03.05.2026 18:31

Kreisliga


Sieben-Tore-Spektakel in Hameln: Kramer lässt Tündern II jubeln

Heller schießt SG zum Arbeitssieg / Schulze-Gala an der Hamel
Lukas Kramer BW Tuendern II
Schoss seine Mannschaft zum Sieg: Tünderns Lukas Kramer.

SV Azadi Hameln - BW Tündern II 3:4 (3:3).

„Das war kein geregeltes Fußballspiel, es war einfach ein wildes Spiel“, atmete Azadi-Sprecher Yalcin Uzun nach dem Abpfiff tief durch. Die Zuschauer bekamen am Sonntagnachmittag einiges geboten, doch am Ende einer turbulenten Partie standen die Gastgeber mit leeren Händen da. Dabei hatte das Spiel für Azadi Hameln alles andere als optimal begonnen. „Wir haben die ersten zehn Minuten komplett verschlafen. Wir waren nicht wach, da hat die Mentalität gefehlt“, kritisierte Uzun. Die Quittung folgte prompt: Grischa Kowalski brachte die Landesliga-Reserve der „Schwalben“ mit einem Doppelpack (8./14.) früh mit 2:0 in Führung.

Doch Azadi biss sich zurück. In der 19. Minute bekamen die Gastgeber einen berechtigten Strafstoß zugesprochen, den Ibrahim Seyyar sicher verwandelte. „Das war unser erstes Tor der Rückrunde“, freute sich Uzun über den geplatzten Knoten. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn Ashkan Karimi stellte den alten Abstand wieder her (25.). Uzun ärgerte sich: „Alle drei Gegentore in der der ersten Hlabzeit resultierten aus Fehlern von uns.“ Doch die Hamelner zeigten Moral. Nach einem schnellen Einwurf an der Mittellinie bediente Seyyar David Wischnewski, der zum 2:3 verkürzte (37.). Noch vor dem Pausenpfiff drückte Seyyar das Leder zum 3:3-Ausgleich über die Linie (40.). „Das 3:3 war zu dem Zeitpunkt verdient, weil Tündern im Verlauf der ersten Halbzeit nachgelassen hat. Wir waren dann drauf und dran“, so Uzun.

Nach dem Seitenwechsel verflachte das Tempo der Partie etwas, was vor allem am Kraftverschleiß der Hausherren lag. „Wir haben in der zweiten Halbzeit abgebaut. Da fehlen uns die Kräfte für ein 90-minütiges Kreisligaspiel. Das ist leider die Grundlage für alle unsere Probleme aktuell“, fand Uzun deutliche Worte. Dennoch hätte Azadi in Führung gehen können, doch Ibrahim Seyyar scheiterte am glänzend reagierenden Nils Conrad im Tünderaner Gehäuse. Auch auf der Gegenseite blieben die Torhüter zunächst Sieger in den direkten Duellen.

In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse: Zunächst sah ein Tünderaner wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte (74.), doch in Unterzahl schlugen die Gäste eiskalt zu. Lukas Kramer nutzte einen langen Ball, war plötzlich frei durch und markierte das 3:4 (76.). In der verbleibenden Zeit warf Azadi alles nach vorne, konnte den Lucky Punch zum Ausgleich aber nicht mehr setzen. „Am Ende haben wir nochmal alles versucht, aber es sollte nicht sein. Gekämpft haben wir, da kann ich keinem einen Vorwurf machen. Aber es fehlt einfach die Kraft“, resümierte Uzun abschließend, der trotz der Pleite einen Lichtblick sah: „Ibrahim Seyyar war offensiv heute gut im Spiel. Das war wichtig, um zu sehen, dass es doch geht.“ Azadi hat damit zehn Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz bei noch vier verbleibenden Spielen. Der Gang in die 1. Kreisklasse steht somit kurz bevor. Tündern II hingegen verabschiedet sich ins Mittelfeld der Tabelle.
Tore: 0:1 Grischa Kowalski (8.), 0:2 Kowalski (14.), 1:2 Ibrahim Seyyar ( Strafstoß 19.), 1:3 Ashkan Karimi (25.), 2:3 David Wischnewski (37.), 3:3 Seyyar (40.), 3:4 Lukas Kramer (76.).
Besonderes: Platzverweis gegen Tündern II (74.).

SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst - FC Saale-Ith 1:0 (1:0).

Es war wahrlich kein Leckerbissen, den die Zuschauer am Sonntagnachmittag in Großenwieden serviert bekamen. Am Ende stand für die Hausherren jedoch ein knapper 1:0-Erfolg gegen den FC Saale-Ith zu Buche. „Es war kein schönes Spiel, es war mehr Krampf als alles andere“, bilanzierte SG-Trainer Patrick Skoruppa nach dem Abpfiff ehrlich. Beiden Mannschaften war deutlich anzumerken, dass sie mit personellen Sorgen zu kämpfen hatten. „Beide Teams waren hier heute ersatzgeschwächt, das hat man gemerkt. Es gab wenig Bewegung und auf beiden Seiten fehlte die Struktur im Spiel“, so Skoruppa weiter.

Dabei fanden die Gastgeber zunächst besser in die Partie und erarbeiteten sich ein spielerisches Übergewicht. „Die erste Halbzeit hatten wir klar im Griff, da müssen wir eigentlich schon höher führen“, berichtete der Coach. In der 35. Minute belohnte sich die Spielgemeinschaft dann für den Aufwand: Nick Heller tankte sich durch und traf zunächst nur die Latte. Den Abpraller stocherte Kevin Raudzis zurück zum Schützen und im zweiten Anlauf schob Heller zum 1:0 ein.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Die Gäste vom FC Saale-Ith kamen mit viel Schwung aus der Kabine und drückten auf den Ausgleich. „Saale-Ith ist gut rausgekommen und hatte ein paar gute Chancen“, gab Skoruppa zu Protokoll. Dass hinten die Null hielt, hatte die SG auch Keeper Bastian Glau zu verdanken, der mehrfach stark parierte. Auf der Gegenseite verpasste Daniel Wins die Vorentscheidung, als er aus aussichtsreicher Position das Tor verfehlte. So blieb es bis zum Schluss spannend, doch die Defensive der Hausherren hielt dem Druck stand. „Aufgrund der ersten Halbzeit gewinnen wir verdient, wir hätten uns aber auch nicht beschweren können, wenn das Spiel Unentschieden ausgeht“, resümierte Skoruppa, der vor allem die Einstellung seiner Elf lobte: „Die Jungs hatten eine gute Moral und haben sich 90 Minuten reingehauen. Zudem war es ein sehr fairer Gegner, sowohl die Offiziellen als auch die Spieler, so macht das richtig Spaß.“ Großenwieden hält mit diesem Sieg den Anschluss an den Relegationsplatz.
Tore: 1:0 Nick Heller (35.)


TB Hilligsfeld - TSV Grohnde 5:0 (2:0).

Im Fernduell um den Aufstiegs-Relegationsplatz gibt sich der TB Hilligsfeld weiterhin keine Blöße. Trotz der Siege der Konkurrenz aus Aerzen und Großenwieden behalten die Turnerbünde nach dem deutlichen 5:0-Erfolg gegen den TSV Grohnde die Nase vorn. „Am Ende des Tages geht das Ergebnis so in Ordnung, wir waren die klar bestimmende Mannschaft“, bilanzierte TBH-Coach Christian Ernst nach der einseitigen Begegnung.

Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und sorgten bereits nach fünf Minuten für das erste Highlight: Jonas Schulze nahm eine Kugel aus 16 Metern volley und hämmerte sie unhaltbar in die Maschen. „Jonas trifft den Ball perfekt. Aktuell kann er scheinbar nur Traumtore erzielen“, schmunzelte Ernst. In der Folge blieb Hilligsfeld spielbestimmend, leistete sich im Aufbau jedoch den einen oder anderen Fehler. Grohnde versuchte diese durch schnelles Umschaltspiel zu nutzen, blieb in der Zone vor dem Gehäuse aber zu harmlos. Kurz vor dem Pausenpfiff dann der nächste Nackenschlag für die Gäste: Jay Ashton verwandelte eine Ecke direkt zum 2:0-Halbzeitstand (45.+2). „Das war verdient, viel mehr Chancen hatten wir bis dahin aber auch nicht“, so Ernst.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, bis die Vorentscheidung fiel. Nach einem feinen Steckpass in den Strafraum konnte Grohndes Schlussmann Vlad Bletea Carlos Weide nur noch per Foul stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ashton souverän zum 3:0 (52.). Nur fünf Zeigerumdrehungen später erhöhte Christiano dos Santos auf 4:0, nachdem er einen langen Ball erlief, den entscheidenden Zweikampf gewann und cool einschob (57.).

Den Schlusspunkt einer torreichen Partie setzte erneut Jonas Schulze mit seinem zweiten „Traumtor“ des Tages: Ein Klärungsversuch des TSV-Keepers landete genau vor seinen Füßen, woraufhin Schulze das Leder aus 35 Metern über den Torwart hinweg zum 5:0-Endstand ins Netz hob (71.). „Danach war die Luft raus“, gestand Ernst. Für den Coach war der Sieg ohnehin eine besondere Angelegenheit: „Das Wichtigste für mich war natürlich, dass ich der einzige Grohnder bin, der heute glücklich nach Hause fährt“, lachte der Trainer mit Blick auf seine eigene Herkunft. Ein Sonderlob verdiente sich Doppeltorschütze Schulze: „Jonas hat viel gearbeitet heute und eine gute Leistung gezeigt.“
Tore: 1:0 Jonas Schulze (5.), 2:0 Jay Ashton (45.+2), 3:0 Ashton (52./Strafstoß), 4:0 Christiano dos Santos (57.), 5:0 Schulze (71.).
8 / 2003

Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
Telefon: 05155-2819 320 / 0176-8220 6485
voss@awesa.de


Mannschaften


weitere Artikel dieser Kategorie



Tabelle Kreisliga Herren

Hameln-Pyrmont Tabellen Fussball.de



Tabelle Kreisliga Altherren

Hameln-Pyrmont Tabellen Fussball.de



Tabelle Kreisliga Frauen (11er)

Hameln-Pyrmont Tabellen Fussball.de



Tabelle Kreisliga Frauen (7er)

Hameln-Pyrmont Tabellen Fussball.de


Webdesign & CMS by cybox