02.05.2026 20:20

Kreisliga Herren


Abstiegskampf: Bisperode mit 8:2-Party - Hoffnung lebt nach Hajen-Pleite

Emmerthal überraschend deutlich. Scheel: „Schön zu sehen, was wir leisten können" / Salzhemmendorf auf Meisterkurs
TSV Bisperode Fussball Kreisliga Torjubel
Bisperode im Torrausch.

TSV Bisperode – FC Preussen Hameln 8:2 (5:1).

Für den TSV Bisperode gab es am Samstagnachmittag einen imposanten 8:2-Heimsieg. „Das war heute erst das zweite Mal, bei dem ich den Nachbericht übernommen habe. Beide Spiele haben wir gewonnen“, stellte TSV-Sprecher Levin Winter augenzwinkernd fest. „Die Jungs haben das heute herausragend gemacht. Vor allem offensiv ist das sehr gut gelaufen.“ Direkt ging es für die Hausherren gut los. Nach einem Freistoß klärte Preussen nicht ausreichend und Michel Fasshauer schob von der Sechzehner-Kante ein.

„Danach spielten wir klasse weiter. Die meisten unserer Tore fielen nach dem gleichen Muster: Ein hoher Ballgewinn, ein langer Ball über die Kette und das Tor im Eins-gegen-Eins“, berichtete Winter. In der 34. Minute bekamen die Bisperoder einen Freistoß aus circa 18 Metern zugesprochen. Der eine Minute zuvor eingewechselte Tim Schonscheck jagte das Leder mit seinem ersten Ballkontakt ins Tor. So ging es mit einer komfortablen 5:1-Führung in die Pause.

Nach der Halbzeit veränderte sich das Spiel ein wenig. „Wir sind etwas schlechter reingekommen. Vor allem läuferisch war das nicht mehr so stark. Deshalb ist das Spiel etwas abgeflacht“, resümierte Winter. Trotzdem ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen. „Besonders gefreut haben wir uns über das 7:2. Unser Spieler Fabio Wefer-Brito hat endlich sein erstes Herrentor erzielt. Glückwunsch dafür“, freute sich Winter. Zum Schluss hob Winter vor allem die Leistung von Doppelpacker Leon Pötsch und Schiedsrichter Vincienzo Caliendo hervor.
Tore: 1:0 Michel Fasshauer (5.), 2:0 Philip Vahlpagel (6.), 2:1 Hamza Aljashi (11.), 3:1 Leon Pötsch (16.), 4:1 Pötsch (20.), 5:1 Tim Schonscheck (34.), 5:2 Aljashi (63.), 6:2 Robert Voss (84.), 7:2 Fabio Wefer-Brito (85.), 8:2 Fasshauer (90.+1).

BW Salzhemmendorf – SSV Königsförde 3:0 (1:0).

BW Salzhemmendorf fuhr am Samstagnachmittag gegen verletzungsgebeutelte Königsförder einen ungefährdeten 3:0-Erfolg ein. Der Tabellenführer wurde seiner Favoritenrolle also gerecht. BW-Sprecher Marcel Tost war von dem Spiel nicht begeistert: „Wir haben uns nach vorne wirklich schwergetan. Hinten haben wir nichts zugelassen aber unser Offensivspiel war viel zu fehleranfällig.“ Das 1:0 fiel nach rund 20 gespielten Minuten. Nach einem Fehlpass des Gästekeepers brachte Yanis-David Ruhnow sein Team in Führung. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.

Die Gastgeber kamen erneut dominant, allerdings nicht unbedingt zwingend aus der Kabine. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Lennart Werra nach Gestocher im Strafraum das 2:0. „Das war eher ein Zufallsprodukt. Er kommt da an den Ball und schiebt das Ding unten rechts rein. Dadurch ist dann der Knoten so ein bisschen geplatzt“, resümierte Tost. Königsförde bestritt den zweiten Durchgang verletzungsbedingt nur noch zu zehnt. „Sie haben alles gegeben, aber vor allem zu zehnt bei dem Wetter war das wirklich schwierig heute. Insgesamt standen wir hinten gut aber nach vorne ging nicht viel. Loben muss ich heute ehrlich gesagt niemanden“, schloss Tost.
Tore: 1:0 Yanis-David Ruhnow (19.), 2:0 Lennart Werra (47.), 3:0 Werra (59.).

TSG Emmerthal – TSV Nettelrede 3:0 (3:0).

Einen überraschungssieg gab es auf der Bezirkssportanlage der TSG Emmerthal. Einen 3:0-Erfolg verzeichneten die Gastgeber, bei dem bereits alle Tore im ersten Durchgang fielen. TSG-Sprecher Henrik Scheel: „Es ist echt traurig, wenn man sieht, zu was wir im Stande sind und dann auf die Tabelle schaut. Über 90 Minuten war das heute eine herausragende Leistung. Gegen den Ball waren wir diszipliniert und vor dem Tor endlich mal kaltschnäuzig.“ Bereits nach 19 Minuten steckte Kartal Özbek auf Justin Schröter durch und dieser versenkte nach starker Mitnahme aus zehn Metern das Leder im Netz.

Nur sechs Minuten später kam es dann zum Highlight der Partie. Ein langer Ball auf Andrej Vorrat wurde vom Torwart per Kopf geklärt. Der Ball landete bei Justin Schröter, der das Spielgerät aus circa 35 Metern in die Maschen chipte. „Ein absolutes Traumtor“, staunte Scheel. Die perfekte erste Halbzeit komplettierte dann Henry Bormann, der nach starker Vorarbeit von Vorrat einschob. „Endlich wurde mal das umgesetzt, was wir Trainer wollten. Bis auf die Grundlinie durch und dann nach hinten legen. Da geht einem das Trainerherz auf“, freute sich Scheel.

Nach der Halbzeit verwaltete Emmerthal die Partie. „Wir haben nicht mehr viel zugelassen und nicht mehr viel nach vorne gemacht. Nach so einer starken ersten Halbzeit war das aber verkraftbar“, resümierte Scheel. Nach einem ereignisarmen zweiten Durchgang freuten sich die Gastgeber über drei Punkte. „Vor allem die Leistung von Jonas Batke möchte ich heute hervorheben. Er hat auf einer ungewohnten Position gespielt und im ganzen Spiel nicht einen Zweikampf verloren. Es war heute wirklich schön zu sehen, was wir leisten können“, lobte Scheel abschließend.
Tore: 1:0 Justin Schröter (19.), 2:0 Schröter (25.), 3:0 Henry Bormann (45.).

MTSV Aerzen – SG Hajen/Latferde 6:2 (4:2).

Der MTSV Aerzen kletterte nach einem 6:2-Erfolg gegen die SG Hajen/Latferde vorrübergehend auf den zweiten Tabellenplatz in der Kreisliga. MTSV-Trainer Gaetanno Bartollilo war mit seinem Team heute zufrieden: „Wir haben heute trotz einigen Ausfällen den Sieg geholt und das ist das wichtigste. Manche Dinge liefen nicht perfekt, aber trotzdem freue ich mich heute über die drei Punkte.“ Bereits früh zeichnete sich der Spielverlauf ab. Hajen/Latferde konzentrierte sich auf die Defensive und Aerzen versuchte immer wieder den Gegner zum Laufen zu bringen.

Nach 16 Minuten gelang dies das erste Mal. Nach einem Steckpass von Arlind Avdiu erzielte Finn Bielefeld die Führung. Ausruhen konnte Aerzen sich jedoch nicht, da Ayhan Adsiz nach einem langen Ball zum 1:1 ausglich. „In der ersten Halbzeit ist Hajen im Grunde nur durch Geschenke von uns gefährlich geworden. Ansonsten haben wir es wirklich gut gemacht“, resümierte Bartollilo. Arlind Avdiu und Finn Bielefeld sorgten beide mit einem Doppelpack für eine komfortable 4:1-Führung kurz vor der Pause. „Da dachten schon alle, die Halbzeit ist durch“, berichtete Bartollilo. Einen langen Ball schlugen die Gäste jedoch noch, den Niklas Ebeling zum 2:4-Pausenstand verwertete.

„Nach der Pause haben wir uns etwas zu sehr in die Litargie verabschiedet und waren zu schläfrig. In dieser Phase hat Hajen viel versucht. Nach einer guten Viertelstunde hatten wir das Spiel dann aber wieder im Griff“, so Bartollilo. Zehn Minuten vor Schluss entschied Timo Guckel nach Vorarbeit von Arlind Avdiu die Partie endgültig. „Im Großen und Ganzen bin ich glücklich. Ein großes Lob geht heute an Finn Bielefeld, der sein erstes Spiel für uns gemacht hat. Die zwei Treffer zeigen sein enormes Potenzial. Da ist er bei uns im Verein nicht der einzige. Wir wollen weiter daran arbeiten, dieses Potenzial zu fördern“, so Bartollilo.
Tore: 1:0 Finn Bielefeld (16.), 1:1 Ayhan Adsiz (22.), 2:1 Arlind Avdiu (28.), 3:1 Bielefeld (32.), 4:1 Avdiu (45.), 4:2 Niklas Ebeling (45.+3), 5:2 Timo Guckel (80.), 6:2 Avdiu (90.).
9 / 2003

Autor des Artikels

Niko Zielonka
Niko Zielonka
Niko ist Freier Mitarbeiter und vor allem am Wochenende im Bereich Fußball und Handball für das Team AWesA im Einsatz.
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