21.03.2026 18:53
Kreisliga
Offenbarungseid in der Kreisliga: Scholtka & Co. ballern Bisperode ab
Herrmann-Dreierpack sichert Salzhemmendorf klaren Heimsieg

Lennart Scholtka und sein Team hatten am Samstag keine Gnade mit ihrem Gegner.
BW Salzhemmendorf – SG Hajen-Latferde 4:1 (2:1).
BW Salzhemmendorf hat in der Kreisliga Hameln-Pyrmont einen souveränen 4:1 (2:1)-Heimsieg gegen die SG Hajen-Latferde eingefahren und damit seinen zweiten Tabellenplatz gefestigt. Der Rückstand auf Rang eins beträgt weiterhin sechs Punkte, während der Vorsprung auf Platz drei ebenfalls bei sechs Zählern liegt. Für die Gäste bleibt die Situation dagegen angespannt – sie verharren auf einem Abstiegsrang. Die Hausherren erwischten einen kontrollierten Start in die Partie, ohne zunächst zwingend zu werden. „Wir kamen gut ins Spiel, hatten viel Spielkontrolle ohne zwingend zu werden. Das 1:0 fällt etwas aus dem Nichts“, erklärte Sprecher Tim Geffert. Nach einem abgefälschten Freistoß landete der Ball bei Louis-Philipp Herrmann, der zur Führung einschob (13.). Kurz darauf hatte die SG Hajen-Latferde die große Chance zum Ausgleich, doch ein Schuss strich knapp am Tor vorbei – Glück für Salzhemmendorf.
Besser machte es wenig später die Heimelf: Nach einer starken Flanke von Niko Wiegmann musste Yanis Ruhnow am zweiten Pfosten nur noch den Fuß hinhalten – 2:0 (25.). Doch mit dem komfortablen Vorsprung verlor Salzhemmendorf zunehmend die Ordnung. „Ab diesem Zeitpunkt können wir dann aber nicht mehr zufrieden sein. Das Spiel wurde sehr wild, wir hatten wenig Ordnung, es war keine gute Phase von uns“, so Geffert. Folgerichtig kamen die Gäste zurück: Nach einem Freistoß bekam Salzhemmendorf den Ball nicht geklärt, ehe Kay-Jonas Dirnberger per sehenswertem Volley auf 2:1 verkürzte (38.).
Nach der Pause präsentierte sich Salzhemmendorf wieder stabiler. „Aus der Halbzeit kommen wir dann wieder etwas besser, wir haben klar angesprochen, wo die Probleme lagen“, sagte Geffert. Erneut war es Herrmann, der nach einer Flanke zur Stelle war und den alten Abstand wiederherstellte (54.). In der Folge erspielte sich Salzhemmendorf weitere Chancen, ließ diese jedoch zunächst ungenutzt – unter anderem wurde ein Abschluss von Yanis Ruhnow auf der Linie geklärt, zudem traf Justin Hasse den Pfosten. Defensiv ließ die Heimelf nun kaum noch etwas zu und setzte stattdessen auf Konter. Einer davon führte schließlich zur Entscheidung: Timo Renziehausen schickte Herrmann auf die Reise, der den Torwart umkurvte und zum 4:1-Endstand einschob (87.) – zugleich sein dritter Treffer des Tages. „Spielerisch war das nicht das, was wir uns vorgenommen haben, dafür waren wir heute endlich mal effizient, gerade in der ersten Halbzeit“, bilanzierte Geffert. Ein besonderes Lob hatte er für den Matchwinner parat: „Hervorheben für seine guten Abschlüsse möchte ich Louis-Philipp Herrmann.“
Tore: 1:0 Louis-Phillip Herrmann (13.), 2:0 Yanis Ruhnow (25.), 2:1 Kay-Jonas Dirnberger (38.), 3:1 Herrmann (54.), 4:1 Herrmann (87.).
TSV Bisperode – SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst 0:11 (0:3).
Ein debakulöser Tag für den TSV Bisperode: In der Kreisliga Hameln-Pyrmont musste sich die Mannschaft vor rund 100 Zuschauern der SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst mit 0:11 (0:3) geschlagen geben und steckt damit weiter tief im Abstiegskampf. Die Gäste präsentierten sich hingegen in Torlaune und meldeten sich eindrucksvoll zurück. Dabei begann die Partie aus Sicht der Hausherren denkbar schlecht. „Wir haben die erste Viertelstunde komplett verpennt“, erklärte TSV-Sprecher Levin Winter. Bereits nach zwölf Minuten lag Bisperode durch Treffer von Noel Benski (7.) und Kevin Raudzis (12.) mit 0:2 zurück. In der Folge fand der TSV zwar besser ins Spiel, blieb aber fehleranfällig. „Danach war es ein relativ offenes Spiel, bis zum 0:3 waren wir gut drin“, so Winter. Kurz vor der Pause sorgte jedoch Lennart Scholtka mit einem Traumtor für die Vorentscheidung: „Das 0:3 ist ein absolutes Traumtor, aus 25 Metern hat Lennart Scholtka den Ball ins obere rechte Toreck geschlenzt", erklärte Winter.
Nach dem Seitenwechsel brach Bisperode dann komplett auseinander. Innerhalb kürzester Zeit erhöhten die Gäste auf 0:5 (55., 56.) – und legten in der Folge weiter nach. „Wir haben generell beim Aufbau zu viele Fehler gemacht und haben Großenwiedens lange Bälle zugelassen, wir sind immer nur hinterhergelaufen“, kritisierte Winter. Besonders das 0:5 stand sinnbildlich für die zweite Hälfte: „Unser Pressing im Angriff lief ins Leere, Großenwieden spielt einen langen Ball, unsere Abseitsfalle steht nicht, Daniel Wins ist durch und legt vorm Tor quer auf Lennart Scholtka." In der Schlussphase schraubte die SG das Ergebnis weiter in die Höhe. Raudzis, Scholtka, Denis Anklam, Gebraiel Berjawi und Lucas Göhmann trugen sich in die Torschützenliste ein – am Ende stand ein zweistelliges Resultat.
Winter fand nach dem Abpfiff klare Worte: „Wir machen zu viele Fehler im Aufbau und laden dadurch Großenwieden förmlich zum Toreschießen ein. Das war für uns ein absolutes Bonusspiel, das wir aber aufgrund einer absoluten Nichtleistung unserer Mannschaft nicht nutzen konnten.“ Die Überlegenheit des Gegners erkannte man beim TSV neidlos an: „Großenwieden ist, wie man gesehen hat, nicht unsere Kragenweite. Sie haben natürlich völlig verdient gewonnen, sie waren mehr als eine Klasse besser als wir.“ Ein Sonderlob sprach Winter den Gästen Lennart Scholtka und Denis Anklam aus. Trotz der deutlichen Pleite richtet Bisperode den Blick nach vorne: „Wir müssen das jetzt so schlucken, dürfen aber die Köpfe nicht in den Sand stecken. Unser Fokus gilt nun Emmerthal am nächsten Spieltag.“
Tore: 0:1 Noel Benski (7.), 0:2 Kevin Raudzis (12.), 0:3 Lennart Scholtka (44.), 0:4 Scholtka (55), 0:5 Scholtka (56.), 0:6 Raudzis (70.), 0:7 Denis Anklam (75.), 0:8 Raudzis (80.), 0:9 Scholtka (83.), 0:10 Gebraiel Berjawi (84.), 0:11 Lucas Göhmann (89.).
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