06.05.2026 13:03

Kreisliga


Seit sechs Wochen ohne Gegentor: Hält Hilligsfelds Bollwerk auch im Topspiel gegen Salzhemmendorf?

Können Bisperode oder Hajen im Abstiegskampf punkten? / Azadi Hameln vor möglichem rechnerischem Abstieg

Mehmet Savli und Yannic Bohne
Azadis Mehmet Savli und Hajen-Latferdes Yannic Bohne kämpfen am Wochenende um wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

FC Saale Ith - TSG Emmerthal (Sonntag, 15 Uhr).

„Müssen unsere Möglichkeiten konsequenter nutzen"
„Letztes Wochenende gab es wieder einmal eine knappe 1:0-Niederlage. Wir müssen einen riesigen Aufwand betreiben, um uns Chancen zu erarbeiten, belohnen uns aber einfach nicht – das zieht sich leider durch die komplette Rückrunde. Am Sonntag gegen Emmerthal müssen wir unsere Möglichkeiten konsequenter nutzen. Sie haben gegen Nettelrede gezeigt, was sie können. Im Hinspiel gab es einen knappen 1:0-Erfolg für uns; diesen würden wir am Wochenende gerne wiederholen.“


Jan Branske„Entsprechend gilt es nun, die Lehren aus dem Hinspiel zu ziehen"
„Mit Saale-Ith treffen wir auf einen Gegner, dessen Statistiken kaum ähnlicher zu unseren sein könnten. Es hapert hier und da in der Offensive, aber die Defensive steht grundsätzlich stabil. Das Torverhältnis ist nahezu identisch und uns trennen nur drei Punkte in der Tabelle. Entsprechend ist von einem sehr engen Spiel auszugehen. Dafür spricht auch, dass auf beiden Seiten zuletzt einige Spieler fehlten und auch diesmal fehlen werden, sodass Positionen neu besetzt werden müssen. Das Hinspiel bei uns war ein Paradebeispiel für den Großteil unserer bisherigen Saison: Wir haben gut verteidigt und uns den einzigen Treffer des Tages durch einen individuellen Fehler, der immer mal passieren kann, selbst reingelegt. Vorne haben wir überhaupt keine Lösungen gefunden und es mit etlichen hohen Bällen gegen die 'Riesen' von Saale-Ith in der Hintermannschaft versucht – das war wenig clever von uns. Entsprechend gilt es nun, die Lehren aus dem Hinspiel zu ziehen und vielleicht endlich mal wieder auf Rasen zu gewinnen. Es kann doch nicht sein, dass wir nur noch auf Kunstrasen punkten. Personell müssen wir schauen, wie sich die Lage bis Sonntag darstellt. Zu den ohnehin verhinderten Spielern gesellt sich nun möglicherweise auch noch Kartal Özbek, der aktuell mit Schmerzen zu kämpfen hat. Bei ihm müssen wir die Tage abwarten und ihn gegebenenfalls für das Folgewochenende schonen. Aktuell haben wir viel Rotation im Spieltagskader, inklusive Aushilfen oder Trainern im Trikot.“

TSV Nettelrede - SSV Königsförde (Sonntag, 15 Uhr).

„In Stimmung für die Pokalwoche bringen"
„Wir haben eine klare Erwartungshaltung an die Jungs und einen hohen Eigenanspruch. Das letzte Wochenende ist besprochen, ab jetzt zählt nur noch der Blick nach vorne. Wir wollen uns gemeinsam mit unseren Fans und Zuschauern in Stimmung für die Pokalwoche bringen. Alle gemeinsam – voller Fokus, volle Intensität, volle Energie!“


„Wir lassen also nicht locker und wollen so viele Punkte wie möglich holen"
„Nach dem klaren 0:3 beim Spitzenreiter haben wir nun das schwere Auswärtsspiel in Nettelrede vor der Brust. Unser Kader sieht am Wochenende wieder deutlich besser aus; eine solche Absagenflut aufgrund von Verletzungen und Viruserkrankungen wie in der letzten Woche habe ich in all den Jahren selten erlebt. Auch die beiden Coaches sind wieder dabei. Somit haben wir wieder mehr Optionen – sowohl auf dem Feld als auch auf der Bank. Nettelrede ist für uns so etwas wie ein absoluter Angstgegner. Dort zu spielen, ist stets unangenehm, und ich weiß gar nicht, ob wir dort jemals mit der ersten Mannschaft gewonnen haben. Laut Historie sind wir in 21 Spielen gerade einmal fünfmal als Sieger vom Platz gegangen. Wir müssen erst einmal sicher stehen, dann werden wir auch zu unseren Chancen kommen. Für uns geht es in der Liga auf jeden Fall noch darum, die Rückrundenbilanz weiter aufzubessern. Rein rechnerisch sind wir noch nicht durch, auch wenn es derzeit recht freundlich aussieht. Wir lassen also nicht locker und wollen so viele Punkte wie möglich holen. Außerdem ist es ein echter Härtetest für das Pokal-Halbfinale am kommenden Mittwoch gegen den TBH. Fehlen wird definitiv Sheymus Karayilan, auch hinter dem Einsatz von Hasan Yanalak steht ein großes Fragezeichen."


TB Hilligsfeld - BW Salzhemmendorf (Sonntag, 15 Uhr).

„Unser Aufstieg auf Platz zwei ist der verdiente Lohn für harte Arbeit"
„In den ersten Wochen des Jahres haben wir eine ganz ordentliche ‚Frühlingsrolle‘ hingelegt: 19 von 21 möglichen Punkten bei 30:2 Toren aus den bisherigen sieben Punktspielen im Jahr 2026 können sich absolut sehen lassen. Dass es nun am 23. Spieltag zum ultimativen Spitzenspiel des Ersten gegen den Zweiten kommt, war Anfang des Jahres so nicht unbedingt zu erwarten. Unser Aufstieg auf Platz zwei ist der verdiente Lohn für harte Arbeit, individuelle Opferbereitschaft, ordentlichen Kollektivgeist und eine gewachsene Seriosität. Natürlich spielen auch unsere Winter-Neuzugänge eine bedeutende Rolle dabei. Selbstverständlich ist uns aber klar, dass unsere beeindruckende Serie im Kampf um den Relegationsplatz nur Makulatur ist, wenn wir am Sonntag gegen den souveränen Ligaprimus nicht punkten. Die ‚Solter‘ haben uns in einem lange Zeit ausgeglichenen Hinspiel aufgrund ihrer Cleverness und resoluten Zweikampfführung am Ende deutlich mit 3:0 ‚verfrühstückt‘. Dieses Mal wollen wir unser Fell den aufstiegshungrigen Ostkreislern so teuer wie möglich verkaufen und Fitzner & Co. so schwer wie möglich im Magen liegen. Dabei stellen wir uns auf eine abermals geradlinig aus einer soliden Defensive operierende Gastmannschaft ein und hoffen ein weiteres Mal auf die zahlreiche Unterstützung unserer rot-weißen Fanbase. Eng wird es am Sonntag für unsere Defensivakteure Felix Heitecker (Doppelleiste) und Mika Vidicek (Oberschenkel). Vielleicht reicht es bei den Rekonvaleszenten Jan Ole Kix und Kimi Howanietz wieder für ein paar Minuten oder gar mehr. Wieder im Kader gegenüber dem Grohnde-Spiel sind auf jeden Fall der zuletzt kranke Jannik Stolpe, der an der Leiste angeschlagene Till Jürgens sowie Urlaubs-Rückkehrer ‚Robbi‘ Borkert.“


„Den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft machen"
„Am Sonntag sind wir beim TBH in Hilligsfeld zu Gast. Unser Gegner befindet sich aktuell in herausragender Form: Die letzte Pflichtspielniederlage datiert von Anfang November, zudem ist die Mannschaft seit rund sechs Wochen ohne Gegentor. Das spricht für sich und unterstreicht die Qualität, die uns dort erwartet. Der TBH präsentiert sich sehr gefestigt und hat sich diese Serie absolut verdient. Entsprechend steht uns eine anspruchsvolle Aufgabe bevor, in der wir über die gesamte Spielzeit hinweg hochkonzentriert agieren müssen, um bestehen zu können. Dennoch gibt es für uns keinen Grund, uns zu verstecken. Wir haben bereits mehrfach gezeigt, welches Potenzial in unserer Mannschaft steckt, und wollen das auch am Sonntag wieder auf den Platz bringen. Entscheidend wird sein, mutig aufzutreten, unsere Chancen konsequent zu nutzen und gleichzeitig defensiv die nötige Stabilität zu wahren. Wenn uns das gelingt, haben wir gute Chancen, etwas Zählbares mitzunehmen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die drei Punkte holen und damit den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft machen."


TSV Grohnde - TSV Bisperode (Sonntag, 15 Uhr).

„Mal wieder ein positives Ergebnis einfahren"
„Nach zuletzt einigen Niederlagen möchten wir gerne auch mal wieder ein positives Ergebnis einfahren – gerade zu Hause. Wir erwarten eine ähnlich ausgeglichene Partie wie im Hinspiel. Dementsprechend werden wir Bisperode nicht unterschätzen.“


Kriku„Dabei hoffe ich sehr, dass der Sieg gegen Preussen das nötige Selbstvertrauen gibt"
„Nach dem überlebenswichtigen Sieg letzte Woche folgt nun das nächste Spiel, das wir gewinnen sollten, wenn wir in der Liga bleiben wollen. Dass dieses Unterfangen kein leichtes wird, hat die Niederlage aus dem Hinspiel gezeigt. Damals haben wir einen unserer schlechtesten Auftritte der Saison abgeliefert – und das soll bei unseren Ergebnissen schon etwas heißen. Wir müssen definitiv anders auftreten, um gegen die kampfstarke Mannschaft aus Grohnde zu bestehen. Dabei hoffe ich sehr, dass der Sieg gegen Preussen das nötige Selbstvertrauen gibt. Das brauchst du einfach, um deine Aktionen mit einer klaren Selbstverständlichkeit durchzuführen. Das Training gestern hat gezeigt, was so ein Sieg mit jedem Einzelnen macht – das war herausragend. Und genau das müssen wir jetzt über die Woche bis Sonntag mit ins Spiel durchziehen, damit wir Hajen-Latferde auf den Fersen bleiben oder im besten Fall sogar einen Schritt vor gehen.“


BW Tündern II - FC Preussen Hameln (Sonntag, 15 Uhr).

„Ich denke, es wird zwei Mannschaften geben, die relativ frei aufspielen können"
„Eigentlich könnte ich per Copy-Paste das Update der letzten Wochen wiederholen. Abgesehen davon haben wir ein Heimspiel auf der Kampfbahn, was für uns immer positiv ist, da wir uns dort sehr wohlfühlen. Nach den erfolgreichen letzten Partien – egal wie wir sie personell gestaltet haben – konnten wir drei Siege einfahren und uns so ein Stück weit aus der Abstiegszone entfernen. Das war unser wichtigstes Anliegen. Daher gehen wir die Aufgabe gegen Preussen nun froh und mutig an. Wir alle kennen die Situation bei Preussen, aber ich möchte darüber gar nicht lange philosophieren. Ich denke, es wird zwei Mannschaften geben, die relativ frei aufspielen können. Es wird sich zeigen, welches Team am Sonntag mit dem stärkeren Willen und dem zur Verfügung stehenden Personal den Unterschied ausmacht. Es ist ein Nachbarschaftsderby, das für den einen oder anderen immer eine gewisse Brisanz bereithält, aber von meiner Seite aus ist das alles entspannt. Wir schauen einfach: Wir wollen natürlich nicht verlieren, sondern gewinnen. Den Druck, den man vor diesen letzten drei Spielen noch hatte, konnten wir etwas rausnehmen; wir haben ein wenig Luft aus der Geschichte gelassen. Wir freuen uns also wirklich auf das Match und wollen es hoffentlich für uns entscheiden.“


„Denn die Voraussetzungen sind andere"
„Tündern gegen Preussen ist eines dieser Derbys, auf das man sich eigentlich immer freut. Es knistert, es liegt Elektrizität in der Luft und die Vorfreude ist groß. Doch diesmal muss man ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen, denn die Voraussetzungen sind andere. Wir haben uns vorgenommen, mit unseren beiden Mannschaften möglichst alle Ligaspiele zu bestreiten. Nun befinden wir uns auf der Zielgeraden und unsere ‚Personaltaskforce‘ hat noch einmal ordentlich zu tun. Da wir uns in den letzten vier Spieltagen befinden, können wir nicht mehr so stark rotieren. Das heißt: Wer ab Sonntag in der Kreisligamannschaft spielt, kann nicht mehr in die Zweite runter – und dort wollen wir unbedingt noch die Meisterschaft klarmachen. Dadurch werden sich die Kader für das Wochenende fast von alleine aufstellen. Zum Spiel gegen Tündern werden wir aller Voraussicht nach mit einem Mix aus Altliga, Reaktivierten und dem einen oder anderen aus der ‚Zwoten‘ spielen.“


SV Azadi Hameln - MTSV Aerzen (Sonntag, 15 Uhr).

„Nach den ersten Toren nun auch die ersten Punkte"
„Nach dem Heimspiel gegen Tündern wartet mit dem MTSV Aerzen und dem geschätzten Kollegen Gaetano Bartolillo der nächste schwere Brocken auf uns. Wir haben wieder ein Heimspiel und werden alles reinhauen für den ersten Sieg der Rückrunde. Dieses Ziel sollten wir uns noch setzen: nach den ersten Toren nun auch die ersten Punkte.“


„Wir müssen Lösungen finden und den Gegner zum Laufen bringen"
„Am Wochenende spielen wir am Sonntag gegen Azadi. Für uns geht es darum, genau so weiterzumachen. Wir spielen eine tolle Saison und hätten nicht erwartet, so weit oben zu stehen – besonders, weil wir immer wieder junge Spieler integrieren, die sich erst noch akklimatisieren müssen. Aber wir machen das momentan sehr gut und stehen deshalb verdient dort oben. Wir haben zuletzt eine kleine Serie mit mehreren Siegen hingelegt und möchten diese am Sonntag ausbauen. Gegen Azadi als Tabellenletzten haben wir klar die Favoritenrolle inne, aber wir dürfen sie natürlich nicht unterschätzen. Im letzten Spiel haben sie gezeigt, dass sie punkten können, als sie nur knapp gegen Tündern II verloren haben, die sicher nicht schlecht besetzt waren. Deswegen wird es gewiss nicht einfach. Wir müssen konzentriert reingehen und unser Spielsystem durchdrücken. Ich erwarte einen tiefstehenden Gegner, der versuchen wird, uns das Leben schwer zu machen. Wir müssen Lösungen finden und den Gegner zum Laufen bringen, wie wir es teilweise gegen Latferde gemacht haben. Dann bin ich mir sicher, dass wir etwas mitnehmen. Zum Kader: Patrick Hoppe und Yves Hackel kehren zurück. Insgesamt wird das Aufgebot nach Kurzurlauben und Sperren wieder voller. Der Einzige, der weiterhin fehlt, ist Marco Klein.“


SG Hajen-Latferde - SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst (Sonntag, 15 Uhr).

„Müssen wir über die gesamte Spielzeit an unsere Grenzen gehen"
„Am letzten Samstag haben wir uns in Aerzen leider selbst geschlagen. Auch wenn wir phasenweise gut mitgehalten haben, kam Aerzen viel zu mühelos zu seinen Toren – das gilt es am kommenden Sonntag abzustellen, wenn mit der SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst der nächste Aufstiegsaspirant zu uns kommt. Sie haben in den letzten Wochen konstant gepunktet und stehen daher zu Recht im direkten Anschluss an Platz zwei. Im Hinspiel hatten wir zu Spielbeginn größere Schwierigkeiten, in die Partie zu finden, wurden im Spielverlauf aber besser. Wenn wir gegen den Favoriten punkten wollen, müssen wir über die gesamte Spielzeit an unsere Grenzen gehen.“


Noel Benski SG Grossenwieden Sprecherbild„Da dürfen wir nicht die Nerven verlieren"
„Am Sonntag geht es für uns zum Auswärtsspiel nach Hajen-Latferde. Letzten Sonntag konnten wir uns noch mühelos und mit wirklich minimalem Aufwand – was alle fußballerischen Attribute angeht – belohnen. Am kommenden Sonntag wird das jedoch eine ganz andere Aufgabe. Hajen ist bekanntlich ein unangenehmer Gegner auf heimischem Platz, wo sie schon den einen oder anderen Favoriten ärgern konnten. Es wird also wieder ein Geduldsspiel für uns, in dem uns der Durchbruch gegen eine tiefstehende Mannschaft gelingen muss. Da dürfen wir nicht die Nerven verlieren und müssen einen kühlen Kopf bewahren. Wir müssen wieder eine Schippe drauflegen und vor allem Einstellung, Kampf und Spaß am Fußball auf den Platz bringen. Unser Ziel ist es, wie jede Woche, den maximalen Erfolg zu erzielen.“


7 / 2003

Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
Telefon: 05155-2819 320 / 0176-8220 6485
voss@awesa.de

Webdesign & CMS by cybox