lange auf des Messers Schneide. Es wird am Sonntag zum Ausgang der kräftezehrenden englischen Woche wieder auf Kleinigkeiten ankommen.“
Personal: Till Jürgens könnte nach Leistenproblemen in den Kader zurückkehren.


„Den Spirit aus dem Finaleinzug mitnehmen“
„Zuerst einmal ein großes Kompliment an die junge Hilligsfelder Mannschaft für die klasse Saison, die sie bisher spielen. Es ist auffällig, dass der Verein gemeinschaftlich in eine sehr erfolgreiche Richtung geht. Für den TBH geht es im Saisonendspurt jetzt um alles. Wir freuen uns daher auf das Duell, denn schon in den letzten Aufeinandertreffen wurde sich nichts geschenkt. Wir bleiben voll in unserem Modus und wollen den Spirit aus dem gestrigen Finaleinzug jetzt direkt mit in das Spiel nehmen.“


FC Preussen Hameln – TSV Grohnde (Sonntag, 17 Uhr).

„Unsere jungen Spieler nun vermehrt aufstellen“
„Unsere Kreisliga-Tour geht weiter und am Sonntag empfangen wir den TSV Grohnde auf unserem Kunstrasen. Während es für uns um nichts mehr geht und wir unseren jungen Spielern vermehrt die Plattform Kreisliga geben wollen, brauchen die Gäste noch ein paar Punkte im Abstiegskampf. Grohnde ist eine körperlich robuste Mannschaft, die über Kampf und Leidenschaft kommt. Unser Bild wird sich im Vergleich zum Tündern-Spiel etwas verändern: Wir werden vermehrt junge Spieler aus der ‚Zwoten‘ einsetzen, damit sie ohne Druck Erfahrungen sammeln können. Dass die Jungs es draufhaben, zeigten Spiele gegen Emmerthal oder Großenwieden. Der Favorit bleibt aber der TSV Grohnde, der dieser Rolle auch gerecht werden will.“


„Wir müssen erst mal kleine Brötchen backen“
„Zu dem Spiel gegen Preussen Hameln am Sonntag haben wir eine ungewohnte Anstoßzeit um 17 Uhr. Nach den letzten Spielen mit fünf Niederlagen am Stück sind wir natürlich darauf aus, endlich mal wieder ein positives Erlebnis zu haben. Wir werden Preussen keinesfalls unterschätzen, nur weil sie zuletzt ebenfalls verloren haben. Im Gegenteil: Wir müssen erst mal kleine Brötchen backen und sehen Preussen trotzdem im Vorteil. Nichtsdestotrotz fahren wir dorthin, um irgendwie Punkte mitzunehmen. Ich hoffe und appelliere an unsere Mannschaft, dass wir ein anderes Gesicht und eine andere Einstellung zeigen als im letzten Spiel.“
8 / 2008

Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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