09.04.2026 11:04

Kreisliga


Parkmanöver auf der Kampfbahn: Findet Hilligsfeld die Lücke im Tünderaner Bus?

Navigationshilfe für Ivicic / Aerzen will zurück ins Geschäft: Die Kreisliga-Vorberichte
Arlind Avdiu MTSV Aerzen
Arlind Avdiu (links) und der MTSV Aerzen stehen vor einer richtungsweisenden Partie.
Kreisliga VB-Grafiken 09042026

FC Preussen Hameln - TSG Emmerthal (Freitag, 20:30 Uhr).

„Jeder Spieler bei uns gibt momentan 100 Prozent"
„Wenn man mir vor unserem letzten Spiel in Großenwieden gesagt hätte, dass wir 4:3 verlieren würden, hätte ich das sofort unterschrieben. Aber dieses Ergebnis zeigt auch unsere aktuelle Qualität und Moral. Jeder Spieler bei uns gibt momentan 100 Prozent – egal, ob in der ersten oder zweiten Mannschaft. Dabei spielt es keine Rolle, ob er aus dem Kader unserer ‚Zwoten‘ oder aus der Altliga kommt. Auch unserem Trainerteam gebührt ein kurzes Wort: Wie dort aktuell mit dem verfügbaren Personal rotiert wird, um beide Teams konkurrenzfähig zu halten, ist aller Ehren wert. Dadurch ergibt sich diesmal der Vorteil, dass wir mit einem relativ großen Aufgebot unserer zweiten Mannschaft antreten und den Gegner wohl gut ärgern können. Trotzdem bleibt die Favoritenrolle bei der TSG, die als gestandenes Kreisligateam die drei Punkte sicherlich nötiger benötigt als wir. Am Ende freuen wir uns über ein schönes Flutlichtspiel an einem Freitagabend und mit Nick und Justin Wolny auch auf alte Bekannte. Kader: Mix aus 2. Herren und Altliga.“


Jan Branske„Wir müssen Taten auf dem Platz folgen lassen"
„Über dieses Spiel muss nicht viel geredet werden – und sollte es auch nicht. Die Zeit des vielen Redens muss jetzt langsam vorbei sein; wir müssen Taten auf dem Platz folgen lassen. Es nützt uns am Ende nichts, wenn wir uns wie gegen Bisperode ein Chancenverhältnis von 25:2 erspielen, am Ende aber wieder ein 2:2-Unentschieden auf der Anzeigetafel steht. Da haben wir einmal mehr deutlich gezeigt, wo unsere größte Baustelle ist. Leider zieht sich diese Baustelle mittlerweile so lange durch wie eine auf der Autobahn. Gegen die Preussen weiß man aktuell gar nicht, was einen erwartet. Sie haben zuletzt ein beachtliches Ergebnis gegen den Aufstiegsanwärter Großenwieden geholt, was uns eine Warnung sein sollte, das Spiel auf gar keinen Fall locker anzugehen. Nur weil kein Fischer, Krasniqi, Heine und Co. mehr auf der anderen Seite stehen, heißt das noch lange nicht, dass das am Freitagabend auf Kunstrasen ein Selbstläufer wird. Entsprechend erwarte ich – genau wie unser Trainer –, dass jeder Spieler dieses Spiel mit voller Ernsthaftigkeit angeht. Wir haben seit dem Start nach der Winterpause noch keinen Sieg geholt. Es ist allmählich an der Zeit. Die Kadersituation wird sich ähnlich gestalten wie in unserem letzten Spiel gegen Bisperode.“

TSV Bisperode - SSV Königsförde (Samstag, 16 Uhr).

Kriku„Es ruht die Freundschaft, denn dafür ist die Wichtigkeit dieses Spiels zu groß"
„Dieses Mal beginne ich den Vorbericht mit einem freundschaftlichen Hinweis: ,Ivi' (Daniel Ivicic - Trainer SSV Königsförde. Anm. d. Red.), du musst deinem natürlichen Instinkt trotzen und die rechte Kabine betreten. Nach so vielen Jahren in der linken Kabine kann die Gewohnheit einen automatisch in die falsche Richtung drücken. Sobald aber alle die richtige Kabine gefunden und die Spielbekleidung übergeworfen haben, ruht die Freundschaft, denn dafür ist die Wichtigkeit dieses Spiels zu groß. Mir ist bewusst, dass ,Ivi' und die Verantwortlichen von Königsförde in kürzester Zeit von einem minimalistischen Kader zu einem richtig starken Gegner gewachsen sind und in der Abschlusstabelle weit über dem Strich stehen werden. Aber aktuell sind wir Tabellennachbarn mit nur zwei Punkten Differenz – also wollen wir dieses Heimspiel auch gewinnen. Dass Ivi nach dem deutlichen Ergebnis im Hinspiel mit einer Portion ‚Rachegelüste‘ zurückkommt, ist uns bewusst. Mit Sicherheit spielt da leider auch die unschöne Trennung in Bisperode, die er absolut nicht verdient hat, eine große Rolle. Er wird bis in die Haarspitzen motiviert sein, die allerdings nicht weit weg vom Kopf sind (lacht), und dass er das auf die Mannschaft übertragen kann, habe ich als sein Spieler, als er mein Kapitän war, hautnah miterlebt. Aber ich habe endlich einen vollen Kader zur Verfügung und damit bringen wir auch eine ordentliche Qualität mit. Wir freuen uns einfach auf dieses Duell bei bestem Fußballwetter.“


„Wir wollen den Abstand zu den Abstiegsplätzen weiter vergrößern"
„Bereits am Samstag geht es für uns in den Ostkreis zum TSV Bisperode. Im letzten Spiel gegen Hilligsfeld haben wir nicht gut gespielt und verdient verloren. Deshalb müssen wir in Bisperode punkten – und zwar am besten dreifach. Wir wollen den Abstand zu den Abstiegsplätzen weiter vergrößern. Dazu dürfen wir aber nicht so offen agieren wie gegen den TBH oder auch im Hinspiel gegen den TSV. Da haben sie uns eine Lehrstunde erteilt, wie man eine Mannschaft mit langen Bällen auskontert. Das darf sich nicht wiederholen. Wir müssen vorsichtiger agieren und dürfen nicht ins offene Messer laufen. Ein bisschen mehr Geduld würde uns ab und an ganz gut bekommen, aber das ist leichter gesagt als getan. Die Jungs vom TSV werden uns mit Sicherheit nichts schenken, wir stellen uns auf ein enges Spiel und einen entsprechenden Fight ein. Personell sieht es bei uns tiptop aus: Wir haben wieder alle Mann an Deck.“


BW Salzhemmendorf - MTSV Aerzen (Samstag, 16 Uhr).

„Mit Aerzen erwartet uns eine echte Herausforderung"
„Am kommenden Samstag empfangen wir den MTSV Aerzen zum Heimspiel. Mit Aerzen erwartet uns eine echte Herausforderung. In der Hinrunde konnten wir auswärts einen – zugegebenermaßen – glücklichen Sieg einfahren. Über weite Strecken war der MTSV die gefährlichere Mannschaft und ließ einige gute Chancen liegen. Zudem haben sie ihre ohnehin schon namhafte Offensive im Winter noch einmal verstärkt, sodass am Samstag einiges an Arbeit auf uns zukommen wird. Nach zuletzt mehreren Spielen mit viel Ballbesitz gegen sehr tief stehende Gegner erwartet uns diesmal vermutlich ein anderes Spiel: intensiver, umkämpfter und insgesamt ausgeglichener. Dennoch wollen wir die Partie zu Hause auf unsere Seite ziehen und den Abstand auf die Verfolger im besten Fall weiter ausbauen.“


„Wenn wir am Samstag etwas mitnehmen, sind wir wieder im Geschäft"
„Am Samstag geht es nach Salzhemmendorf. Erstmal sind wir diesmal nicht der Favorit, das ist ganz klar. Wir haben das Hinspiel gegen Salzhemmendorf mit 1:2 verloren, wenn ich mich nicht irre. Jetzt steht Salzhemmendorf weit oben, wird dieses Jahr sicherlich ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden und hat sehr gute Karten. Deswegen werden sie versuchen, uns alles abzuverlangen. Wir haben bereits einen Matchplan für Samstag, wollen uns dort gut verkaufen und sicherlich etwas mitnehmen. Ich sage mal so: Wenn wir am Samstag etwas mitnehmen, sind wir wieder im Geschäft. Sollten wir dort leer ausgehen, ist die Saison eigentlich fast gelaufen für uns. Aber das ist alles nicht so tragisch, wir haben überhaupt keinen Druck. Wir befinden uns immer noch im Umbruch und spielen dafür eine tolle Saison. Natürlich hätte man mit den vielen Punkten, die wir leider verschenkt haben, noch besser dastehen können, aber wir sind trotzdem mit dem Verlauf sehr zufrieden. Wir werden nicht blauäugig nach Salzhemmendorf fahren und freuen uns auf das Spiel. Dort herrscht immer eine tolle Atmosphäre mit vielen Zuschauern. Schauen wir mal, was uns am Samstag gelingt. Wir fahren sicher nicht hin, um uns wehrlos zu ergeben, sondern werden alles reinhauen, um Punkte mitzunehmen. Dafür haben wir die Qualität. Wir müssen nur endlich mal die PS auf den Platz bekommen. Die Jungs müssen lernen, dass es auch in der Kreisliga schwer wird zu punkten, wenn man nicht 100 Prozent gibt. Ich hoffe, dass wir am Wochenende etwas mitnehmen. Es sind eigentlich alle Spieler verfügbar. Eduard Mittelstädt ist aus seinem Urlaub zurück, das heißt, wir werden am Samstag volle Hütte haben.“


BW Tündern II - TB Hilligsfeld (Sonntag, 15 Uhr).

„Für uns wird es ein hartes Match"
„Wir erwarten mit dem TBH ein junges Team, das wirklich guten Fußball spielt, über sehr gute Einzelkicker verfügt und sich sicherlich noch berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg macht. Wir werden versuchen – wie in den letzten Spielen auch – mit allem, was uns an Spielermaterial zur Verfügung steht, dagegenzuhalten. Es ist keine Schande, gegen Hilligsfeld zu verlieren, weil sie wirklich gut unterwegs sind und dort alle zusammen einen guten Job machen. Zudem ist es eine super sympathische Truppe. Von daher freuen wir uns auf das Match und schauen mal, ob wir sie ein bisschen ärgern können mit all dem, was uns in der Defensive auszeichnet: den Bus ins Tor stellen und mit unseren Abwehrketten gut verteidigen. Für uns wird es ein hartes Match. Ich weiß aktuell noch nicht genau, wer mir am Wochenende zur Verfügung steht, aber wir schauen einfach mal und sind guten Mutes.“


„Wir sollten in puncto Zielstrebigkeit und Spielwitz noch ordentlich nachlegen"
„Aus Großenwieden sind wir einigermaßen enttäuscht nach Hause gefahren. Für unseren erheblichen Aufwand sind wir an der Weser leider nicht belohnt worden. Ehrlicherweise muss man aber wohl zugeben, dass wir uns trotz gefühlt 75 Prozent Ballbesitz nicht sonderlich clever angestellt haben. Wenn wir weiterhin aussichtsreich in der Verfolgerrolle bleiben wollen, muss sich das am Sonntag auf der Kampfbahn maßgeblich ändern; wir sollten in puncto Zielstrebigkeit und Spielwitz noch ordentlich nachlegen. Thommie Pernath wird am Sonntag sicherlich wieder einige Jugendliche an den Start bringen, sodass die Tünderaner U23 diesen Namen in dieser Saison seit Jahren endlich einmal tatsächlich verdient. Vermutlich laufen so am Sonntag die beiden jüngsten Truppen der Liga gegeneinander auf. Personell sind wir wahrscheinlich recht ordentlich aufgestellt, allerdings sind Cristiano dos Santos, Levi Witkop, Robin Borkert und Kimi Howanietz noch angeschlagen.“


FC Saale-Ith - SG Hajen-Latferde (Sonntag, 15 Uhr).

„Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen und müssen vorne unsere Chancen nutzen"
„Am Sonntag treffen wir auf einen kämpferisch starken Gegner. Im Hinspiel haben wir uns durch unnötige Fehler die beiden Gegentore selbst reingelegt. Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen und müssen vorne unsere Chancen nutzen – daran scheitert es leider häufig. Am Dienstag haben wir ein gutes Spiel gezeigt, uns aber am Ende nicht belohnt. Am Sonntag gilt es, an diese Leistung anzuknüpfen und die drei Punkte mitzunehmen.“


„Die Einstellung und Geschlossenheit vom letzten Sonntag müssen unser eigener Maßstab sein"
„Am Sonntag geht es für uns wieder auswärts in den Ostkreis. Saale-Ith wird sicherlich etwas Wut im Bauch haben, nachdem sie unter der Woche scheinbar etwas unglücklich nur einfach gepunktet haben. Das Hinspiel war sehr zerfahren und verlief nach einem schwächeren Start unsererseits auf Augenhöhe. Bis auf das Spiel in Nettelrede hat Saale-Ith in der Rückrunde in jedem Spiel gepunktet – wir müssen also an unsere Grenzen gehen. Es gilt, an die letzte Woche anzuknüpfen: Die Einstellung und Geschlossenheit vom letzten Sonntag müssen unser eigener Maßstab sein. Ich würde mir wünschen, dass die Spieler aus dem mutigen Auftritt mitnehmen, wie gefährlich wir für den Gegner werden können. Das Training am Dienstag war gut und der Kader sollte nahezu vollständig sein.“


TSV Nettelrede - SV Azadi Hameln (Sonntag, 15 Uhr).

„Uns dabei auf unseren eigenen Fußball konzentrieren"
„Mit Azadi erwartet uns, wie auch im letzten Spiel gegen die SG Hajen-Latferde, die nächste Mannschaft aus der unteren, unangenehmen Tabellenregion. Auch wenn wir uns gegen die Hamelner zuletzt immer etwas schwergetan haben, wollen wir das Heimspiel unbedingt erfolgreich gestalten und uns dabei auf unseren eigenen Fußball konzentrieren. Hierzu sind wir aus der letzten Woche gewarnt: Viel Unruhe und Unterbrechungen tun dem Spiel alles andere als gut. Personell kehren einige zuletzt angeschlagene Spieler zurück in den Kader.“


„Wir wissen, wie schwierig die Lage ist, trotzdem ist noch alles möglich"
„Auswärts in Nettelrede wird es sehr schwer und herausfordernd. Eine junge Truppe, ein heißes Publikum und wir als angeschlagener Boxer. Wir wissen, wie schwierig die Lage ist, trotzdem ist noch alles möglich. Dafür muss man nun aber anfangen zu punkten – auch wenn es beim Favoriten in Nettelrede ist. Sonst wird es von Woche zu Woche schwieriger.“


TSV Grohnde - SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst (Sonntag, 15 Uhr).

„Wir hingegen müssen nicht zwingend, aber wir wollen"
„Wir erwarten am Sonntag mit Großenwieden einen starken Gegner bei uns zu Hause. In den letzten Wochen konnten wir einige Argumente und Punkte gegen den Abstieg sammeln, das gibt natürlich Selbstvertrauen. Die Favoritenrolle liegt allerdings klar beim Gegner. Wollen sie oben dranbleiben, müssen sie gewinnen. Wir hingegen müssen nicht zwingend, aber wir wollen. Vor allem wollen wir uns besser verkaufen als im Hinspiel, da gab es leider eine deutliche Niederlage.“


Noel Benski SG Grossenwieden Sprecherbild„Es wird ein Spiel, in dem wir Geduld brauchen und zwar über 90 Minuten"
„Am Sonntag geht es für uns auswärts zum vermeintlichen ‚Team der Rückrunde‘. Unsere Leistung am Ostersamstag gegen einen spielstarken Gegner war echt gut. Defensiv haben wir nichts zugelassen, den TBH konsequent von unserem Tor ferngehalten und als Mannschaft genau das gezeigt, was uns aktuell auszeichnet: Einsatz, Wille und Zusammenhalt. Genau da machen wir weiter. Am Sonntag wartet die nächste Herausforderung. Grohnde ist aktuell richtig gut drauf – eine erfahrene Mannschaft, die zu Hause jeden schlagen kann. Sie wissen genau, wie man in der Kreisliga Spiele zieht, was die Aufgabe umso anspruchsvoller macht. Es wird ein Spiel, in dem wir Geduld brauchen und zwar über 90 Minuten. Grohnde wird tief stehen, auf Fehler lauern und über Standards sowie Konter gefährlich werden. Genau das gilt es zu verhindern. Wir müssen wach sein, konzentriert bleiben und unser Spiel durchziehen: mutig, klar und zielstrebig. Und wenn sich unsere Chancen bieten, müssen wir sie eiskalt nutzen. Unsere personelle Situation entspannt sich wieder etwas, was uns zusätzliche Optionen und Energie gibt. Eines ist ganz klar: Wir fahren am Sonntag nach Grohnde, um etwas mitzunehmen. Wir wollen die Punkte mit nach Großenwieden nehmen, dranbleiben und den Abstand verkürzen. Die Jungs sind heiß und wir werden alles auf dem Platz lassen!“


7 / 1990

Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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