02.04.2026 10:24
Kreisliga
„Kein Teppich, kein Schönspiel“: Weserstadion-Kracher am Ostersamstag!
SGGRS & Hilligsfeld im Kampf um die Spitzenpositionen / Söchting: „Unsere rot-weißen Kohorten sind schon etwas Besonderes für die Kreisliga“

Hilligsfelds Silas Bödecker (li.) und SG Großenwiedens Lucas Göhmann (re.) treffen am Wochenende aufeinander.
SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst – TB Hilligsfeld (Samstag, 16 Uhr).
„Kein Teppich, kein Schönspiel – das wird ein dreckiges, intensives Spiel“
Nach dem wilden 4:3-Sieg am Sonntag gegen die Preussen, bei dem wir uns das Leben durch unsere Chancenverwertung selbst schwer gemacht haben, ist die Marschroute klar: Effektivität. Was bleibt, ist vor allem die Moral. Über 70 Minuten in Unterzahl, trotzdem das Spiel an uns gerissen, auf ein Tor gespielt und uns am Ende belohnt. Trotz „Pech am Schuh“ ist keiner eingeknickt – wir haben bis zur letzten Minute daran geglaubt und uns den Sieg erzwungen. Genau diese Mentalität wird auch am Samstag gefragt sein. Denn wir wissen ganz genau: Gegen Hilligsfeld bekommen wir nicht so viele Chancen. Das ist eines der Top-Teams der Liga, mit richtig Qualität im Kader. Da gibt es keine zweite und dritte Einladung – die Dinger müssen sitzen. Punkt.
Ich hoffe inständig, dass Konrad Voss mit seiner Prognose aus dem AWesA-Podcast danebenliegt, denn wir werden alles dafür tun, zu Hause keine Punkte abzugeben. Wir wissen, was wir können, und vor allem wissen wir, was wir bereit sind zu investieren. Die Personalsituation ist alles andere als optimal. Urlaub, Verletzungen – wir sind dünn besetzt. Aber das wird keine Ausrede sein. Wer auf dem Platz steht, wird alles reinwerfen. Jeder Meter, jeder Zweikampf, jeder Ball. Ob auf oder neben dem Platz, ob Spieler oder Supporter, alle werden heiß sein! Gleichzeitig hoffen wir natürlich, dass sich die Personallage bei Hilligsfeld im Vergleich zum ursprünglich angesetzten Spiel etwas entspannt hat – letztes Mal war von drei vollen Händen die Rede. Der Platz wird uns zusätzlich alles abverlangen. Kein Teppich, kein Schönspiel – das wird ein dreckiges, intensives Spiel. Genau so nehmen wir es an. Am Ende wird die Mannschaft gewinnen, die mehr will, die mehr investiert und die bereit ist, an ihre Grenzen zu gehen. Und wir werden alles dafür tun, dass die Punkte im Weserstadion bleiben.“
„Unsere rot-weißen Kohorten sind schon etwas Besonderes für die Kreisliga“
Nach den beiden erfreulichen Auftaktsiegen gegen Emmerthal und Königsförde haben wir uns ein wenig an die Verfolgergruppe des imaginären Tabellenführers Salzhemmendorf herangetastet. Im Sechs-Punkte-Spiel am Ostersamstag im Weserstadion möchten wir logischerweise gerne weiter in 2026 ungeschlagen bleiben. Gegen die aktuell torgefährlichste Riege der Liga werden wir natürlich auch ein besonderes Augenmerk auf unser Abwehrverhalten legen müssen. Das physisch und fußballerisch starke Quartett Wins, Raudzis, Scholtka und Göhmann lässt sich über 90 Minuten nicht komplett ausschalten. Und insbesondere die gefährlichen SG-Standards, auch von Anklam, wird es für uns zu vermeiden und im Zweifel effektiv zu verteidigen gelten. Wir setzen unsererseits wie gehabt auf unsere bekannten Tugenden Jugend und Unbekümmertheit und hoffen erneut auf unsere zahlreiche und lautstarke Fankolonie. Unsere rot-weißen Kohorten sind schon etwas Besonderes für die Kreisliga, und das wissen alle Spieler sehr zu schätzen. An der Weser wäre es vielleicht mal nicht so schlecht, wenn wir ausnahmsweise mal nicht so fahrlässig mit der Verwertung unserer vielen herausgespielten Torchancen umgehen würden. In Sachen Cleverness und Abgezocktheit hinken unsere Jungspunde der Konkurrenz doch schon noch ziemlich hinterher. In vorderster Front hoffen wir deshalb Karsamstag auf grünes Licht bei Goalgetter Louis Heucke, der nach vier Wochen Verletzungspause zunächst aber noch das Abschlusstraining bestehen muss. Vielleicht reicht es bei 'Lou' ja schon wieder für einen Teileinsatz. Fraglich außerdem der Einsatz unserer 'falschen Neun' Kimi Howanietz, der als Sturmnotbehelf seine Sache in der Spitze in den letzten Wochen wirklich gut gemacht hat. 'Freestyler' Kimi tut an besten Tagen unserem Spiel und auch der Kabine wegen seiner unorthodoxen Art sehr gut. Ob seine Knöchelverletzung aus Königsförde schwerwiegender ist, wird aber erst die Trainingswoche zeigen. Auch bei Levi Witkop und Robin Borkert wird es nach muskulären Rückschlägen im Dienstag-Training vermutlich nicht für Samstag reichen. Sehr erfreulich war am vergangenen Samstag aber für uns das Comeback von Nachwuchsknipser Jannik Stolpe, bei dem wir alle hoffen, dass sein Verletzungsmartyrium jetzt endlich mal ein Ende haben wird. Jannik braucht nach monatelanger Auszeit natürlich noch seine Zeit, wird aber über Kurzeinsätze langsam wieder herangeführt. Seinen Torinstinkt hat der 19-jährige Vollblutfußballer eh nie verloren, was er in Königsförde nur 32 Sekunden nach seiner Einwechslung mit dem Abstauber zum zwischenzeitlichen 3:0 eindrucksvoll unter Beweis stellte. Verzichten müssen wir leider weiter auf Urlauber Maurice Schrader und wahrscheinlich auch auf den beruflich verhinderten Carlos Weide, der in Königsförde nach seiner Einwechslung viele wertvolle Impulse brachte. Als nächstes dürften aus unserem Lazarett in wenigen Wochen Justin Brandt und Sören Schaper wieder ins Training einsteigen und mittelfristig für noch mehr Alternativen und Konkurrenzkampf sorgen."
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