22.03.2026 19:04

Kreisliga


Kurios & deutlich: Grohnde endgültig raus aus dem Abstiegskampf?

Azadi immer tiefer in der Krise / Auch Königsförde mit nächster Entlastung
                             
Robert Engel ist mit dem TSV Grohnde aktuell richtig in Form.

TB Hilligsfeld – TSG Emmerthal 2:1 (2:1).

Der TB Hilligsfeld bleibt im Aufstiegskampf der Kreisliga weiterhin stabil. In einer umkämpften Partie setzte sich die Elf von Trainer Christian Ernst knapp mit 2:1 gegen die TSG Emmerthal durch und festigte damit ihre Position in der Spitzengruppe.

„In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft“, resümierte Hilligsfelds Trainer Christian Ernst nach der Begegnung. Bereits in der 5. Minute gingen die Hausherren in Führung, als eine Ecke von Silas Bödecker durch das dichte Gedränge vor dem Tor als Eigentor von Sebastian Brakhage in den Maschen landete. Die Gastgeber blieben am Drücker und erhöhten in der 22. Minute auf 2:0: Dieses Mal segelte ein Eckball von der anderen Seite durch den Fünfmeterraum, wo Ivan Abakumov goldrichtig stand und einköpfte. In der Folge ließ Hilligsfeld jedoch mehrere Großchancen liegen, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Stattdessen kam Emmerthal kurz vor der Pause zurück, als Henry Bormann eine Freistoßflanke von Hendrik Scheel per Kopfball-Bogenlampe zum 1:2-Anschlusstreffer verwertete (39.).

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie zu einem echten Abnutzungskampf ohne große spielerische Glanzpunkte. „Die zweite Halbzeit war kein schönes Spiel mehr“, bilanzierte auch Ernst. Während Emmerthal immer wieder versuchte zu kontern, ließ die Hilligsfelder Defensive um den starken Innenverteidiger Jan-Ole Kix kaum zwingende Möglichkeiten zu. Ernst hob seinen Abwehrchef besonders hervor: „Jan-Ole hat uns mit seiner Stimme gut geführt und hinten wenig zugelassen.“ Am Ende blieb es beim knappen Erfolg für den TBH, der laut Ernst aufgrund der 90 Minuten verdient war, wenngleich ein drittes oder viertes Tor im ersten Durchgang für ein „entspannteres Spiel“ hätte sorgen können.
Tore: 1:0 Eigentor Sebastian Brakhage (5.), 2:0 Ivan Abakumov (22.), 2:1 Henry Bormann (39.).

SSV Königsförde – BW Tündern II 4:1 (1:1).

Der SSV Königsförde hat sich in der englischen Woche mit einem deutlichen 4:1-Heimsieg gegen BW Tündern II aus dem Tabellenkeller geschossen. Durch den Erfolg rückt der SSV bis auf einen Punkt an die Landesliga-Reserve heran.

Die Partie begann für die Hausherren jedoch mit einem Rückschlag. Nachdem die ersten zehn Minuten noch ausgeglichen verliefen, fälschte Grischa Kowalski in der 12. Minute einen Schuss aus der zweiten Reihe unhaltbar zur Gästeführung ab. „Tündern hat in der Folge mit guter Raumaufteilung agiert und war griffiger in den Zweikämpfen“, betonte SSV-Spartenleiter Oliver Meyer später. Kurz vor der Pause steigerte sich Königsförde jedoch. Zunächst lenkte BW-Keeper Jakob Kreibohm einen Schuss von Sehmus Karayilan noch an die Latte, doch in der vierten Minute der Nachspielzeit markierte Hasan Yanalak den psychologisch wichtigen 1:1-Ausgleich.

„In der zweiten Halbzeit stand eine ganz andere Königsförder Mannschaft auf dem Rasen“, freute sich Spartenleiter Oliver Meyer. Die Gastgeber verlagerten das Spiel fast ausschließlich in die Hälfte der Tünderaner. Als „Brustlöser“ fungierte dabei der Treffer zum 2:1 durch Dennis Fulek, der nach einem langen Ball im Eins-gegen-Eins-Duell die Nerven behielt (59.). In der 74. Minute erhöhte Yanalak per umstrittenen Foulelfmeter auf 3:1, nachdem der laut Meyer starke Keke Utikal im Strafraum zu Fall gebracht worden war. Den Schlusspunkt setzte Albion Rexha fünf Minuten vor dem Ende mit dem 4:1. Meyer lobte neben der geschlossenen Teamleistung besonders Innenverteidiger Miroslav Toman, der als „wichtiger Stabilisator“ viele Zweikämpfe gewann.
Tore: 0:1 Grischa Kowalski (12.), 1:1 Hasan Yanalak (45. +4), 2:1 Dennis Fulek (59.), 3:1 Yanalak (74./Foulelfmeter), 4:1 Albion Rexha (85.).

TSV Nettelrede – FC Saale-Ith 3:0 (2:0).

Der TSV Nettelrede fuhr derweil einen souveränen Heimsieg ein. Gegen die Unentschieden-Könige vom FC Saale-Ith setzte sich die Mannschaft von Trainer Daniel Burk mit 3:0 durch. „Es war das erwartete Spiel, in dem sich der Gegner überwiegend auf das Verteidigen konzentriert hat. Wir haben vieles von dem, was wir uns vorgenommen haben, gut auf den Platz gebracht“, resümierte TSV-Teamsprecher Leon Meyerhoff.

Bereits in der 17. Minute belohnten sich die Hausherren: Nach erfolgreichem Gegenpressing bediente Mika Siekmann seinen Mitspieler Maik Vogt, der nur noch zum 1:0 einschieben musste. Die Überlegenheit hielt an, und so war es Tore Hachfeld, der nach einer Ecke von Siekmann in der 33. Minute per Kopf auf 2:0 stellte. Zuvor hatten bereits Bennet Koch und Jonah Hirtz weitere gute Gelegenheiten für den TSV liegengelassen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Saale-Ith offensiv blass und verzeichnete über die gesamte Spielzeit keine zwingende Torchance. In der 63. Minute sorgte Vogt schließlich für die endgültige Entscheidung, als er einen Querschläger der Gäste zum 3:0-Endstand verwertete. Kurz vor dem Ende verpasste er sogar nur knapp seinen dritten Treffer des Tages. „Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet und hätte in der Höhe sogar noch deutlicher ausfallen können“, betonte Meyerhoff. Ein Sonderlob verteilte der Sprecher an die Defensive, insbesondere an das Innenverteidiger-Duo aus Mirco Imhoff und Kevin Haußer, das über 90 Minuten nichts zuließ.
Tore: 1:0 Maik Vogt (17.), 2:0 Tore Hachfeld (33.), 3:0 Vogt (63.).

TSV Grohnde – SV Azadi Hameln 6:0 (2:0).

Nächster Befreiungsschlag für den TSV Grohnde: Mit einem deutlichen 6:0-Erfolg gegen den SV Azadi Hameln haben sich die Grohnder wohl endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Während der TSV jubelt, verschärft sich die Krise beim Tabellenschlusslicht aus Hameln weiter.

In der Anfangsviertelstunde kamen die Gäste aus Hameln zunächst besser in die Partie, konnten jedoch keine zwingenden Torchancen kreieren. „Die erste Hälfte verlief generell chancenarm“, erklärte TSV-Sprecher Robert Engel später - bis Nico Gandsel in der 18. Minute das Heft in die Hand nahm: Er zog von links in die Mitte und vollendete mit einem satten Schuss ins lange Eck zur Führung. In der 34. Minute legte Gandsel nach, als er eine Flanke von rechts per Kopf verwertete, nachdem Azadi-Keeper Obeid Alahmo etwas zu spät aus seinem Kasten kam. Beide Akteure stießen in dieser Aktion mit den Köpfen zusammen, konnten im Anschluss aber weiterspielen. „Nico hat mit seinen 18 Jahren heute richtig Wind reingebracht“, lobte TSV-Sprecher Engel später.

Nach dem Seitenwechsel wurde Grohnde immer präsenter. In der 53. Minute zirkelte Engel selbst einen Freistoß direkt in den Winkel zum 3:0. Danach schien bei den Gästen die Gegenwehr gebrochen. „Azadi haben am Ende vielleicht die Luft oder die Lust gefehlt, was uns viele Räume geboten hat“, so Engel. Diese Räume nutzten  Saad Azad Haji Haji (70.), Christopher Thomas (73.) und schließlich Jonas Herr in der Nachspielzeit (90.+4), um das Ergebnis auf 6:0 in die Höhe zu schrauben. Kurios ging es dabei gleich zweimal zur Sache: beim 4:0 misslang eine Klärungsaktion des Hamelner Schlussmanns, der Haji Haji anschoss und, während Herr in der Schlussminute über die Latte und den Rücken des Schlussmanns zum Erfolg kam.
Tore: 1:0 Nico Gandsel (18.), 2:0 Gandsel (34.), 3:0 Robert Engel (53.), 4:0 Saad Azad Haji Haji (70.), 5:0 Christopher Thomas (73.), 6:0 Jonas Herr (90. +4).

FC Preussen Hameln – MTSV Aerzen 0:6 (0:3).

Klare Verhältnisse gab´s zudem am Hamelner Tönebönweg. Der MTSV Aerzen hat beim FC Preussen Hameln einen deutlichen 6:0-Auswärtssieg gefeiert. Für die Hausherren, die auch auf tatkräftige Unterstützung von Altligaspielern angewiesen waren, war gegen den MTSV nichts zu holen.

Die Partie begann für Preussen denkbar unglücklich. Bereits in der 2. Minute verursachte Jan-Philipp Schneider einen Elfmeter, den Arlind Avdiu zur frühen Führung verwandelte. Nur zwei Minuten später erhöhte Avdiu bereits auf 2:0. „Nach diesem unglücklichen Start haben wir eigentlich ganz gut verteidigt“, befand Preussen-Sprecher Steffen Pauder. Aerzen agierte viel mit Chipbällen hinter die Abwehrkette, blieb dabei jedoch zunächst wenig zwingend. Die Preussen suchten zwar eigene Offensivaktionen, blieben jedoch meist 30 Meter vor dem gegnerischen Tor hängen. In der 37. Minute erhöhte Andrej Glanz mit der Hacke zum 0:3-Pausenstand.

„Für die zweite Halbzeit haben wir uns vorgenommen, defensiv stabil zu bleiben. Am Ende hat uns einfach die Luft gefehlt, obwohl wir uns mit Mann und Maus hinten reingestellt haben“, gestand Pauder. Timo Guckel (52./60.) und Jann Kiupel (83.) schraubten das Ergebnis schließlich auf 6:0. Trotz der deutlichen Niederlage verteilte Pauder ein großes Lob an die aushelfenden Altligaspieler sowie an das Schiedsrichtergespann um Normen von Perbandt: „Die Kommunikation der Schiedsrichter war heute vorbildlich.“
Tore: 0:1 Arlind Avdiu (2./Strafstoß), 0:2 Avdiu (4.), 0:3 Andrej Glanz (37.), 0:4 Timo Guckel (52.), 0:5 Guckel (60.), 0:6 Jann Kiupel (83.).
12 / 1987

Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
Telefon: 05155-2819 320 / 0176-8220 6485
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